Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW)

  • Zuschüsse für Lohnkosten oder Sachkapital bis 50% der förderfähigen Ausgaben, abhängig von Größe des Unternehmens und Fördergebiet
  • Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Fremdenverkehrsgewerbe, Gemeinden und Gemeindeverbände
  • Fördert gewerbliche und kommunale Wachstums- und Erweiterungsinvestitionen in die Infrastruktur von strukturschwachen Regionen
  • Fördergeber: Bund

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des Fremdenverkehrsgewerbes
  • Gemeinden und Gemeindeverbände bei wirtschaftsnahen Infrastrukturmaßnahmen

Wichtig: Der Bereich Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Fischereiprodukte ist nur eingeschränkt förderfähig.

Was wird gefördert?

Sie können einen Zuschuss erhalten für Wachstums- oder Erweiterungsinvestitionen in die regionale Infrastruktur in ausgewählten, strukturschwachen Regionen. Mit dem Zuschuss können Sie folgende Vorhaben finanzieren:

  • gewerbliche Investitionen in volkswirtschaftlich besonders förderungswürdige Vorhaben
  • Investitionen in die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur
  • nicht-investive Maßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft, wie
    • Beratungsleistungen externer Sachverständiger
    • Schulungsmaßnahmen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Ihr Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft, einschließlich Tourismus, erhöht unmittelbar und auf Dauer wesentlich das Gesamteinkommen in der jeweiligen Region durch die Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen (Primäreffekt).
  • Mit den Investitionsvorhaben können Sie in den Fördergebieten neue Dauerarbeitsplätze schaffen oder vorhandene sichern. Ausbildungsplätze können wie Dauerarbeitsplätze gefördert werden.
  • Sie führen das Investitionsvorhaben innerhalb von 36 Monaten durch.

Wichtig: Die Länder können im vorgegebenen Rahmen die Förderbedingungen durch ergänzende landesinterne Richtlinien konkretisieren und einschränken. In Nordrhein-Westfalen ist dies geschehen durch

Wie wird gefördert?

  • Förderart: wahlweise lohnkosten- oder sachkapitalbezogener Zuschuss
  • Förderumfang: Aus Mitteln der GRW und anderen öffentlichen Fördermitteln erhalten Sie Investitionsbeihilfen maximal in Höhe der nachstehenden Bruttofördersätze in den Fördergebieten:
    • C-Fördergebiete mit einem Pro-Kopf-BIP von höchstens 100% des Durchschnitts der EU-27 oder einer Arbeitslosenquote von mindestens 100% des Durchschnitts der EU-27 (ehemalige A-Fördergebiete):
      • Betriebsstätten von kleinen Unternehmen: 35%
      • Betriebsstätten von mittleren Unternehmen: 25%
      • Betriebsstätten von großen Unternehmen: 15%
    • C-Fördergebiete mit einem Pro-Kopf-BIP von mehr als 100% des Durchschnitts der EU-27 und einer Arbeitslosenquote von weniger als 100% des Durchschnitts der EU-27:
      • Betriebsstätten von kleinen Unternehmen: 30%
      • Betriebsstätten von mittleren Unternehmen: 20%
      • Betriebsstätten von großen Unternehmen: 10%
      • In C-Fördergebieten mit einem Bevölkerungsrückgang von mehr als 10% im Zeitraum 2009 bis 2018 können die genannten Höchstfördersätze um 5% angehoben werden.
      • In Grenzgebieten, die an ein A-Fördergebiet angrenzen, gelten erhöhte Fördersätze.
    • D-Fördergebiete:
      • Betriebsstätten von kleinen Unternehmen: 20%,
      • Betriebsstätten von mittleren Unternehmen: 10%,
    • Der Förderhöchstsatz bei KMU kann um bis zu 20% aufgestockt werden.
    • Investitionsvorhaben von Großunternehmen in C- und D-Gebieten können mit max. 200.000 € innerhalb von 3 Steuerjahren gefördert werden. Investitionsvorhaben, für die bis zum 31.12.2021 ein Antrag gestellt wurde, können auf Grundlage der Geänderten Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 gefördert werden.
  • Infrastrukturmaßnahmen: grundsätzlich bis zu 60%, unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 95% der förderfähigen Kosten

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Land- und Forstwirtschaft, Aquakultur, Fischerei (soweit nicht Verarbeitung oder Vermarktung)
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Bergbau, Abbau von Sand, Kies, Ton und Steinen
  • Erzeugung und Verteilung von Energie, Energieversorgung, Energieinfrastrukturen und Wasserversorgung , außer Kraftwerken und Wasserversorgungsanlagen, die überwiegend dem betrieblichen Eigenbedarf dienen
  • Baugewerbe unter Ausnahme der in der Positivliste aufgeführten Bereiche
  • Einzelhandel, soweit nicht Versandhandel
  • Transport- und Lagergewerbe
  • Krankenhäuser, Kliniken und Sanatorien
  • Beihilfen an ein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit Ausnahme von Beihilfen zur Bewältigung der Folgen von Naturkatastrophen
  • Flughäfen
  • Unternehmen, die Finanz-, Versicherungs- oder Unternehmensberatungsdienstleistungen erbringen

Wie erfolgt die Antragstellung?

Für die Programme RWP – gewerblich und RWP – Beratung stellen Sie den Antrag auf den vorgesehenen bei der NRW.BANK.

Für die Infrastrukturförderung stellen Sie den Antrag bei der zuständigen Bezirksregierung.

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn des Vorhabens stellen.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

Weitere Informationen zum Programm:

Die gesamtdeutsche Fördergebietskarte der GRW legt fest, wo und in welcher Höhe strukturschwache Regionen über die GRW gefördert werden. Die Fördergebietskarte ist im Internet abrufbar.

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