Wohnheimförderung - Wohnplätze für Auszubildende und Studierende - Modernisierung

  • Zinsgünstige Darlehen bis 75.000 € pro Wohnplatz mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 100% und fester Zinsbindung für 25 oder 30 Jahre
  • Das Förderangebot richtet sich an natürliche und juristische Personen, die Eigentümerin oder Eigentümer eines Wohnheims für Auszubildende und Studierende sind und über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen.
  • Fördert die Modernisierung von Wohnplätzen für Studierende sowie Auszubildende
  • Mit Tilgungsnachlässen in Höhe von 30-45% der Darlehen
  • Fördergeber: NRW.BANK

Wer wird gefördert?

Das Förderangebot richtet sich an natürliche und juristische Personen, die Eigentümerin oder Eigentümer eines Wohnheims für Auszubildende und Studierende sind und über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen.

Was wird gefördert?

Sie können das Förderdarlehen für alle baulichen Modernisierungsmaßnahmen in und an bestehenden Wohnplätzen oder Gemeinschaftsräumen im Sinne von § 555 b BGB beantragen.

Instandsetzungen, die durch Maßnahmen der Modernisierung verursacht werden, sowie allgemeine Instandsetzungen sind förderfähig, soweit sie gleichzeitig mit der Modernisierung durchgeführt werden und nicht den überwiegenden Teil der Kosten aller Baumaßnahmen ausmachen

Welche Voraussetzungen gelten?

Der Investitionsort muss für Studierendenwohnplätze an Standorten von staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen und für Auszubildendenwohnplätze an geeigneten Standorten in Nordrhein-Westfalen sein.

Die geförderten Wohnheimplätze unterliegen einer Mietpreis- und Belegungsbindung.

Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss gesichert und wirtschaftlich tragbar sein.

Eine vorzeitige Ausführung des Bauvorhabens schließt eine spätere Förderung aus. Die Bewilligungsbehörde kann jedoch dem vorzeitigen Vorhabenbeginn zustimmen.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Annuitätendarlehen
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100%
  • Höchstbetrag: maximal 75.000 € je Wohnplatz
  • Zinsbindung: 25 oder 30 Jahre (= Zeitraum der Mietpreis- und Belegungsbindung)
  • Zinssatz: 0,0% für 15 Jahre, danach 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Zinsbindung
  • Verwaltungskostenbeitrag: 0,5% p.a.
  • Tilgung: 2% p.a.
  • Tilgungsnachlass: 30%
    • Erhöhung des Tilgungsnachlasses um 5 Prozentpunkte bei 30 Jahren Mietpreis- und Belegungsbindung
    • Erhöhung des Tilgungsnachlasses um jeweils 5 Prozentpunkte, wenn die Gebäude den BEG Effizienzhaus 85 Standard erfüllen oder die Außenfassaden gedämmt werden und ausschließlich Dämmstoffe eingesetzt werden, die mit dem Umweltzeichen Blauer Engel oder nach dem natureplus-Standard zertifiziert sind
    • Der Tilgungsnachlass reduziert die Darlehensschuld nach Vollauszahlung.
  • Außerplanmäßige Tilgungsleistungen: nach 5 Jahren ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich 
  • Auszahlung: 100%
    • 20% bei Beginn der Maßnahme, 45% Abschluss der Maßnahme, 35% nach Prüfung des Kostennachweises
  • Bereitstellungsprovision: keine
  • Grundbuchliche Sicherung: In Höhe des Darlehensbetrags (abzüglich Tilgungsnachlass) und nachrangig.
  • Mietpreis- und Belegungsbindung: 25 oder 30 Jahre (=Zeitraum der Zinsbindung)

Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben und sind halbjährig an die NRW.BANK zu zahlen.

Bitte beachten Sie, dass der Tilgungsnachlass i.d.R. zu versteuern ist. Sprechen Sie Ihre Steuerberaterin/Ihren Steuerberater aktiv auf diese Thematik an.

Eine Übersicht aller Gemeinden mit den jeweiligen Mietniveaus finden Sie unter: www.nrwbank.de/mietniveaus

Wie hoch ist die Miete?

Die Höhe der Miete ist begrenzt und abhängig von dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde).

Mietobergrenze

Mietniveau

Wohnplatz

Je m² Gemeinschaftsfläche

Mietniveau 1 - 3

166,50 €

5,58 €

Mietniveau 4

171,00 €

5,85 €

Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster

180,00 €

6,30 €

Übersichten zu den jeweiligen Mietniveaus der Gemeinden finden Sie unter: www.nrwbank.de/mietniveaus

Sie können die Miete um 1,5% bezogen auf die Bewilligungsmiete für jedes Jahr nach Fertigstellung der Maßnahmen erhöhen.

Weitere Informationen zu den Mietobergrenzen sind in der Nummer 6.3.2 der Wohnraumförderungsbestimmungen festgelegt.

Studierende weisen ihre Wohnberechtigung durch eine Studierendenbescheinigung nach, Auszubildende durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers.

 

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung (Bewilligungsbehörde), in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt.

Hinweis: Die richtigen Ansprechpartner bei der Bewilligungsbehörde finden Sie unter: www.nrwbank.de/bewilligungsbehoerde

 

Wo erhalten Sie weitere Informationen?

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Wohnraumförderungsbestimmungen 2022 (WFB) und dem Gesetz zur Förderung und Nutzung von Wohnraum für das Land Nordrhein-Westfalen (WFNG NRW).

Die Darlehen werden aus Mitteln der NRW.BANK, des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen gewährt.

Eine Kombination mit weiteren Förderungen ist möglich.