Klimaschutzoffensive für den Mittelstand

  • Kredite mit Klimazuschüssen bis zu 100% der förderfähigen Kosten, max. 25 Mio. € pro Vorhaben
  • Für gewerbliche und kommunale Unternehmen, Einzelunternehmer, Angehörige der freien Berufe, Joint Ventures
  • Fördert Klimaschutzmaßnahmen für ökologisch nachhaltiges Wirtschaften
  • Fördergeber: KfW

Aktueller Hinweis

Die KfW gewährt Hochwassergeschädigten eine kurzfristige Liquiditätshilfe. Sie bietet die Stundung von Zins- und Tilgungsleistungen sowie Laufzeitverlängerungen für bankdurchgeleitete Förderkredite im inländischen Fördergeschäft an. Anträge zur Stundung (bis zu 12 Monaten) sowie zur Verlängerung von Laufzeiten können Sie bis zum 31.12.2022 stellen.

Wer wird gefördert?

für Vorhaben im Inland:

  • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden
  • in- und ausländische Einzelunternehmer und Angehörige der freien Berufe
  • kommunale Unternehmen

mit einem Jahresumsatz von maximal 500 Mio. €

für Vorhaben im EU-Ausland:

  • deutsche Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Einzelunternehmer und Angehörige der freien Berufe mit Sitz in Deutschland
  • Tochtergesellschaften oben genannter deutscher Unternehmen mit Sitz im Ausland
  • Joint Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung

Was wird gefördert?

Sie können einen Kredit mit Klimazuschüssen für die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen nach den Kriterien für ökologisch nachhaltiges Wirtschaften („EU-Taxonomie“) erhalten.

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Die Investitionen tragen dazu bei, die Umweltsituation wesentlich zu verbessern.
  • Vorhaben im Ausland erfüllen die gesetzlich geltenden umwelt- und sozialrechtlichen Standards des Investitionslandes.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Kredite mit Klimazuschüssen
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100% der förderfähigen Kosten
  • Höchstbetrag: max. 25 Mio. € pro Vorhaben
  • Laufzeiten:
    • bis 5 Jahre bei max. 1 Tilgungsfreijahr
    • bis 10 Jahre bei max. 2 Tilgungsfreijahren
    • bis 20 Jahre bei max. 3 Tilgungsfreijahren
    • mind. 5 Jahre bei Beantragung des Klimazuschusses
  • Zinssatz: fest für 10 Jahre
  • Tilgung:
    • in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • bis zu 12 Monate nach Zusage
    • 0,15% pro Monat, ab dem 7. Monat nach Zusage
  • Sicherheiten: banküblich

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können den Kredit grundsätzlich mit anderen Fördermitteln kombinieren. Die bestehenden Beihilfevorschriften und -höchstbeträge sind einzuhalten.

Insbesondere können Sie für Elektrofahrzeuge die Förderung aus der Klimaschutzoffensive für den Mittelstand mit dem Umweltbonus des Bundesamtes für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) kombinieren.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Antragsteller, in deren Gesellschafterkreis mehrere Unternehmen vertreten sind, deren jeweiliger Umsatz die Höchstgrenze übersteigt und die zusammen direkt oder indirekt zu mehr als 50% am Antragsteller beteiligt sind
  • Erwerb von Grundstücken und Gebäuden
  • Vermietung und Verpachtung von Anlagen zur wohnwirtschaftlichen oder gemeinnützigen Nutzung sowie zur Nutzung in der landwirtschaftlichen Primärproduktion
  • Treuhandkonstruktionen
  • entgeltliche und sonstige Vermögensübertragungen (z.B. käuflicher Erwerb)
  • Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie können den Antrag auf den vorgesehenen Formularen bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl (Hausbank) stellen. Ihre Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW weiter.

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 01.07.2021
  • KfW-Information vom 17.08.2021

Übrigens: Für Stromerzeugungsanlagen, für die Sie eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz oder eine vergleichbare staatliche Förderung (zum Beispiel in Gestalt einer Einspeisevergütung) in Anspruch genommen haben, kommt nur die beihilfefreie Variante in Betracht.

Formulare und Merkblätter

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Kontakt

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0211 91741-4800