Investitionszuschüsse zur Entwicklung neuer Einnahmequellen aus selbständiger Tätigkeit im landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Bereich.

Förderung der Diversifizierung der Tätigkeiten im landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Bereich

Fördernehmer:
Land-/Forst-/Fischereiwirtschaft
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Land NRW
Ansprechpartner:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Hinweis:
Für einige Bereiche gilt seit dem 12.04.2017 ein Antragstopp. Siehe hierzu unter „Weiterführende Informationen“.
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Inhaber und Inhaberinnen landwirtschaftlicher Einzelunternehmen und deren Ehegatten sowie mitarbeitende Familienangehörige,
  • Kooperationen von Landwirten und anderen Akteuren sowie
  • Landwirte und Landwirtinnen, die einen gewerblichen Nebenbetrieb führen.

Bei Investitionen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) sind antragsberechtigt:

  • Unternehmen, die mehr als 25% ihrer Umsatzerlöse durch landwirtschaftliche Erzeugnisse erwirtschaften und die Mindestgröße nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (§ 1 Abs. 2 ALG) erreichen bzw. überschreiten,
  • Unternehmen, die als landwirtschaftliche Betriebe unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen, sowie
  • Inhaber und Inhaberinnen landwirtschaftlicher Einzelunternehmen, deren Ehegatten sowie mitarbeitende Familienangehörige, die in räumlicher Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb erstmalig eine selbständige Existenz gründen oder entwickeln.

Verwendungszweck

Unterstützt werden Investitionen zur Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen aus selbständiger Tätigkeit im ländlichen Raum.

Gefördert werden

  • Organisationsausgaben, die der Entwicklung neuer Einnahmequellen im landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Bereich dienen,
  • Startbeihilfen für Personalausgaben zur Einführung und Umsetzung eines Strategiekonzeptes für die neue betriebliche Einkommensquelle,
  • Sachausgaben für Einrichtung, Ausstattung und Marketingmaßnahmen für die neue Einkommensquelle,
  • Investitionen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) sowie
  • notwendige Bildungsmaßnahmen und Zusatzqualifikationen der Zuwendungsempfänger.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • Organisationsausgaben: bis zu 50% der förderfähigen Ausgaben
    • Startbeihilfen: im 1. Jahr bis zu 60% der förderfähigen Ausgaben, im 2. Jahr bis zu 50% der förderfähigen Ausgaben und im 3. Jahr bis zu 40% der förderfähigen Ausgaben
    • Einrichtung und Ausstattung der neuen Einkommensquelle: bis zu 25% und für sonstige Sachausgaben bis zu 50% der förderfähigen Ausgaben
    • Investitionen im Rahmen der GAK: bis zu 20% der förderfähigen Ausgaben
  • Förderhöhe: 
    • Organisationsausgaben: max. 25.000 €, bei Kooperationen max. 50.000 €
    • Startbeihilfen: im 1. Jahr max. 24.000 €, im 2. Jahr max. 20.000 € und im 3. Jahr max. 16.000 €
    • Einrichtung und Ausstattung der neuen Einkommensquelle und für sonstige Sachausgaben: max. 25.000 €
    • Investitionen im Rahmen der GAK: max. 100.000 €

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Das Vorhaben muss wirtschaftlich und auf Dauer angelegt sein, zur Verbesserung des landwirtschaftlichen Familieneinkommens und zur Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen und über eine gesicherte Finanzierung verfügen.
  • Das Vorhaben muss auf mindestens 5 Jahre angelegt sein.
  • Bei einer Förderung gemäß GAK muss der Antragsteller die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens in Form eines Investitionskonzeptes nachweisen.
  • Investitionen im Bereich „Urlaub auf dem Bauernhof" dürfen die Gesamtkapazität von 25 Gästebetten nicht überschreiten.
  • Geförderte Grundstücke, Bauten und bauliche Anlagen müssen 12 Jahre nach Fertigstellung und Maschinen, technische Einrichtungen und Geräte 5 Jahre nach Lieferung dem Zuwendungszweck entsprechend verwendet werden und dürfen nicht veräußert werden.
  • Die Investitionen müssen die Bedingungen für De-minimis-Beihilfen erfüllen.

Verschiedene Investitionen sind von der Förderung ausgeschlossen.

Antragsverfahren

Anträge sind auf den vorgesehenen Formularen zu stellen.

Antragstelle ist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Antragsfrist/Geltungsdauer

Das Programm ist befristet bis zum 31.12.2020.

Quelle

Runderlass vom 21.05.2007, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 17 vom 29.06.2007, S. 398; zuletzt geändert durch Runderlass vom 15.09.2014, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 27 vom 28.09.2014, S. 524; verlängert durch Runderlass vom 21.10.2015, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 32 vom 19.11.2015, S. 709; Informationen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Stand 09/2018

Weiterführende Informationen

Seit dem 12.04.2017 gilt ein Antragstopp für folgende Bereiche:

  • Organisationsausgaben für die Gründung eines landwirtschaftlichen Nebenbetriebes und/oder das Tätigwerden von Zusammenschlüssen für eine gemeinschaftliche Entwicklung neuer Einkommensquellen im landwirtschaftlichen bzw. landwirtschaftsnahen Bereich außerhalb der landwirtschaftlichen Primärproduktion (Beratung, Konzeption, Geschäftsausgaben),
  • Startbeihilfen für Personalausgaben zur Einführung und Umsetzung eines Strategiekonzepts für die neue Einkommensquelle,
  • Aufwendungen für Einrichtung und Ausstattung sowie für Marketingmaßnahmen für die neue Einkommensquelle.

Weitere Informationen auf den Internetseiten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen:

Zuletzt aktualisiert am: 14.09.2018

Kontakt

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Nevinghoff 40

48147 Münster

Telefon:0 251 2376-0

Fax:0 251 2376-521

E-Mail:info@lwk.nrw.de

Internet:http://www.landwirtschaftskammer.de

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