Darlehen für kommunale Unternehmen und soziale Organisationen zum Erwerb und zur energetischen Sanierung von Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur.

IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren

Fördernehmer:
Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Verbände & Vereine; Gewerbliche Unternehmen
Förderthemen:
Infrastruktur; Energieeffizienz
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Finanzierung des Neubaus, des Ersterwerbs und der Sanierung von Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur einschließlich der Umsetzung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Rahmen des „CO2-Gebäudesanierungsprogramms“ des Bundes.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Unternehmen mit mindestens 50%-tigem kommunalem Gesellschafterhintergrund,
  • alle gemeinnützigen Organisationsformen einschließlich Kirchen,
  • Körperschaften des öffentlichen Rechts – sofern keine Antragsberechtigung in den Direktprogrammen der KfW besteht –, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts jeweils mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund.
  • Unternehmen – unabhängig von Rechtsform und Beteiligungsverhältnissen – sowie natürliche Personen im Rahmen von Öffentlich-Privaten Partnerschaften.

Verwendungszweck

Die KfW Bankengruppe unterstützt ausschließlich Maßnahmen an Nichtwohngebäuden beziehungsweise -teilen, die nach Fertigstellung beziehungsweise Umsetzung aller Maßnahmen unter den Anwendungsbereich der aktuell geltenden EnEV (Energieeinsparverordnung) fallen.

Gefördert werden:

  • die Errichtung oder der Ersterwerb energieeffizienter Nichtwohngebäude der kommunalen und sozialen Infrastruktur, der Ausbau bislang nicht unter den Anwendungsbereich der EnEV fallender Nichtwohngebäude sowie die Erweiterung bestehender Nichtwohngebäude um mehr als 50 m2 Nettogrundfläche, die das energetische Niveau eines KfW-Effizienzgebäudes 55 oder 70 für Neubauten erreichen (bei denkmalgeschützten, bislang nicht unter den Anwendungsbereich der EnEV fallenden Nichtwohngebäuden ist der Ausbau auch als Sanierung zum Effizienzgebäude förderfähig),
  • die energetische Sanierung von Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur, die das energetische Niveau eines KfW-Effizienzgebäudes 70, 100 oder Denkmal für Bestandsgebäude erreichen,
  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und/oder der technischen Gebäudeausrüstung zur Verbesserung der Energieeffizienz an bestehenden Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur,
  • sonstige Maßnahmen, die zur Vorbereitung, Realisierung und Inbetriebnahme der im Programm geförderten Maßnahmen erforderlich sind.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der Investitionskosten
  • Förderhöhe: i.d.R. bis zu 25,0 Mio €, bei besonderer Förderwürdigkeit kann der Betrag überschritten werden
  • Zinssatz: kundenindividuelle Festlegung; die Verbilligung aus Bundesmitteln erfolgt für die erste Zinsbindungsfrist, maximal für 10 Jahre
  • Kreditlaufzeit/Tilgungsfreijahre:
    • 4 bis 10 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 2 Tilgungsfreijahren
    • 4 bis 20 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 3 Tilgungsfreijahren
    • 4 bis 30 Jahre Kreditlaufzeit bei bis zu 5 Tilgungsfreijahren
  • Auszahlung: 100% in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruffrist: bis zu 12 Monate nach Darlehenszusage, in begründeten Fällen auf maximal 36 Monate verlängerbar
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • außerplanmäßige Tilgung nur gegen Vorfälligkeitsentschädigung
  • Tilgungszuschuss bei Sanierung:
    • KfW-Effizienzgebäude 70: 17,5% des Zusagebetrags, max. 175 €/m2
    • KfW-Effizienzgebäude 100: 10,0% des Zusagebetrags, max. 100 €/m2
    • KfW-Effizienzgebäude Denkmal: 7,5% des Zusagebetrags, max. 75 €/m2
    • Einzelmaßnahmen: 5% des Zusagebetrags, max. 50 €/m2
  • Tilgungszuschuss bei Neubau:
    • KfW-Effizienzgebäude 55: 5% des Zusagebetrags, max. 50 €/m2
  • Sicherheiten: bankübliche Sicherheiten

Kumulation/Kombination

KfW-Darlehen können grundsätzlich mit anderen Fördermitteln kombiniert werden, wenn die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Aufwendungen nicht übersteigt.

Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes für dieselbe Maßnahme bzw. dieselben Kosten ist nicht zulässig.

Wärmeerzeugungsanlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien werden gefördert:

Nicht aus Mitteln dieses Programms (teil)finanziert werden Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, KWK-Anlagen), die nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (Einspeisevergütung bzw. KWK-Zuschlag) gefördert werden.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Anforderungen der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen eingehalten werden.
  • Bei der Durchführung der Maßnahmen sind die technischen Mindestanforderungen des Programms zu erfüllen und nachzuweisen.
  • Geförderte Gebäude bzw. Gebäudeteile müssen nach Fertigstellung bzw. Umsetzung aller Maßnahmen unter den Anwendungsbereich der EnEV fallen.
  • Die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen und die Einsparungen von Energie und CO2 sind bei Antragstellung von einem Sachverständigen zu quantifizieren und zu bestätigen.
  • Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzgebäude Denkmal sowie bei der Sanierung von Baudenkmalen zu sonstigen KfW-Effizienzgebäuden oder bei Einzelmaßnahmen an Baudenkmalen sind nur die in der Expertenliste für die Bundesprogramme unter www.energie-effizienz-experten.de geführten „Sachverständige für Baudenkmale“ zugelassen.
  • Von einer Förderung ausgeschlossen sind:
    • Leasingfinanzierungen
    • Eigenleistungen
    • In-Sich-Geschäfte,
    • Räume zur Glaubensausübung,
    • Investitionen von politischen Parteien.
  • Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten werden nicht gefördert.

Antragsverfahren

Anträge können unter Verwendung der vorgesehenen Formulare über die Hausbank gestellt werden.

Diese leitet den Antrag an die KfW Bankengruppe weiter.

Quelle

Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 17.04.2018; KfW-Information vom 02.02.2018

Weiterführende Informationen

Für kommunale Gebietskörperschaften steht das Programm „IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren“ zur Verfügung.

Zuletzt aktualisiert am: 17.04.2018

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Links

IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Programmüberblick

Programmüberblick auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Beispiele

Förderbeispiele auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Häufige Fragen

Häufige Fragen auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Verfahren

Informationen zum Antragsverfahren auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Downloads

IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Formulare und Downloads

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Hilfen und Anwendungen

KfW - Tilgungsrechner

Tilgungsrechner der KfW Bankengruppe

KfW - Elektronische Formularsammlung

Elektronische Formularsammlung der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0800 539-9002

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail:info@kfw.de

Internet:http://www.kfw.de

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