Ausgleich des Covid19-bedingten Ausfallrisikos in der deutschen Kinofilm- und HighEnd-Serienproduktion (sog. „Ausfallfonds“)

Ansprechpartner:
FFA Filmförderungsanstalt
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Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen der Filmherstellung.

Verwendungszweck

Gewährt werden Billigkeitsleistungen zum Ausgleich des Covid19-bedingten Ausfallrisikos wegen Produktionsunterbrechungen und -abbrüchen in der deutschen Kinofilm- und HighEnd-Serienproduktion.

Das schließt auch entsprechende Schäden aufgrund einer Covid19-Mutation ein. Umfasst ist sowohl die Verwirklichung Covid19-bedingter personenbezogener als auch infrastrukturbezogener Risiken einschließlich eines behördlich angeordneten lokalen, regionalen oder bundesweiten Lockdowns.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: einmalige Ausgleichszahlung
  • Förderumfang:
    • bei zu 50% oder mehr bundesgeförderten Produktionen bis zu 95% des anerkannten Covid19-Ausfallschadens, max.1,5 Mio. €
    • bei mit weniger als 50% bundesgeförderten Produktionen bis zu 50% des anerkannten Covid19-Ausfallschadens, max. 750.000 €

Kumulation

Eine Kumulierung mit den denselben Zweck verfolgenden Billigkeitsleistungen oder anderen finanziellen Leistungen der Länder ist möglich bis zu einem Betrag von 1,5 Mio. €. Die Beihilfeintensität darf max. 100% betragen.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Es muss sich um eine durch den Bund oder ein Land geförderte Produktion handeln.
  • Der Filmhersteller ist verpflichtet, bei Eintritt oder Absehbarkeit einer Covid19-bedingten Produktionsstörung während der Risikophase  der Filmförderanstalt (FFA) dies unverzüglich per E-Mail anzuzeigen.
  • Der Filmherstellers muss pro Produktion eine Selbstbeteiligung von 5% des anerkennungsfähigen Covid19-Ausfallschadens, mindestens aber 10.000 € tragen.
  • Die Ausgleichsleistungen sind subsidiär gegenüber dem Filmhersteller im Leistungsfall zustehenden anderen Zahlungsansprüchen.
  • Ausgeschlossen ist die Gewährung von Ausgleichsleistungen bei:
    • Produktionen, die im Rahmen des DFFF nach den §§ 21 bis 31 der DFFF-Richtlinie (sog. DFFF II) gefördert werden,
    • bundesgeförderten Projekten ohne Realdreh,
    • über den German Motion Picture Fund geförderten Produktionen, bei denen die Finanzierung ohne Beteiligung des Produzenten oder der Produzentin erfolgt und keine Rechte bei ihm oder ihr verbleiben,
    • Produktionen ohne Förderbeteiligung des Bundes, also insbesondere Fernsehproduktionen (Film, Serie, Show etc.),
    • wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens bereits vor dem 01.01.2020.

Antragsverfahren

Die Teilnahme am Ausfallfonds ist bei der FFA anzumelden.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2021. Ausgleichszahlungen können jedoch nur bis zum 30.11.2021 erfolgen.

Quelle

Richtlinie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Stand 10/2020; Informationen der BKM, Stand 05/2021

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen auf den Internetseiten der BKM:

Kontakt

FFA Filmförderungsanstalt

Große Präsidentenstraße 9

10178 Berlin

Telefon:0 30 27577-0

Fax:0 30 27577-111

E-Mail: presse@ffa.de

Internet: http://www.ffa.de

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