Düsseldorf/Münster, 15. April 2026

Im Jahr 2023 entfielen 21,9 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung im Bergischen Städtedreieck auf das Verarbeitende Gewerbe. Das waren fünf Prozent mehr als im Landesdurchschnitt. In Remscheid lag der Anteil mit 32,9 Prozent besonders hoch. Aber auch in Wuppertal und Solingen hatte die Wirtschaft einen deutlichen industriellen Schwerpunkt. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für das Bergische Städtedreieck, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.
 
„Das Bergische Städtedreieck hat eine lange industrielle Historie und ist noch heute eine der wichtigsten Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen“, sagt Claudia Hillenherms, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Allerdings verschieben sich Wertschöpfung und Beschäftigung zunehmend in die Dienstleistungsbereiche. Auf sie entfällt fast das gesamte Wachstum der vergangenen zehn Jahre.“
 
Industrie schrumpft, Dienstleister wachsen
Zwischen 2013 und 2023 wuchs die nominale Wertschöpfung im Bergischen Städtedreieck um 31,4 Prozent (NRW: 43,8%). Dazu steuerten die Dienstleistungssektoren 27,5 Prozentpunkte bei. Das restliche Wachstum entfiel auf das Baugewerbe und die Branche Bergbau, Energie und Wasserversorgung. Bei der für die Region bedeutsamen Industrie ging die Wertschöpfung dagegen um 0,3 Prozentpunkte zurück und entwickelte sich damit gegensätzlich zum Landestrend. So entfiel auf die Industrie in Nordrhein-Westfalen insgesamt ein positiver Wachstumsbeitrag von 4,2 Prozent.
 
Gesundheits- und Sozialwesen ist Jobmotor Nummer eins
Parallel zur Wertschöpfung erfolgte auch der Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre fast ausschließlich in den Dienstleistungssektoren. Hier stieg die Zahl der Beschäftigten zwischen 2014 und 2024 um 27.500, während sie im industriellen Sektor um 5.500 sank. Die Branche mit dem größten Zuwachs war das Gesundheits- und Sozialwesen mit 10.300 neuen Stellen. 
 
Mit den Regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK erhalten investierende Personen, Unternehmen und kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Analysiert werden beispielsweise die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, die Forschungsintensität und das Gründungsgeschehen. Die Profile geben damit einen Überblick über wichtige sozioökonomische Strukturen und Trends für die neun Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens: Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen. 
 
Alle regionalen Profile stehen unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.

  1. NRW.BANK veröffentlicht neue Regionalwirtschaftliche Profile: Bergisches Städtedreieck ist eine Industrieregion im Wandel [PDF, 74.3 KB]

    Im Jahr 2023 entfielen 21,9 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung im Bergischen Städtedreieck auf das Verarbeitende Gewerbe. Das waren fünf Prozent mehr als im Landesdurchschnitt. In Remscheid lag der Anteil mit 32,9 Prozent besonders hoch. Aber auch in Wuppertal und Solingen hatte die Wirtschaft einen deutlichen industriellen Schwerpunkt. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für das Bergische Städtedreieck, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.

NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

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Caroline Fischer

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