IKU – Barrierearme Stadt

  • Zinsgünstige Kredite bis zu 100% der förderfähigen Kosten, max. 50 Mio. € je Vorhaben
  • Für kommunale Unternehmen, gemeinnützige Organisationsformen, Unternehmen sowie natürliche Personen (Investor-Betreiber-Modelle)
  • Fördert barrierefreie bzw. -arme Umgestaltung von Gebäuden, Verkehrsanlagen und öffentlichem Raum
  • Fördergeber: KfW

Aktueller Hinweis

Die KfW gewährt Hochwassergeschädigten eine kurzfristige Liquiditätshilfe. Sie bietet die Stundung von Zins- und Tilgungsleistungen sowie Laufzeitverlängerungen für bankdurchgeleitete Förderkredite im inländischen Fördergeschäft an. Anträge zur Stundung (bis zu 12 Monaten) sowie zur Verlängerung von Laufzeiten können Sie bis zum 31.12.2022 stellen.

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen mit mind. 50% kommunalem Gesellschafterhintergrund
  • gemeinnützige Organisationen, einschließlich Kirchen
  • Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, jeweils mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund
  • Unternehmen, unabhängig von Rechtsform und Beteiligungsverhältnissen, und natürliche Personen im Rahmen von Investor-Betreiber-Modellen

Was wird gefördert?

Sie können einen Kredit für investive Maßnahmen zur Reduzierung oder Beseitigung von Barrieren sowie zum alters- und familiengerechten Umbau der kommunalen Infrastruktur erhalten.

Mitfinanziert werden:

  • Maßnahmen an bestehenden Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur:
    • Wege zu Gebäuden und Stellplätze
    • Gebäudezugänge und Servicesysteme
    • Vertikale Erschließung / Überwindung von Niveauunterschieden
    • Raumgeometrie
    • Sanitärräume
    • Bodenbeläge in Innenräumen
    • Bedienelemente, Raumakustik, Orientierung, Kommunikation
    • Sportstätten
  • Maßnahmen an bestehenden Verkehrsanlagen und im öffentlichen Raum

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Die Maßnahmen stehen im Einklang mit den Zielen bestehender integrierter Stadt(teil-)entwicklungskonzepte oder leiten sich aus diesen ab.
  • Alle Maßnahmen entsprechen mindestens den technischen Anforderungen (bei Barrierefreiheit DIN 18040-1 bzw. im Vorgriff entsprechend DIN 18040-3).
  • Die Ausführung findet durch Fachunternehmen des Bauhandwerks statt.
  • Im Rahmen von Investor-Betreiber-Modellen werden die zu finanzierenden Investitionsgüter für die Laufzeit des Darlehens von einer der folgenden Einrichtungen genutzt:
    • kommunale Gebietskörperschaft
    • rechtlich unselbständiger Eigenbetrieb
    • Gemeindeverband
    • Unternehmen mit mindestens 50%igem kommunalem Gesellschafterhintergrund
    • gemeinnützige Organisation
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe (KfW) vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: zinsgünstiger Kredit
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100% der förderfähigen Kosten
  • Höchstbetrag: 50 Mio. €
  • Laufzeiten:
    • 4 bis 10 Jahre bei 1 bis 2 Tilgungsfreijahren
    • 4 bis 20 Jahre bei 1 bis 3 Tilgungsfreijahren
  • Zinssatz: fest bis 10 Jahre
  • Tilgung:
    • in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • Abruf bis 12 Monate nach Zusage, verlängerbar um max. 24 Monate
    • 0,15% pro Monat, ab dem 7. Monate nach Zusage
  • Sicherheiten: banküblich

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können den Kredit mit anderen Fördermitteln kombinieren. Die bestehenden Beihilfevorschriften und -höchstbeträge sind einzuhalten.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Umschuldungen bzw. Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben
  • Leasingfinanzierungen
  • Eigenleistungen
  • Räume zur Glaubensausübung
  • Investitionen von politischen Parteien
  • Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen
  • wohnwirtschaftliche Projekte
  • entgeltliche und sonstige Vermögensübertragungen (z.B. käuflicher Erwerb) und die Umgehungen dieser Tatbestände (z.B. durch Treuhandgeschäfte)

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den vorgesehenen Formularen bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl (Hausbank). Ihre Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW weiter.

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn der Maßnahme, bei Großprojekten vor Beginn des Abschnitts, stellen.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 07/2021
  • KfW-Information vom 17.08.2021

Übrigens:

Die Förderung erfolgt im Rahmen der De-minimis-Regelung.

Formulare und Merkblätter

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe
Elektronische Formularsammlung der KfW Bankengruppe

Kontakt

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