NRW.BANK zeichnet das neue Bewertungsmodell „Faktor X“ aus

Eschweiler gehört zu den Siegern des NRW.BANK.Ideenwettbewerb für Kommunen 2019-2020


Die Gewinner beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb für Kommunen 2019-2020 stehen fest: Zu ihnen gehört die Stadt Eschweiler, die sich mit dem nachhaltigen Bewertungsmodell „Faktor X“ den dritten Platz sicherte. Zum sechsten Mal prämiert die NRW.BANK kommunale Projektideen aus Nordrhein-Westfalen, die spürbar die Service- und Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger verbessern und die Nachhaltigkeit stärken. Eingereicht wurden Ideen aus Themenfeldern wie „Digitalisierung“, „Ressourceneffizienz“ und „Mobilität“.
 
„Alle eingereichten Ideen zeigen wie die Kommunen in Nordrhein-Westfalen sich den aktuellen Herausforderungen wie Digitalisierung und Klimawandel stellen und diese als Chance nutzen“, sagt Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Wir unterstützen Kommunen weit über die klassische Finanzierung hinaus und machen mit dem NRW.BANK.Ideenwettbewerb die kreativen Ideen für alle sichtbar.“
  
Darunter stach das von der Stadt Eschweiler mit Partnern wie dem Leiter der Faktor X Agentur Klaus Dosch entwickelte Konzept „Faktor X“ hervor, das erstmals Ressourcen- und Energieaufwand sowie Emissionen bei der Rohstoffgewinnung und der Herstellung der Baustoffe in die Bilanzierung einbezieht. Transport und Verarbeitung werden klimabezogen analysiert – bis hin zur Betrachtung von Rückbau und Recycling. Auf dieser Grundlage entwickelte die Kommune Kriterien zum ressourcen- und energieeffizienten Bauen, mit denen sehr pragmatisch die Lebenszyklusbilanz eines Gebäudes in hoher Detailtiefe über das Tool abgebildet werden kann. Ziel ist es, zukünftig nur Gebäudeplanungen zuzulassen, die diese Kriterien erfüllen. In einer ersten Umsetzung in Eschweiler konnte eindrucksvoll dargestellt werden, dass der Faktor-X-Ansatz enorme Potenziale zur Ressourceneinsparung und zum Klimaschutz im Bausektor hat.
 
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung sowie Schirmherrin des Wettbewerbs: „Der Ideenwettbewerb führt vor Augen, welch großes Engagement es vor Ort gibt, um aktuelle Herausforderungen zu meistern. Die Räte, die Verwaltungen und die kommunalen Unternehmen arbeiten unablässig daran, die Lebensqualität in ihrer Heimatgemeinde zu steigern. Dabei bedeutet Stadt- und Ortsgeschichte eine dauernde Weiterentwicklung. In ganz Nordrhein-Westfalen werden Konzepte entwickelt, um die Städte, Gemeinden und Kreise weiter voran zu bringen. Der Wettbewerb der NRW.BANK belohnt die besten Ideen und macht sie landesweit bekannt, damit sie auch in anderen Kommunen genutzt werden können. Die ausgezeichneten Ideen sind ein Musterbeispiel dafür, wie kommunale Wirtschaftsförderung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.“
 
Mit dem dritten Platz sichert sich die Stadt Eschweiler ein Preisgeld von 10.000 Euro für eine direkte Sachverwendung im Kontext der eingereichten Idee und teilt sich den Platz dabei mit der digitalen Bürgerplattform „Smart Country Side“ des Kreises Lippe. Auf Platz eins mit einem Preisgeld von 30.000 Euro landete das neue klimaneutrale und nachhaltige Gewerbegebiet „bio innovation park Rheinland“ der Städte Meckenheim und Rheinbach. Platz zwei und 20.000 Euro gingen an das „Kommunale Medizinische Versorgungszentrum (MVZ)“ der Stadt Neuenrade im Sauerland, mit dem erfolgreich dem ländlichen Ärztemangel entgegengewirkt wird.
 
Ideenmining-Workshop
Vier weitere Teilnehmer gewannen einen wertvollen Ideen-Mining-Workshop der Westfälischen Wilhelms-Universität. Folgende Projektträger haben die Möglichkeit, in interdisziplinären Teams und mit speziellen Kreativtechniken die beim Wettbewerb eingereichte Idee weiterzuentwickeln und zu optimieren: der Rhein-Kreis Neuss mit dem Online-Angebot „Pflegefinder“, die Stadt Rheine mit der Begegnungs- und Lernstätte „ART and TECH Station“, die Regionalverkehr Köln GmbH mit dem interkommunalem Pedelec-Verleihsystem „RVK e-Bike“ sowie die Gesellschaft zur Weiterverwendung von Mineralstoffen mbH mit dem Qualitätsbaustoff für Leitungsgräben „GWM-Sand“.
 
Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie im Internet unter www.nrwbank.de/ideenwettbewerb

Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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Düsseldorf/Münster, 24. November 2020

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