Fit für den Berufsalltag

Im Berufskolleg Brilon im Hochsauerlandkreis ist die Idee der „digitalen Schule“ Wirklichkeit: „Durch den Einsatz zahlreicher digitaler Medien, wie etwa in unseren Laptopklassen, holen wir Berufsrealität ins Klassenzimmer. So bereiten wir unsere Schüler praxisnah auf die Anforderungen im späteren Arbeitsleben vor“, erklärt Michael Schift, stellvertretender Schulleiter. Für ihre digitalen Projekte hat die Schule unter anderem das Förderprogramm NRW.BANK.Moderne Schule in Anspruch genommen.

„In all unseren Bildungsgängen setzen wir sowohl im Verwaltungs- als auch im didaktischen Bereich auf digitale Medien“, berichtet Michael Schift. Das zweitkleinste Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen bietet in Brilon ein breites Angebot an kaufmännischen Bildungsgängen. Es vereint fünf Bildungseinrichtungen unter einem Dach. Im Berufsschulbereich werden Kaufleute im Einzelhandel, Verkäuferinnen und Verkäufer, Kaufleute für Büromanagement sowie Industrie- und Bankkaufleute ausgebildet. In der Berufsfachschule, der Höhere Berufsfachschule (Höhere Handelsschule), der Fachoberschule und dem Wirtschaftsgymnasium können alle schulischen Abschlüsse erreicht werden. Die Wirtschaftsfachschule vergibt den Titel Bachelor Professional in Wirtschaft.

Digital verwalten

Michael Schift
Michael Schift, stellverrtetender Schulleiter, ist zuständig für die Digitalisierung des Berufskollegs Brilon.

Die Digitalisierung des Schulbetriebs am Berufskolleg Brilon beginnt auf der Verwaltungsebene bereits bei der Anmeldung für das neue Schuljahr, die online über ein zentrales Anmeldeportal erfolgt. Sich krankmelden, Hausaufgaben und den Vertretungsplan checken sowie vieles mehr erledigen die 650 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs per App. Dateiaustausch, Kommunikation mit Lehrerkräften und Mitschülern:innen, Videokonferenzen und Distanzunterricht erfolgen über die gemeinsame Plattform Teams. Informationen werden weitestgehend via Instant Messanger, Wiki oder digitaler Pinnwand ausgetauscht und machen damit das klassische schwarze Brett überflüssig. Im gesamten Schulgebäude ist der Zugriff auf zentrale Drucker zwar möglich, wird aber immer weniger genutzt. Ein Zeichen dafür, dass die papierlose Schule in Brilon immer stärker zur Realität wird.

Unterricht digital

Im Unterricht kommt im Berufskolleg Brilon eine breite Palette digitaler Medien zum Einsatz. Alle Klassenräume verfügen über Netzwerkanschlüsse, TouchTV/Beamer, Tablets/Laptops und eine Dokumentenkamera. Letztere ist eine Art digitaler Overhead-Projektor: Dokumente, Buchseiten, Schülerarbeiten oder auch naturwissenschaftliche Versuche lassen sich damit per Beamer an die Tafel projizieren. „Im Fach Wirtschaftsinformatik ist der Einsatz von Computern ohnehin eine wichtige Voraussetzung, da wir hier oft Softwareschulungen haben. Aber auch in Fächern wie BWL und Rechnungswesen können wir mit der Arbeit am Rechner praxisgerecht auf den Beruf vorbereiten, indem Tabellenkalkulation oder die Vorbereitung von Präsentationen geübt werden“, erklärt Michael Schift. Mittlerweile wird in allen Klassen und Fächern völlig selbstverständlich mit digitalen Endgeräten gearbeitet. Die Lernenden bringen ihre eigenen Geräte mit in die Schule (Bring-Your-Own-Device). Egal welches Endgerät die Schülerinnen und Schüler nutzen, es wird in das Schulnetzwerk eingebunden und mit der notwendigen Standardsoftware (zum Beispiel Microsoft365) ausgestattet. Um eine einheitliche Funktionsweise auf allen Geräten zu gewährleisten, wird allen Geräten die Möglichkeit geboten, auf eine identische Oberfläche zuzugreifen, die zentral gesteuert wird.

 

Klassenräume digital

„Die Schule von morgen verlangt bereits heute eine hochmoderne digitale Technik gepaart mit einer modernen, flexiblen Raumausstattung, die innovative Unterrichtskonzepte unterstützen und ermöglichen,“ betont Schulleiter Franz-Josef Killing. Das Raumkonzept des Berufskollegs Brilon basiert auf flächendeckendem WLAN, digitalen Präsentationsmedien, einer ausreichenden Stromversorgung, einem flexiblen Tisch- und Stuhlsystem, Steharbeitsplätzen und Chill- und Gesprächsecken, die individuelles und kooperatives Arbeiten jederzeit ermöglichen. Zur Sicherung der ständigen Funktionsbereitschaft der mitgebrachten Endgeräte verfügen die Klassenräume der Zukunft am Berufskolleg Brilon teilweise über abschließbare Schränke mit Stromversorgung.

Die Weiterentwicklung und Förderung der Medienkompetenz der Lernenden verlangt neben einem gut durchdachten Medien- und Raumkonzept ein Kollegium, dass sich ständig fort- und weiterbildet – alles in allem eine gute Investition. Das Berufskolleg Brilon ist dabei auf einem sehr guten Weg.

Die Voraussetzung dafür wurden unter anderem aus Mitteln des Förderprogramms NRW.BANK.Moderne.Schule geschaffen. Es lohnt sich für kommunale Schulträger und Schulzweckverbände in Nordrhein-Westfalen mit zinsgünstigen Darlehen aus dem Förderprogramm NRW.BANK.Moderne.Schule in den Bau und die Modernisierung von Schule und damit in die Zukunft der Schülerinnen und Schüler zu investieren.

Zur Internetseite des Berufskollegs Brilon

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