Darlehen für Investitionen kommunaler Unternehmen und sozialer Organisationen zur barrierefreien bzw. -armen Umgestaltung der kommunalen und sozialen Infrastruktur.

IKU – Barrierearme Stadt

Fördernehmer:
Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen
Förderthemen:
Infrastruktur; Kommunen
Förderart:
Darlehen
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
KfW Bankengruppe

In aller Kürze

Finanzierung von Investitionen kommunaler Unternehmen und gemeinnütziger Organisationen zur barrierefreien bzw. -armen Umgestaltung der kommunalen und sozialen Infrastruktur in Deutschland.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Unternehmen mit mind. 50% kommunalem Gesellschafterhintergrund,
  • alle gemeinnützigen Organisationsformen einschließlich Kirchen,
  • Körperschaften des öffentlichen Rechts, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, jeweils mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund,
  • Unternehmen (unabhängig von Rechtsform und Beteiligungsverhältnissen) sowie natürliche Personen im Rahmen von Investor-Betreiber-Modellen.

Verwendungszweck

Gefördert werden investive Maßnahmen zur Reduzierung oder Beseitigung von Barrieren sowie zum alters- und familiengerechten Umbau der kommunalen Infrastruktur.

Mitfinanziert werden

  • Maßnahmen an bestehenden Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur,
    • Wege zu Gebäuden und Stellplätze,
    • Gebäudezugänge und Servicesysteme,
    • Vertikale Erschließung / Überwindung von Niveauunterschieden,
    • Raumgeometrie,
    • Sanitärräume,
    • Bodenbeläge in Innenräumen,
    • Bedienelemente, Raumakustik, Orientierung, Kommunikation,
    • Sportstätten,
  • Maßnahmen an bestehenden Verkehrsanlagen und im öffentlichen Raum.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Darlehen
  • Förderumfang: bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
  • Förderhöhe: höchstens 50,0 Mio. €
  • Zinssatz: siehe aktuelle Konditionen
  • Kreditlaufzeit/Tilgungsfreijahre:
    • 4 bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 2 Tilgungsfreijahren
    • 4 bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 3 Tilgungsfreijahren
  • Auszahlung: 100% in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruffrist: bis zu 12 Monate nach Darlehenszusage
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • außerplanmäßige Tilgungen: nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung
  • Sicherheiten: banküblich, Art und Höhe der Sicherheiten sind mit der Hausbank zu vereinbaren
  • Die Förderung erfolgt im Rahmen der De-minimis-Regelung.
  • In allen Programmvarianten wird ein beihilfefreier Zinssatz oberhalb des EU-Referenzzinssatzes angeboten.

Kumulation/Kombination

Die Kombination mit öffentlichen Fördermitteln ist zulässig, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

Barriere reduzierende Maßnahmen in Wohngebäuden werden im Programm „Altersgerecht Umbauen“ gefördert.

Voraussetzungen

Die Maßnahmen müssen im Einklang mit den Zielen bestehender integrierter Stadt(teil-)entwicklungskonzepte stehen oder aus diesen abgeleitet werden.

Alle Maßnahmen müssen mindestens den technischen Anforderungen entsprechen (bei Barrierefreiheit DIN 18040-1 bzw. im Vorgriff entsprechend DIN 18040-3) und sind durch Fachunternehmen des Bauhandwerks auszuführen.

Im Rahmen von ÖPP-Modellen müssen die zu finanzierenden Investitionsgüter für die Laufzeit des KfW-Kredits von einer kommunalen Gebietskörperschaft, einem rechtlich unselbständigen Eigenbetrieb bzw. einem Gemeindeverband oder einem Unternehmen mit mind. 50% kommunalem Gesellschafterhintergrund oder einer gemeinnützigen Organisation genutzt werden.

Ausgeschlossen sind

  • Umschuldungen,
  • Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben,
  • wohnwirtschaftliche Projekte,
  • Leasingfinanzierungen,
  • Eigenleistungen,
  • Räume zur Glaubensausübung und
  • Investitionen von politischen Parteien.

Antragsverfahren

Kreditanträge können vor Beginn des Projekts oder bei Großprojekten je Vorhabenabschnitt unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei jeder Bank oder Sparkasse gestellt werden.

Weitere Informationen erteilen die Beratungszentren der KfW.

Quelle

Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 12/2017; KfW-Information vom 01.09.2017

Weiterführende Informationen

Kommunen können über das KfW-Programm IKK – Barrierearme Stadt gefördert werden. Für barrierereduzierende Maßnahmen in Wohngebäuden steht das Programm Altersgerecht Umbauen zur Verfügung.

Zuletzt aktualisiert am: 09.12.2017

Konditionenübersicht für Endkreditnehmer der KfW Bankengruppe

Links

IKU - Barrierearme Stadt - Programmüberblick

Programmüberblick auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

IKU - Barrierearme Stadt - Häufige Fragen

Häufige Fragen auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

IKU - Barrierearme Stadt - Verfahren

Informationen zum Antragsverfahren auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Downloads

IKU - Barrierearme Stadt - Formulare und Downloads

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Hilfen und Anwendungen

KfW - Elektronische Formularsammlung

Elektronische Formularsammlung der KfW Bankengruppe

Kontakt

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Hotline:0800 539-9002

Telefon:0 69 7431-0

Fax:0 69 7431-2944

E-Mail:info@kfw.de

Internet:http://www.kfw.de

Ähnliche Förderangebote

Ihre Anfrage

* Pflichtfelder Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers/der Empfänger werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und anschließend gelöscht.

Feedback

Ihre Bewertung der Seite

Haben Sie ein Anliegen und möchten lieber persönlich in Kontakt mit der NRW.BANK treten? Dann nutzen Sie bitte unsere Kontaktmöglichkeiten.