Wohnheimförderung - Wohnplätze für Auszubildende und Studierende - Neuschaffung

  • Zinsgünstige Darlehen mit fester Zinsbindung für 25 oder 30 Jahre
  • Für natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen
  • Fördert die Schaffung von Wohnplätzen für Studierende sowie Auszubildende
  • Mit attraktiven Tilgungsnachlässen von 30-50%
  • Fördergeber: NRW.BANK

Wer wird gefördert?

Das Förderangebot richtet sich an natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit und angemessene Eigenleistung verfügen.

Was wird gefördert?

Sie können das Förderdarlehen für Maßnahmen beantragen durch die Wohnplätze und/oder Gemeinschaftsräume neu geschaffen werden:

  • in neuen selbstständigen Gebäuden (Neubau),
  • durch Nutzungsänderung oder Erweiterung von Gebäuden mit wesentlichem Bauaufwand.

Welche Voraussetzungen gelten?

Der Investitionsort muss für Studierendenwohnplätze an Standorten von staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen und für Auszubildendenwohnplätze an geeigneten Standorten in Nordrhein-Westfalen sein.

Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss gesichert und wirtschaftlich tragbar sein.

Die geförderten Wohnheimplätze unterliegen einer Mietpreis- und Belegungsbindung.

Wird die Neuschaffung von Wohnplätzen durch Nutzungsänderung oder Erweiterung gefördert, müssen Bau- und Baunebenkosten von mindestens 700 € je m² Wohnfläche entstehen.

Eine vorzeitige Ausführung der Bauvorhabens schließt eine spätere Förderung aus. Die Bewilligungsbehörde kann jedoch dem vorzeitigen Vorhabenbeginn zustimmen. 

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Annuitätendarlehen
  • Höchstbetrag: abhängig von dem Mietniveau und der Wohnform
  • Zinsbindung: 25 oder 30 Jahre (= Zeitraum der Mietpreis- und Belegungsbindung)
  • Zinssatz: 0,0% für 15 Jahre, danach 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Zinsbindung
  • Verwaltungskostenbeitrag: 0,5% p.a.
  • Tilgung: 2% p.a.
  • Tilgungsnachlass: 30% auf das Grunddarlehen und 50% auf Zusatzdarlehen
    • Erhöhung des Tilgungsnachlass auf das Grunddarlehen um 5 Prozentpunkte bei 30 Jahren Mietpreis- und Belegungsbindung.

Der Tilgungsnachlass reduziert die Darlehensschuld nach Vollauszahlung.

  • Außerplanmäßige Tilgungsleistungen: nach 5 Jahren ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich 
  • Auszahlung: 100%
  • Bereitstellungsprovision: keine
  • Grundbuchliche Sicherung: In Höhe des Darlehensbetrags (abzüglich Tilgungsnachlass) und nachrangig.
  • Mietpreis- und Belegungsbindung: 25 oder 30 Jahre (=Zeitraum der Zinsbindung)

Eigenleistung: 20% der Gesamtkosten, Anstalten des öffentlichen Rechts müssen abweichend nur 10% der Gesamtkosten als Eigenleistung erbringen.
Als Eigenleistung kann anerkannt werden:

  • eigene Geldmittel
  • der Wert des nicht durch Fremdmittel finanzierten Grundstücks
  • Wert der Selbsthilfe
  • die Hälfte des Tilgungsnachlasses
  • im Grundbuch nach den Fördermitteln gesicherte Fremdmittel

Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben und sind halbjährig an die NRW.BANK zu zahlen.

Bitte beachten Sie, dass der Tilgungsnachlass i.d.R. zu versteuern ist. Sprechen Sie Ihre Steuerberaterin/Ihren Steuerberater aktiv auf diese Thematik an.

Wie hoch ist das Darlehen?

Die Förderhöhe ist abhängig von:

  • der Wohnform und
  • dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde).

Grunddarlehen je Quadratmeter förderfähiger Wohnfläche

Mietniveau

Je Individualwohnheimplatz oder
erstem Wohnplatz in einer
Wohngemeinschaft

Je Wohnplatz für weitere Personen in
einer Wohngemeinschaft

Tilgungsnachlässe

Mietniveau 1 - 3

70.900 €

64.300 €

30%

Mietniveau 4

77.200 €

70.600 €

30%

Bonn, Düsseldorf,

Köln und Münster

80.300 €

73.700 €

30%

 Für jedes weitere Bad erhöht sich das Grunddarlehen um 5.000 €.

 Eine Übersicht aller Gemeinden mit den jeweiligen Mietniveaus finden Sie unter: www.nrwbank.de/mietniveaus

Grunddarlehen je m² Gemeinschaftsfläche

Mietniveau

Grunddarlehen

Tilgungsnachlässe

M1- M3

2.620 €

30%

M4

2.830 €

30%

Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster

2.950 €

30%

 

Sie können Zusatzdarlehen, mit einem Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) in Höhe von 50%, für folgende Maßnahmen beantragen:

  • Standortaufbereitung: 75% des förderfähigen Anteils der Kosten, max. 20.000 € je gefördertem Wohnplatz
  • Bauen mit Holz: 1,10 € je Kilogramm verbautem Holz, maximal 15.000 € pro Wohnplatz
  • BEG Effizienzhaus 40 Standard: 250 € pro m² förderfähiger Wohnfläche
  • Klimaanpassung und besondere Wohnumfeldqualitäten: 75% der Herstellungskosten, max. 10.000 € je gefördertem Wohnplatz
  • Städtebaulich und gebäudebedingte Mehrkosten: bis zu 600 € je m² förderfähiger Wohnfläche (nur bei einer Nutzungsänderung von Gebäuden)
  • Wohnraum für Rollstuhlnutzende und Menschen mit Schwerbehinderung: 7.000 € pro Wohnplatz
  • Elektrisch bedienbare Türen:
  • 3.000 € je Hauseingangs-, Wohnungseingangs- und Brandschutztür
  • Planungswettbewerbe: Zusatzdarlehen in Höhe der nachgewiesenen und anerkennungsfähigen Kosten, höchstens jedoch 1.800 € pro gefördertem Wohnplatz

Wie hoch ist die Miete?

Die Höhe der Miete ist begrenzt und abhängig von dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde).

Mietobergrenze pro Wohnplatz

Mietniveau

Wohnplatz

Pro m² Gemeinschaftsfläche

M1 - M3

185 €

6,20 €

M4

190 €

6,50 €

Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster

200 €

7,00 €

Mietsteigerungen sind in Höhe von 1,5% bezogen auf die Bewilligungsmiete für jedes Jahr seit der Bezugsfertigkeit möglich.

Weitere Informationen zu den Mietobergrenzen sind in der Nummer 6.3.2 der Wohnraumförderungsbestimmungen festgelegt.

Studierende haben ihre Wohnberechtigung durch eine Studierendenbescheinigung nachzuweisen, Auszubildende durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung (Bewilligungsbehörde), in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt.

Hinweis: Die richtigen Ansprechpartner bei der Bewilligungsbehörde finden Sie unter: www.nrwbank.de/bewilligungsbehoerde

Wo erhalten Sie weitere Informationen?

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Wohnraumförderungsbestimmungen 2022 (WFB) und dem Gesetz zur Förderung und Nutzung von Wohnraum für das Land Nordrhein-Westfalen (WFNG NRW).

Die Darlehen werden aus Mitteln der NRW.BANK, des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen gewährt.

Eine Kombination mit weiteren Förderungen ist möglich.