NRW.BANK zeichnet „Kommunalen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ)“ aus

Neuenrade gehört zu den Siegern des NRW.BANK.Ideenwettbewerb für Kommunen 2019-2020


Die Gewinner beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb für Kommunen 2019-2020 steht fest: Zu ihnen gehört die Stadt Neuenrade, die sich mit dem „Kommunalen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ)“ den zweiten Platz sicherte. Zum sechsten Mal prämiert die NRW.BANK kommunale Projektideen aus Nordrhein-Westfalen, die spürbar die Service- und Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger verbessern und die Nachhaltigkeit stärken. Eingereicht wurden Ideen aus Themenfeldern wie „Digitalisierung“, „Ressourceneffizienz“ und „Mobilität“.
 
„Alle eingereichten Ideen zeigen wie die Kommunen in Nordrhein-Westfalen sich den aktuellen Herausforderungen wie Digitalisierung und Klimawandel stellen und diese als Chance nutzen“, sagt Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Wir unterstützen Kommunen weit über die klassische Finanzierung hinaus und machen mit dem NRW.BANK.Ideenwettbewerb die kreativen Ideen für alle sichtbar.“
 
Das wegweisende Konzept des „Kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ)“ überzeugte die Fachjury. Mit der Einrichtung handelt die Stadt Neuenrade erfolgreich gegen den ländlichen Ärztemangel. Die Kommune betreibt selbst die Anfang 2020 eröffnete Praxis, die Ärzte sind fest angestellt bei der kommunalen Gesellschaft, einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Deutlich geringere finanzielle Investitionen für Berufsanfänger, ein sicherer Arbeitsplatz, der kollegiale Austausch sowie eine hohe Familienfreundlichkeit über Teilzeitbeschäftigung sind nur einige der vielen Vorteile dieses Modells.
 
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung sowie Schirmherrin des Wettbewerbs: „Der Ideenwettbewerb führt vor Augen, welch großes Engagement es vor Ort gibt, um aktuelle Herausforderungen zu meistern. Die Räte, die Verwaltungen und die kommunalen Unternehmen arbeiten unablässig daran, die Lebensqualität in ihrer Heimatgemeinde zu steigern. Dabei bedeutet Stadt- und Ortsgeschichte eine dauernde Weiterentwicklung. In ganz Nordrhein-Westfalen werden Konzepte entwickelt, um die Städte, Gemeinden und Kreise weiter voran zu bringen. Der Wettbewerb der NRW.BANK belohnt die besten Ideen und macht sie landesweit bekannt, damit sie auch in anderen Kommunen genutzt werden können. Die ausgezeichneten Ideen sind ein Musterbeispiel dafür, wie kommunale Wirtschaftsförderung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.“
 
Mit dem zweiten Platz sichert sich Neuenrade ein Preisgeld von 20.000 Euro für eine direkte Sachverwendung im Kontext der eingereichten Idee. Auf Platz eins mit einem Preisgeld von 30.000 Euro landeten die Städte Meckenheim und Rheinbach mit ihrem klimaneutralen und nachhaltigen Gewerbegebiet „bio innovation park Rheinland“. Zweimal wurde der dritte Platz mit jeweils 10.000 Euro zugesprochen: dem Kreis Lippe für seine digitale Bürgerplattform „Smart Country Side“ sowie der Stadt Eschweiler für „Faktor X“, einem neuen Bewertungsmodell für Ressourcen-, Energie- und Klimaeffizienz einer Gebäudeherstellung über den gesamten Lebenszyklus.
 
Ideenmining-Workshop
Vier weitere Teilnehmer gewannen einen wertvollen Ideen-Mining-Workshop der Westfälischen Wilhelms-Universität. Folgende Projektträger haben die Möglichkeit, in interdisziplinären Teams und mit speziellen Kreativtechniken die beim Wettbewerb eingereichte Idee weiterzuentwickeln und zu optimieren: der Rhein-Kreis Neuss mit dem Online-Angebot „Pflegefinder“, die Stadt Rheine mit der Begegnungs- und Lernstätte „ART and TECH Station“, die Regionalverkehr Köln GmbH mit dem interkommunalem Pedelec-Verleihsystem „RVK e-Bike“ sowie die Gesellschaft zur Weiterverwendung von Mineralstoffen mbH mit dem Qualitätsbaustoff für Leitungsgräben „GWM-Sand“.
 
Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie im Internet unter www.nrwbank.de/ideenwettbewerb


Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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Düsseldorf/Münster, 24. November 2020

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