Darlehen für Neubau, Ersterwerb und Sanierung von gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden sowie für Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz.

KfW-Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Freie Berufe
Förderthemen:
Energieeffizienz; Wachstums-/Erweiterungsinvestitionen
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Finanzierung des Neubaus, des Ersterwerbs und der Sanierung von gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden einschließlich der Umsetzung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Rahmen des „CO2-Gebäudesanierungsprogramms“ des Bundes

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden,
  • Angehörige der Freien Berufe,
  • Unternehmen, die bestehende gewerbliche Gebäude erwerben (Ersterwerb) sowie
  • Contracting-Geber, die Energie-Dienstleistungen an gewerblichen Nichtwohngebäuden erbringen.

Verwendungszweck

Förderfähig sind ausschließlich gewerblich genutzte Nichtwohngebäude/-teile, die nach Fertigstellung bzw. Umsetzung aller Maßnahmen unter den Anwendungsbereich der aktuell geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) fallen.

Mitfinanziert werden folgende Maßnahmen:

  • die Errichtung oder der Ersterwerb energieeffizienter gewerblich genutzter Nichtwohngebäude, der Ausbau bislang nicht unter den Anwendungsbereich der EnEV fallender Nichtwohngebäude sowie die Erweiterung bestehender gewerblich genutzter Nichtwohngebäude um mehr als 50 m2 Nettogrundfläche, die das energetische Niveau eines KfW-Effizienzgebäudes 55 oder 70 für Neubauten erreichen (bei denkmalgeschützten, bislang nicht unter den Anwendungsbereich der EnEV fallenden Nichtwohngebäuden ist der Ausbau auch als Sanierung zum Effizienzgebäude förderfähig),
  • die energetische Sanierung von gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden, die das energetische Niveau eines KfW-Effizienzgebäudes 70, 100 oder Denkmal für Bestandsgebäude erreichen,
  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und/oder der technischen Gebäudeausrüstung zur Verbesserung der Energieeffizienz an bestehenden gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden,
  • sonstige Maßnahmen, die zur Vorbereitung, Realisierung und Inbetriebnahme der im Programm geförderten Maßnahmen erforderlich sind.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
  • Förderhöhe: i.d.R. bis zu 25,0 Mio € pro Vorhaben
  • Zinssatz: siehe aktuelle Konditionen
  • Kreditlaufzeit/Tilgungsfreijahre:
    • 2 bis zu 5 Jahre Kreditlaufzeit bei höchstens 1 Tilgungsfreijahr
    • 2 bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren
    • 2 bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei höchstens 3 Tilgungsfreijahren
  • Auszahlung: 100% in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • bis zu 12 Monate nach Zusage provisionsfrei
    • ab dem 13. Monat bis spätestens zum 36. Monat nach Darlehenszusage 0,25% pro Monat
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • außerplanmäßige Tilgungen nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung
  • Tilgungszuschuss in Prozent des Zusagebetrags:
    • Sanierung:
      • KfW-Effizienzgebäude 70: 17,5% des Zusagebetrags, max. 175 € pro m2
      • KfW-Effizienzgebäude 100: 10% des Zusagebetrags, max. 100 € pro m2
      • KfW-Effizienzgebäude Denkmal: 7,5% des Zusagebetrags, max. 75 € pro m2
      • Einzelmaßnahmen: 5% des Zusagebetrags, max. 50 € pro m2
    • Neubau:
      • KfW-Effizienzgebäude 55: 5% des Zusagebetrags, max. 50 Euro pro m2
      • KfW-Effizienzgebäude 70: nur zinsverbilligter Kredit
  • Sicherheiten: banküblich, Art und Höhe sind mit der Hausbank zu vereinbaren

Kumulation/Kombination

KfW-Darlehen können grundsätzlich mit anderen Fördermitteln kombiniert werden, wenn die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Aufwendungen nicht übersteigt. Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes für dieselbe Maßnahme bzw. dieselben Kosten ist nicht zulässig.

Wärmeerzeugungsanlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien werden gefördert:

Nicht aus Mitteln dieses Programms (teil)finanziert werden Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, KWK-Anlagen), die nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (Einspeisevergütung bzw. KWK-Zuschlag) gefördert werden.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Geförderte Gebäude bzw. Gebäudeteile müssen nach Fertigstellung bzw. Umsetzung aller Maßnahmen unter den Anwendungsbereich der Energieeinsparverordnung (EnEV) fallen.
  • Die technischen Anforderungen sind zu erfüllen.
  • Die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen und die Einsparungen von Energie und CO2 sind bei Antragstellung von einer oder einem Sachverständigen zu quantifizieren und zu bestätigen.
  • Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzgebäude Denkmal sowie bei der Sanierung von Baudenkmalen zu sonstigen KfW-Effizienzgebäuden oder bei Einzelmaßnahmen an Baudenkmalen sind nur die in der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes geführten „Sachverständige für Baudenkmale“ zugelassen.
  • Von einer Förderung ausgeschlossen sind
    • die Vermietung und Verpachtung zur wohnwirtschaftlichen, gemeinnützigen oder kommunalen Nutzung sowie zur Nutzung in der landwirtschaftlichen Primärproduktion,
    • Treuhandkonstruktionen und
    • In-Sich-Geschäfte.

Antragsverfahren

Anträge können vor Beginn des Vorhabens unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei jedem Finanzierungsinstitut gestellt werden.

Weitere Informationen erteilt die KfW Bankengruppe.

Quelle

Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 17.04.2018; KfW-Information vom 21.08.2018

Weiterführende Informationen

Laut KfW-Information wird ab dem 16.11.2018 die Mitteleinsatzfrist für abgerufene Darlehensmittel verlängert ab Datum der KfW-Zusage. Die jeweils abgerufenen Beträge müssen innerhalb von 12 Monaten vollständig dem festgelegten Verwendungszweck zugeführt werden. Auch für die Zusagen ab 17.04.2018 sind der KfW ausschließlich die zwölfmonatige Mitteleinsatzfrist überschreitenden Fälle anzuzeigen.

Folgende Neuregelungen gelten ab dem 17.04.2018:

  • Bei einer Sanierung von gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden muss das energetische Niveau eines KfW-Effizienzgebäudes für Neubauten (bisher Bestandsgebäude) erreicht werden.
  • Das Kumulierungsverbot bei Anlagen zur Stromerzeugung wird um das KWKG erweitert.
  • Eine nachträgliche Aufstockung des Kreditbetrags und/oder desTilgungszuschusses für dieselbe Maßnahme ist nicht möglich.

Neben der Förderung des Neubaus und der Sanierung von Gebäuden werden im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms außerdem Maßnahmen im Bereich Produktionsanlagen/-prozesse und im Bereich Abwärme und Abwärme Investitionszuschuss mitfinanziert.

 

 

Zuletzt aktualisiert am: 21.08.2018

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Links

KfW-Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Programmüberblick

Programmüberblick auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

KfW-Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Verfahren

Informationen zum Antragsverfahren auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Downloads

KfW-Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Formulare und Downloads

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Hilfen und Anwendungen

KfW - Tilgungsrechner

Tilgungsrechner der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0 800 539-9001 (Gründer und Mittelstand), -9002 (Bauen, Sanieren und Kommunen), -9003 (Bildung)

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail:info@kfw.de

Internet:http://www.kfw.de

Erfolgsgeschichten und Hintergründe

Förderberatung Öffentliche Kunden

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