IKU – Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung

Fördernehmer:
Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gewerbliche Unternehmen
Förderthemen:
Infrastruktur; Kommunen; Energieeffizienz
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Langfristige und zinsgünstige Finanzierung quartiersbezogener Investitionen in den Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Unternehmen mit mind. 50% kommunalem Gesellschafterhintergrund,
  • gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen,
  • Körperschaften des öffentlichen Rechts, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, jeweils mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund,
  • Unternehmen (unabhängig von Rechtsform und Beteiligungsverhältnissen) sowie natürliche Personen im Rahmen von Investor-Betreiber-Modellen.

Verwendungszweck

Die KfW Bankengruppe unterstützt quartiersbezogene Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz kommunaler Infrastruktur und zur klimagerechten Gestaltung von Quartieren.

Gefördert werden

  • Modul A: Wärme- und Kälteversorgung im Quartier: Förderfähig ist jeweils der Neubau, die Erweiterung oder die Modernisierung der technischen Komponenten zur Wärmenutzung und Wärmeerzeugung, Wärme- und Kältespeicherung sowie zur Wärme- und Kälteverteilung,
  • Modul B: Energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung im Quartier: Förderfähig ist jeweils der Neubau, die Erweiterung oder die Modernisierung von Komponenten zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung,
  • Modul C: Klimafreundliche Mobilität im Quartier: Förderfähig sind Maßnahmen für eine klimafreundliche, quartiersbezogene Mobilität auch durch Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr,
  • Modul D: Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel durch grüne Infrastruktur: Förderfähig sind Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung und Aufwertung von Grün- und Freiflächen sowie der Neubau, die Erweiterung oder die Modernisierung von wassersensiblen Gestaltungselementen im öffentlichen Raum.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: zinsgünstiges Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Kosten
  • Förderhöhe: bis zu 50,0 Mio €
  • Zinssatz:
    • siehe aktuelle Konditionen
  • Zinsbindungsfrist:
    • bei Krediten mit bis zu 10 Jahren Laufzeit: festgeschrieben
    • bei Krediten mit mehr als 10 Jahren Laufzeit: festgeschrieben nur für die ersten 10 Jahre
  •  Kreditlaufzeit/Tilgungsfreijahre:
    • 4 bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 2 Tilgungsfreijahren
    • 4 bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 3 Tilgungsfreijahren
    • 4 bis zu 30 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 5 Tilgungsfreijahren
  • Auszahlung: 100% in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • bis zu 12 Monate nach Darlehenszusage, in begründeten Fällen auf 36 Monate verlängerbar
    • ab 2 Bankarbeitstagen und 12 Monaten nach dem Zusagedatum 0,15% pro Monat
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • außerplanmäßige Tilgungen gegen Vorfälligkeitsentschädigung
  • Tilgungszuschuss:
    • max. 10% des Zusagebetrages für Modul A, max. 20% des Zusagebetrags für Module B bis D
    • Anrechnung auf die nach dem Tilgungsplan zuletzt fälligen Raten (Verkürzung der Kreditlaufzeit)
  • Sicherheiten: banküblich, Art und Höhe sind mit der Hausbank zu vereinbaren
  • Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe und für die Verwendungszwecke Investitionsbeihilfen für Energieeffizienzmaßnahmen sowie für energieeffiziente Fernwärme und Fernkälte zusätzlich gemäß AGVO gewährt.

Kumulation/Kombination

Die Kombination mit anderen öffentlichen Förderprogrammen ist grundsätzlich zulässig, sofern die Summe aller öffentlichen Fördermittel die Summe der förderfähigen Aufwendungen nicht übersteigt.

Für Anlagen zur Stromerzeugung (z.B. KWK-Anlagen, Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungssysteme) ist die gleichzeitige Inanspruchnahme des KfW-Kredites und einer Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz für dieselben förderfähigen Kosten nicht möglich. Diese Anlagen sind separat zu finanzieren, sofern der Kredit nicht mit einem beihilfefreien Zinssatz zugesagt wird.

Eine Kombination mit der Wärmenetz- bzw. Wärmespeicherförderung nach §§ 18–21 bzw. §§ 22–25 KWKG ist möglich, wenn mindestens zwei förderfähige Maßnahmen durchgeführt werden und vor Antragstellung hierfür eine gemeinsame Planung (ggf. auch für mehr als ein Quartier) erstellt wurde.

Grundstücke, die notwendiger Bestandteil eines aktuell anstehenden Investitionsvorhabens sind, können im Programm IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen finanziert werden, wenn der Erwerb nicht mehr als 2 Jahre vor Antragstellung erfolgte.

Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes für dieselbe Maßnahme ist nicht zulässig.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Maßnahme muss im Einklang mit den Zielen der Stadtentwicklung stehen.
  • Die quartiersbezogene Versorgung muss sich über die Grundstücksgrenzen der einspeisenden Anlage erstrecken, mindestens ein Abnehmer muss an das Netz angeschlossen sein, der nicht gleichzeitig Eigentümer oder Betreiber der einspeisenden Anlage ist.
  • Investitionen müssen die Energieeffizienz verbessern und Energieeinspareffekte bewirken.
  • Im Rahmen von Investor-Betreiber-Modellen müssen die zu finanzierenden Investitionsgüter für die Laufzeit des KfW-Kredits von einer kommunalen Gebietskörperschaft, einem rechtlich unselbständigen Eigenbetrieb bzw. einem Gemeindeverband oder einem Unternehmen mit mindestens 50%igem kommunalem Gesellschafterhintergrund genutzt werden
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste und den Sektorleitlinien der KfW Bankengruppe vereinbar sein.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind
    • Leasingfinanzierungen
    • Eigenleistungen
    • Entgeltliche und sonstige Vermögensübertragungen (zum Beispiel käuflicher Erwerb)
      • zwischen verbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG beziehungsweise die Übernahme des geförderten Unternehmens in einen solchen Unternehmensverbund
      • zwischen Unternehmen und deren Gesellschaftern
      • im Rahmen beziehungsweise infolge von Betriebsaufspaltungen
      • zwischen Ehegatten beziehungsweise Lebenspartnern sowie
      • der Erwerb eigener Anteile
      • und die Umgehungen der vorgenannten Tatbestände (zum Beispiel durch Treuhandgeschäfte)
    • Investitionen von politischen Parteien
    • Umschuldungen bzw. Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben
    • Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU-Leitlinien

Antragsverfahren

Anträge können vor Beginn des Projekts unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei jeder Bank oder Sparkasse gestellt werden.

Weitere Informationen erteilt die KfW Bankengruppe.

Quelle

Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 04/2021; KfW-Information vom 29.03.2021

Weiterführende Informationen

In den Programmen IKK/IKU – Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung stehen seit April 2021 quartiersbezogene Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen im Fokus. Darüber hinaus wird die Umsetzung investiver Maßnahmen auf Basis integrierter Quartierskonzepte besonders gefördert. Neu sind die Module „Klimafreundliche Mobilität“ und „Grüne Infrastruktur“. Zudem erhöhen sich die Tilgungszuschüsse für die meisten Verwendungszwecke auf 20% des Zusagebetrags.

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Links

IKU - Energetische Stadtsanierung - Quartiersversorgung - Programmüberblick

Programmüberblick auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Downloads

IKU - Energetische Stadtsanierung - Quartiersversorgung - Formulare und Downloads

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0 800 539-9001 (Gründer und Mittelstand), -9002 (Bauen, Sanieren und Kommunen), -9003 (Bildung)

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail: info@kfw.de

Internet: https://www.kfw.de

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