KfW-Unternehmerkredit

  • Zinsgünstige Darlehen bis 100% des förderfähigen Finanzierungsbedarfs, max. 100 Mio. €
  • Für gewerbliche Unternehmen, Einzelunternehmen und Angehörige der freien Berufe, die seit mindestens 5 Jahren am Markt aktiv sind
  • Zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln
  • Optionale Haftungsfreistellung von 80% bzw. für KMU von 90% sowie Schnellprüfungsverfahren möglich
  • Fördergeber: KfW

Aktueller Hinweis

Die KfW gewährt Hochwassergeschädigten eine kurzfristige Liquiditätshilfe. Sie bietet die Stundung von Zins- und Tilgungsleistungen sowie Laufzeitverlängerungen für bankdurchgeleitete Förderkredite im inländischen Fördergeschäft an. Anträge zur Stundung sowie zur Verlängerung von Laufzeiten können Sie bis zum 15.12.2021 stellen. Ihr Finanzierungspartner muss zusätzlich bestätigen, dass Ihr Unternehmen weiterhin eine positive Fortführungsprognose aufweist.

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden,
  • Einzelunternehmen oder Angehörige der freien Berufe

die seit mind. 5 Jahren am Markt aktiv sind.

Übrigens: Unternehmen mit Sitz im Ausland können Anträge für Tochtergesellschaften, Niederlassungen, Betriebsstätten oder Filialen in Deutschland stellen.

Was wird gefördert?

Mit dem Darlehen können Sie folgende Vorhaben finanzieren:

  • gewerbliche Investitionen in Deutschland, die einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen
  • Betriebsmittel inklusive Warenlager, die in Deutschland verwendet werden
  • Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen einschließlich Übernahmen und tätiger Beteiligungen in Deutschland

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Ihr Unternehmen darf vor der Coronapandemie, also vor dem 31.12.2019, nicht in finanziellen Schwierigkeiten gewesen sein.
  • Das Vorhaben ist mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe vereinbar.
  • Ab dem Zeitpunkt der Antragstellung bei der KfW bis zur vollständigen Rückzahlung des Kredites sind Entnahmen, die Gewährung von Darlehen der Gesellschaft an die Gesellschafter sowie die Rückführung von Gesellschafterdarlehen in der Regel nicht zulässig.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Darlehen
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100% der förderfähigen Kosten
  • Höchstbetrag:
    • 100 Mio. €
    • bei Krediten größer als 25 Mio. € max. 50% der Gesamtverschuldung oder 30% der Bilanzsumme der Unternehmensgruppe
  • Zinssatz:
    • siehe aktuelle Konditionen
    • fest für die gesamte Kreditlaufzeit
  • Laufzeit:
    • bis zu 6 Jahre bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren, bei Kreditbetrag über 1,8 Mio. € je Unternehmensgruppe
    • bis zu 10 Jahre bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren, bei Kreditbetrag bis 1,8 Mio. € je Unternehmensgruppe
    • bei Betriebsmittel- und Warenlagerfinanzierungen auch 2 Jahre endfällig möglich
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • 12 Monate nach Zusage
    • 0,15% pro Monat, beginnend 2 Bankarbeitstage und 6 Monate (für KMU) bzw. 2 Bankarbeitstage und 1 Monat (sonstige Antragsteller) nach Zusagedatum für noch nicht ausgezahlte Kreditbeträge
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten, bei endfälligen Krediten nach Laufzeitende in einer Summe
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Sicherheiten:
    • banküblich
    • Bei Kreditbeträgen über 100 Mio. € müssen Sie sicherstellen, dass die KfW gleichrangig an bestehenden und zukünftigen Sicherheiten der Finanzierungspartner beteiligt ist.

Übrigens: KMU können besonders günstige Konditionen erhalten.

Weitere Vorteile

Im Rahmen der Investitionsfinanzierung ist eine Haftungsfreistellung von 80% bzw. für kleine und mittlere Unternehmen von 90% möglich.

Bei Kreditbeträgen bis zu 3 Mio. € pro Antragsteller bzw. Unternehmen verzichtet die KfW auf eine eigene Risikoprüfung, bei höheren Krediten kommt ein Schnellprüfungsverfahren (Fast-Track-Verfahren) in Betracht.

So können Sie die Förderung kombinieren

Eine Kombination mit anderen Fördermitteln ist grundsätzlich möglich.

Eine Kombination mit anderen KfW-/ERP-Programmen mit Risikoübernahme ist ausgeschlossen.

Wenn Sie für den KfW-Unternehmerkredit im Jahr 2020 eine Zusage erhalten haben, können Sie zusätzlich den KfW-Schnellkredit beantragen.

Die bestehenden Beihilfevorschriften und -höchstbeträge sind einzuhalten, bei einer Kumulierung mit weiteren Beihilfen unter der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 ist der Beihilfehöchstbetrag von 1,8 Mio. € je Unternehmensgruppe einzuhalten.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Umschuldungen (mit Ausnahme des KfW-Schnellkredits 2020)
  • Ablösung von Kreditlinien
  • Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben
  • Anschlussfinanzierungen und Prolongationen
  • Treuhandkonstruktionen und stille Beteiligungen ohne Zusammenhang zu tätigen Beteiligungen
  • Vermögensübertragungen
  • Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den vorgesehenen Formularen bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl (Hausbank). Ihre Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW weiter.

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn des Vorhabens stellen.

Um die seit dem 01.04.2021 verlängerte Frist zum Abschluss eines Kreditvertrags bis zum 31.12.2021 einhalten zu können, sind folgende Fristen für die Kreditanträge zu beachten:

  • 29.10.2021 für Kreditbeträge von mehr als 10 Mio. € je Unternehmensgruppe
  • 26.11.2021 für Kreditbeträge ab 3 Mio. € und bis zu 10 Mio. € je Unternehmensgruppe, die die Fast-Track-Kriterien nicht erfüllen
  • 23.12.2021 für Kreditbeträge bis zu 3 Mio. € sowie für Kreditbeträge ab 3 Mio. € und bis zu 10 Mio. € je Unternehmensgruppe, die die Fast-Track-Kriterien erfüllen

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Merkblatt der KfW Bankengruppe vom 01.07.2021
  • KfW-Information vom 17.08.2021

Geltungsdauer: 31.12.2021

Übrigens:

  • In Einzelfällen können Unternehmen Anträge für Kredite stellen, die am 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren und am 23.03.2020 (Start „harter“ Lockdown in Deutschland) diesen Status nicht mehr hatten.
  • Zur Unterstützung von Unternehmen, die von der Coronapandemie betroffen sind, hat die KfW die Konditionen des KfW-Unternehmerkredits ab dem 23.03.2020 verbessert: Das Programm wird auch für große Unternehmen ohne Umsatzbeschränkung geöffnet. Der Kredithöchstbetrag je Unternehmensgruppe beträgt seit dem 14.05.2020 100 Mio. € für Investitionen und Betriebsmittel. Kredite über 100 Mio. € werden weiterhin mit dem KfW-Sonderprogramm 2020: Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierungen gefördert.
  • Am 02.06.2020 hat die KfW ein neues Merkblatt veröffentlicht, das Erläuterungen zu allen in der Definition eines „Unternehmens in Schwierigkeiten“ genannten Kriterien enthält, um die Unsicherheiten bei der Einordnung zu beheben.

Formulare und Merkblätter

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

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