KfW-Energieeffizienzprogramm - Produktionsanlagen/-prozesse

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Freie Berufe
Förderthemen:
Energieeffizienz; Wachstums-/Erweiterungsinvestitionen
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen gewerblicher Unternehmen

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • bei Vorhaben in Deutschland:
    • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden,
    • Angehörige der Freien Berufe,
    • Contracting-Geber, die Energie-Dienstleistungen an gewerblichen Nichtwohngebäuden erbringen,
  • bei Vorhaben im Ausland:
    • deutsche Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie in Deutschland tätige Angehörige der Freien Berufe,
    • Tochtergesellschaften oben genannter deutscher Unternehmen mit Sitz im Ausland,
    • Joint Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung.

Verwendungszweck

Gefördert werden Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich Produktionsanlagen und -prozesse gewerblicher Unternehmen.

Mitfinanziert werden Investitionen z.B. in folgenden Bereichen:

  • Maschinen, Anlagen, Prozesstechnik,
  • Druckluft, Vakuum, Absaugtechnik,
  • Elektrische Antriebe, Pumpen,
  • Prozesswärme,
  • Prozesskälte, Kühlhäuser, Kühlräume
  • Wärmerückgewinnung, Abwärmenutzung (für Produktionsprozesse),
  • Mess-, Regel- und Steuerungstechnik,
  • Informations- und Kommunikationstechnik,
  • Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

In Verbindung mit förderfähigen betrieblichen Energieeinsparinvestitionen werden auch Aufwendungen für die Planungs- und Umsetzungsbegleitung sowie für Energiemanagementsysteme gefördert.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
  • Förderhöhe: i.d.R. bis zu 25,0 Mio € pro Vorhaben
  • Zinssatz: siehe aktuelle Konditionen
  • Kreditlaufzeit/Tilgungsfreijahre:
    • 2 bis zu 5 Jahre Kreditlaufzeit bei höchstens 1 Tilgungsfreijahr
    • 2 bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren
    • 2 bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei höchstens 3 Tilgungsfreijahren
  • Auszahlung: 100% in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruffrist: 12 Monate nach Darlehenszusage
  • Bereitstellungsprovision: ab dem 7. Monat nach Darlehenszusage 0,15% pro Monat
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • außerplanmäßige Tilgungen nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung
  • Sicherheiten: banküblich, Art und Höhe sind mit der Hausbank zu vereinbaren

Kumulation/Kombination

Eine Kombination mit anderen Fördermitteln ist grundsätzlich möglich. Sofern Beihilfen unterschiedlicher Beihilfegeber für dieselben förderfähigen Kosten in Anspruch genommen werden, sind die jeweils relevanten EU-Beihilfehöchstbeträge und Kumulierungsvorschriften einzuhalten.

Für Anlagen zur Stromerzeugung ist die gleichzeitige Inanspruchnahme einer KfW-Förderung und einer Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) für dieselben förderfähigen Kosten nicht möglich.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Neuinvestitionen müssen eine spezifische Endenergieeinsparung von mindestens 10% (Einstiegsstandard) bzw. mindestens 30% (Premiumstandard) gegenüber dem Branchendurchschnitt erreichen.
  • Modernisierungsinvestitionen müssen zu einer spezifischen Endenergieeinsparung von mindestens 10% (Einstiegsstandard) bzw. mindestens 30% (Premiumstandard) gemessen am Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahre führen.
  • Die Einsparung durch die Investitionsmaßnahme ist bei Antragstellung zu quantifizieren und zu bestätigen.
  • Vorhaben im Ausland müssen die gesetzlich geltenden umwelt- und sozialrechtlichen Standards des Investitionslandes erfüllen.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste und den Sektorleitlinien der KfW Bankengruppe vereinbar sein.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU-Leitlinien, Treuhandkonstruktionen, In-Sich-Geschäfte sowie Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen.

Antragsverfahren

Anträge können vor Beginn des Vorhabens unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei jedem Finanzierungsinstitut gestellt werden.

Weitere Informationen erteilt die KfW Bankengruppe.

Quelle

Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 01.10.2019; KfW-Information vom 17.07.2019

Weiterführende Informationen

Die KfW Bankengruppe hat zum 01.10.2019 eine Ausschlussliste und Sektorleitlinien für Vorhaben eingeführt, die mit hohen Umwelt- und Sozialrisiken behaftet oder ethisch besonders kritisch sind.

Neben der Förderung im Bereich der Produktionsanlagen werden im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms – Energieeffizient Bauen und Sanieren auch der Neubau, Ersterwerb und die Sanierung gewerblich genutzter Nichtwohngebäude mitfinanziert.

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Links

KfW-Energieeffizienzprogramm - Produktionsanlagen/-prozesse - Programmüberblick

Programmüberblick auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

KfW-Energieeffizienzprogramm - Produktionsanlagen/-prozesse - Verfahren

Informationen zum Antragsverfahren auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Downloads

KfW-Energieeffizienzprogramm - Produktionsanlagen/-prozesse - Formulare und Downloads

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Hilfen und Anwendungen

KfW - Tilgungsrechner

Tilgungsrechner der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0 800 539-9001 (Gründer und Mittelstand), -9002 (Bauen, Sanieren und Kommunen), -9003 (Bildung)

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail: info@kfw.de

Internet: https://www.kfw.de

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