Düsseldorf/Münster, 15. April 2026
Zwischen 2013 und 2023 stieg das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in der Region Aachen um 40,6 Prozent. In keiner anderen Region in Nordrhein-Westfalen war die wirtschaftliche Dynamik stärker. Zum Vergleich: Im Landesdurchschnitt lag das Plus bei 35,8 Prozent. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für Aachen, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.
„Die Region Aachen hat in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Zuwächse beim Pro-Kopf-Einkommen erzielt. Dennoch bleibt das Niveau im Landesvergleich niedrig“, sagt Claudia Hillenherms, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Als starker Technologie- und Wissenschaftsstandort mit Einrichtungen wie der RWTH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich und mehreren Fraunhofer-Instituten verfügt die Region jedoch über gute Voraussetzungen, um weiter aufzuholen.“
Große Unterschiede im Einkommensniveau
Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 39.400 Euro lag die Region Aachen im Jahr 2023 deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 46.800 Euro. Allerdings fiel das Einkommensniveau in den Teilgebieten unterschiedlich aus. In der Städteregion Aachen lag das Pro-Kopf-Einkommen mit 46.600 Euro am höchsten, im Kreis Heinsberg war es mit 31.900 Euro deutlich geringer.
Starker Technologie- und Wissenschaftsstandort
Mit 70,0 Prozent steuerten die Dienstleistungsbereiche den größten Anteil zur regionalen Wirtschaftsleistung bei. Überdurchschnittlich ausgeprägt war der Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“, nicht zuletzt aufgrund der starken Hochschullandschaft der Region. Davon profitiert auch die Privatwirtschaft, etwa mit Entwicklungszentren im Automobil-, Maschinenbau- und Elektroniksektor. Ihre Investitionen in betriebsinterne Forschung und Entwicklung liegen seit Jahren über dem Landesdurchschnitt und betrugen 2023 1,7 Prozent der Wirtschaftsleistung (NRW: 1,4 %), in der Städteregion Aachen sogar 2,9 Prozent. Insgesamt summierten sich die Forschungsausgaben auf 804 Millionen Euro und lagen damit mehr als ein Drittel über dem Niveau von 2007.
Mit den Regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK erhalten investierende Personen, Unternehmen und kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Analysiert werden beispielsweise die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, die Forschungsintensität und das Gründungsgeschehen. Die Profile geben damit einen Überblick über wichtige sozioökonomische Strukturen und Trends für die neun Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens: Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen.
Alle regionalen Profile stehen unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.
NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

