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Jens Becker

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NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima April 2026

Iran-Krieg trübt Stimmung in NRW-Wirtschaft weiter ein

Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima ist im April zum dritten Mal in Folge gesunken und erreichte den niedrigsten Stand seit der Coronakrise. Zwar bewerteten die Unternehmen ihre Geschäftslage etwas besser als im Vormonat. Jedoch korrigierten sie ihre Erwartungen im Zuge des anhaltenden Iran-Kriegs sehr deutlich nach unten.

Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima sank im April um 3,3 auf -17,7 Saldenpunkte. Das ist der niedrigste Wert seit der Coronakrise. Die beiden Teilindikatoren, aus denen sich das Geschäftsklima zusammensetzt, entwickelten sich gegensätzlich: Während die Umfragewerte zur aktuellen Geschäftslage um 0,6 auf -11,0 Punkte stiegen, gingen die Werte zur Geschäftserwartung um sehr hohe 6,9 auf -24,1 Punkte zurück.

Bislang hat sich der Iran-Krieg stärker auf die Erwartungen der nordrhein-westfälischen Unternehmen niedergeschlagen als auf die aktuelle tatsächliche Geschäftslage. Ausnahmen bildeten Branchen wie der Handel oder das Gastgewerbe, in denen bereits jetzt negative Effekte auf die laufende Geschäftstätigkeit zu beobachten sind.

Im Verarbeitenden Gewerbe trübte sich das Geschäftsklima nur geringfügig weiter ein. Die Verbesserung der aktuellen Geschäftslage stützte zwar, konnte den herben Rückschlag bei den Erwartungen aber nicht vollständig kompensieren. Rückpralleffekte zeigten sich in der Bewertung der Geschäftslage in stark betroffenen Branchen des Vormonats – etwa Metallerzeugung und Chemie. Aber auch die Auto- sowie Ernährungsbranche erholten sich bei der Lage etwas. Bei den Erwartungen waren starke Rückgänge im Maschinenbau, bei Gummi- und Kunststoffwaren sowie im Glas- und Keramikgewerbe zu beobachten.

Im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich das Geschäftsklima stark: Der Saldenwert sank von -13,7 Punkte auf -20,8. Nach dem massiven Einbruch der Erwartungen im Vormonat folgte im April auch ein herber Rückgang der Geschäftslage um 11,8 auf -12,9 Punkte. Belastend wirken neben steigenden Preisen für Vorprodukte wohl auch inflationsbedingte Zinserhöhungen. Unter Druck steht weiter vor allem der gewerbliche Hochbau.

Auch der in der Vergangenheit vergleichs-weise stabile Dienstleistungssektor reagierte stark auf den Iran-Krieg. Das Geschäftsklima ging um 4,4 auf -14,0 Saldenpunkte zurück. Besonders die Erwartungen gaben spürbar nach, jedoch auch die aktuelle Lage verschlechterte sich weiter. Laut Umfrage trübte sich die Stimmung besonders im Bereich Verkehr und Lagerei, im Gastgewerbe sowie bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern ein.

Die bereits eingetretene und erwartete höhere Inflation belastet die Konsum-stimmung der Haushalte. Der nordrhein-westfälische Handel beurteilte entsprechend im April sowohl seine derzeitige Lage als auch die Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monaten erheblich pessimistischer. Die bisherige Entwicklung im Nahost-Konflikt lässt hier auch keine schnelle Trendwende erwarten.

Die aktuellen Berichte zum Download

Das Datenpaket beinhaltet die monatlichen Umfrageergebnisse für zahlreiche Branchen im Excel-Format. Diese Daten können Sie für eigene Auswertungen nutzen, soweit sie die Quelle „NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima“ eindeutig als Quelle kenntlich machen. Um Ihnen den Umgang mit dem Datenpaket zu erleichtern, steht Ihnen eine kurze Einführung zur Verfügung. 

  1. Einführung in das Datenpaket [PDF, 190.5 KB]

    Hier finden Sie die Einführung in das Datenpaket zum NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima.

Die vergangenen Schnellmeldungen zum Download

Hier finden Sie die Schnellmeldungen aus den vergangenen Monaten. 

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Ausschnitt aus einem wirtschaftlichen Bericht, ein Finger zeigt auf eine Textstelle
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