IKU – Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung

  • Zinsgünstige Kredite bis zu 100% der förderfähigen Kosten, max. 50 Mio. € je Vorhaben und Tilgungszuschüsse bis 40%
  • Für kommunale Unternehmen, gemeinnützige Organisationsformen, Unternehmen sowie natürliche Personen (Investor-Betreiber-Modelle)
  • Fördert energieeffiziente Versorgungssysteme, klimafreundliche Quartiersmobilität und Grüne Infrastruktur
  • Fördergeber: KfW

Aktueller Hinweis

Die KfW gewährt Hochwassergeschädigten eine kurzfristige Liquiditätshilfe. Sie bietet die Stundung von Zins- und Tilgungsleistungen sowie Laufzeitverlängerungen für bankdurchgeleitete Förderkredite im inländischen Fördergeschäft an. Anträge zur Stundung (bis zu 12 Monaten) sowie zur Verlängerung von Laufzeiten können Sie bis zum 31.12.2022 stellen.

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen mit mind. 50% kommunalem Gesellschafterhintergrund
  • gemeinnützige Organisationen, einschließlich Kirchen
  • Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, jeweils mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund
  • Unternehmen, unabhängig von Rechtsform und Beteiligungsverhältnissen, und natürliche Personen im Rahmen von Investor-Betreiber-Modellen

Was wird gefördert?

Sie können einen zinsgünstigen Kredit für quartiersbezogene Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz kommunaler Infrastruktur und zur klimagerechten Gestaltung von Quartieren erhalten.

Gefördert werden:

  • Modul A: Wärme- und Kälteversorgung im Quartier:
    • Neubau, Erweiterung oder Modernisierung der technischen Komponenten zur Wärmenutzung und Wärmeerzeugung, Wärme- und Kältespeicherung sowie zur Wärme- und Kälteverteilung
  • Modul B: Energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung im Quartier:
    • Neubau, Erweiterung oder Modernisierung von Komponenten zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Modul C: Klimafreundliche Mobilität im Quartier:
    • Maßnahmen für eine klimafreundliche, quartiersbezogene Mobilität auch durch Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr
  • Modul D: Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel durch grüne Infrastruktur:
    • Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung und Aufwertung von Grün- und Freiflächen
    • Neubau, Erweiterung oder Modernisierung von wassersensiblen Gestaltungselementen im öffentlichen Raum

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Die Maßnahme steht im Einklang mit den Zielen der Stadtentwicklung.
  • Die quartiersbezogene Versorgung erstreckt sich über die Grundstücksgrenzen der einspeisenden Anlage. Mindestens ein Abnehmer ist an das Netz angeschlossen, der nicht gleichzeitig Eigentümer oder Betreiber der einspeisenden Anlage ist.
  • Die Investitionen verbessern die Energieeffizienz und bewirken Energieeinspareffekte.
  • Im Rahmen von Investor-Betreiber-Modellen werden die zu finanzierenden Investitionsgüter für die Laufzeit des Darlehens von einer der folgenden Einrichtungen genutzt:
    • kommunale Gebietskörperschaft
    • rechtlich unselbständiger Eigenbetrieb
    • Gemeindeverband
    • Unternehmen mit mindestens 50%igem kommunalem Gesellschafterhintergrund
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: zinsgünstiger Kredit und Tilgungszuschuss
  • Finanzierungsanteil:
    • Kredit:
      • bis zu 100% der förderfähigen Kosten
    • Tilgungszuschuss: Anrechnung auf die fälligen Raten (Verkürzung der Kreditlaufzeit)
      • max. 10% des Kreditbetrages für Modul A
      • max. 20% des Kreditbetrags für Module B bis D
  • Höchstbetrag: 50 Mio. €
  • Laufzeiten:
    • 4 bis 10 Jahre bei 1 bis 2 Tilgungsfreijahren
    • 4 bis 20 Jahre bei 1 bis 3 Tilgungsfreijahren
    • 4 bis 30 Jahre bei 1 bis 5 Tilgungsfreijahren
  • Zinssatz: fest für mind. 10 Jahre
  • Tilgung:
    • in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • bis zu 12 Monate nach Zusage, verlängerbar auf 36 Monate
    • 0,15% pro Monat, ab dem 13. Monat nach Zusage
  • Sicherheiten: banküblich

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können den Kredit mit anderen Fördermitteln kombinieren. Die bestehenden Beihilfevorschriften und -höchstbeträge sind einzuhalten.

Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes für dieselbe Maßnahme ist nicht möglich.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Anlagen zur Stromerzeugung, die nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz gefördert werden
  • Leasingfinanzierungen
  • Eigenleistungen
  • entgeltliche und sonstige Vermögensübertragungen (z.B. käuflicher Erwerb) und die Umgehungen dieser Tatbestände (z.B. durch Treuhandgeschäfte)
  • Investitionen von politischen Parteien
  • Umschuldungen bzw. Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben
  • Sanierungen von Unternehmen
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den vorgesehenen Formularen bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl (Hausbank). Ihre Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW weiter.

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 10/2021
  • KfW-Information vom 17.08.2021

Übrigens: Grundstücke, die notwendiger Bestandteil eines aktuell anstehenden Investitionsvorhabens sind, können im Programm IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen finanziert werden.

Die Förderung erfolgt als De-minimis-Beihilfe.

Formulare und Merkblätter

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Kontakt

Produktsuche
0211 91741-4800