Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima ist im April zum dritten Mal in Folge gesunken und erreichte den niedrigsten Stand seit der Coronakrise. Zwar bewerteten die Unternehmen ihre Geschäftslage etwas besser als im Vormonat. Jedoch korrigierten sie ihre Erwartungen im Zuge des anhaltenden Iran-Kriegs sehr deutlich nach unten.
Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima sank im April um 3,3 auf -17,7 Saldenpunkte. Das ist der niedrigste Wert seit der Coronakrise. Die beiden Teilindikatoren, aus denen sich das Geschäftsklima zusammensetzt, entwickelten sich gegensätzlich: Während die Umfragewerte zur aktuellen Geschäftslage um 0,6 auf -11,0 Punkte stiegen, gingen die Werte zur Geschäftserwartung um sehr hohe 6,9 auf -24,1 Punkte zurück.
Bislang hat sich der Iran-Krieg stärker auf die Erwartungen der nordrhein-westfälischen Unternehmen niedergeschlagen als auf die aktuelle tatsächliche Geschäftslage. Ausnahmen bildeten Branchen wie der Handel oder das Gastgewerbe, in denen bereits jetzt negative Effekte auf die laufende Geschäftstätigkeit zu beobachten sind.
Im Verarbeitenden Gewerbe trübte sich das Geschäftsklima nur geringfügig weiter ein. Die Verbesserung der aktuellen Geschäftslage stützte zwar, konnte den herben Rückschlag bei den Erwartungen aber nicht vollständig kompensieren. Rückpralleffekte zeigten sich in der Bewertung der Geschäftslage in stark betroffenen Branchen des Vormonats – etwa Metallerzeugung und Chemie. Aber auch die Auto- sowie Ernährungsbranche erholten sich bei der Lage etwas. Bei den Erwartungen waren starke Rückgänge im Maschinenbau, bei Gummi- und Kunststoffwaren sowie im Glas- und Keramikgewerbe zu beobachten.



