Entgegen dem bundesweiten Trend hat sich die Wirtschaftsstimmung in Nordrhein-Westfalen im Januar deutlich aufgehellt, bleibt aber weiterhin im negativen Wertebereich. Die Unternehmen schätzten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Erwartungen besser ein als im Vormonat. Das starke Stimmungsplus gibt Anlass zur Hoffnung, dass die nordrhein-westfälische Konjunktur nach drei schwierigen Jahren wieder Tritt fasst.
Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima ist im Januar 2026 zum ersten Mal seit vier Monaten wieder gestiegen. Mit einem starken Plus von 3,4 Punkten auf -7,6 Saldenpunkte wurde der vorherige Rückgang fast vollständig wieder wettgemacht. Besonders positiv entwickelten sich zuletzt die Geschäftserwartungen der Unternehmen, die um 4,0 auf -6,2 Zähler zulegten. Das ist der höchste Stand seit fast vier Jahren. Auch ihre laufenden Geschäfte beurteilten die befragten Unternehmen im Januar deutlich besser als im Vormonat. Der Umfragewert stieg hier um 2,7 auf -8,9 Punkte.
Das kräftige Stimmungsplus gibt Anlass zur Hoffnung, dass die nordrhein-westfälische Konjunktur nach drei schwierigen Jahren jetzt wieder Tritt fasst. Die jüngste Entwicklung steht dabei auf einem breiten Fundament. So hellte sich die Geschäftslage über alle vier großen Wirtschaftssektoren hinweg auf.
Im Verarbeitenden Gewerbe ist das Geschäftsklima am stärksten gestiegen. Die Unternehmen waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen fielen deutlich weniger skeptisch aus. Zu Jahresbeginn verharrte die Kapazitätsauslastung der nordrhein-westfälischen Industrie bei 75,6 Prozent, während sie bundesweit zurückging. Gleichwohl liegt sie weiterhin deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 83,0 Prozent.

