Wohnheimförderung - Wohnplätze für Auszubildende und Studierende - Neuschaffung

  • Zinsgünstige Darlehen mit fester Zinsbindung für 20, 25 oder 30 Jahre
  • Für natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen
  • Fördert die Schaffung von Wohnplätzen für Studierende sowie Auszubildende
  • Mit attraktiven Tilgungsnachlässen von 25-50%
  • Fördergeber: NRW.BANK

Wer wird gefördert?

Das Förderangebot richtet sich an natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit und angemessene Eigenleistung verfügen.

Was wird gefördert?

Sie können das Förderdarlehen für Maßnahmen beantragen durch die Wohnplätze und/oder Gemeinschaftsräume neu geschaffen werden:

  • in neuen selbstständigen Gebäuden (Neubau),
  • durch Nutzungsänderung oder Erweiterung von Gebäuden mit wesentlichem Bauaufwand.

Welche Voraussetzungen gelten?

Der Investitionsort muss für Studierendenwohnplätze an Standorten von staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen und für Auszubildendenwohnplätze an geeigneten Standorten in Nordrhein-Westfalen sein.

Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss gesichert und wirtschaftlich tragbar sein.

Die geförderten Wohnheimplätze unterliegen einer Mietpreis- und Belegungsbindung.

Wird die Neuschaffung von Wohnplätzen durch Nutzungsänderung oder Erweiterung gefördert, müssen Bau- und Baunebenkosten von mindestens 700 € je m² Wohnfläche entstehen.

Ein vorzeitiger Beginn der Maßnahme schließt eine spätere Förderung aus. Als vorzeitiger Beginn ist der Abschluss von Lieferungs- und Leistungsverträgen anzusehen, die der Ausführung zuzurechnen sind. Die Bewilligungsbehörde kann in den vorzeitigen Beginn einwilligen.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Annuitätendarlehen
  • Höchstbetrag: abhängig von dem Mietniveau und der Wohnform
  • Zinsbindung: 20, 25 oder 30 Jahre (= Zeitraum der Mietpreis- und Belegungsbindung)
  • Zinssatz: 0,0% für 15 Jahre, danach 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Zinsbindung
  • Verwaltungskostenbeitrag: 0,5% p.a.
  • Tilgung: 2% p.a.
  • Tilgungsnachlass: 25 - 30% des Grunddarlehens und 50% der Zusatzdarlehen
    • Erhöhung des Tilgungsnachlasses des Grunddarlehens um 5 Prozentpunkte bei 30 Jahren Mietpreis- und Belegungsbindung.

Der Tilgungsnachlass reduziert die Darlehensschuld nach Vollauszahlung.

  • Vorfälligkeitsentschädigung: keine
  • Auszahlung: 100%
  • Bereitstellungsprovision: keine
  • Grundbuchliche Sicherung: In Höhe des Darlehensbetrags (abzüglich Tilgungsnachlass) und nachrangig.
  • Mietpreis- und Belegungsbindung: 20, 25 oder 30 Jahre (=Zeitraum der Zinsbindung)

Eigenleistung: 20% der Gesamtkosten, Anstalten des öffentlichen Rechts müssen abweichend nur 10% der Gesamtkosten als Eigenleistung erbringen.
Als Eigenleistung kann anerkannt werden:

  • eigene Geldmittel
  • der Wert des nicht durch Fremdmittel finanzierten Grundstücks
  • Wert der Selbsthilfe
  • die Hälfte des Tilgungsnachlasses
  • im Grundbuch nach den Fördermitteln gesicherte Fremdmittel

Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben und sind halbjährig an die NRW.BANK zu zahlen.

Bitte beachten Sie, dass der Tilgungsnachlass i.d.R. zu versteuern ist. Sprechen Sie Ihre Steuerberaterin/Ihren Steuerberater aktiv auf diese Thematik an.

Wie hoch ist das Darlehen?

Die Förderhöhe ist abhängig von:

  • der Wohnform und
  • dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde).

Grunddarlehen je Quadratmeter förderfähiger Wohnfläche

Mietniveau

Je Individualwohnheimplatz oder

erstem Wohnplatz in einer

Wohngemeinschaft

Je Wohnplatz für weitere Personen in einer Wohngemeinschaft

Tilgungsnachlässe

Mietniveau 1 - 3

59.100 €

53.600 €

25%

Mietniveau 4

64.300 €

58.800 €

30%

Bonn, Düsseldorf,

Köln und Münster

66.900 €

61.400 €

30%

 Für jedes weitere Bad erhöht sich das Grunddarlehen um 5.000 €.

 Eine Übersicht aller Gemeinden mit den jeweiligen Mietniveaus finden Sie unter: www.nrwbank.de/mietniveaus

Grunddarlehen je m² Gemeinschaftsfläche

Mietniveau

Grunddarlehen

Tilgungsnachlässe

M1- M3

2.200 €

25%

M4

2.400 €

30%

Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster

2.600 €

30%

 

Sie können Zusatzdarlehen, mit einem Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) in Höhe von 50%, für folgende Maßnahmen beantragen:

  • Außenanlagen auf dem Baugrundstück oder Maßnahmen, die zur Verbesserung des Wohnumfeldes (z.B. Sinnesgarten, Bolzplatz) oder der Klimaanpassung (z.B. Dach-/Fassadenbegrünung) dienen: 50% der Herstellungskosten, max. 500 € pro m² gestalteter Fläche
  • Alternative barrierefreie Nahmobilitätsangebote auf dem Baugrundstück: 50% der Herstellungskosten, max. 500 € pro m² gestalteter Fläche
  • Passivhäuser: 150 € pro m² förderfähiger Wohnfläche
  • Städtebaulich und denkmalbedingte Mehrkosten: bis zu 600 € je m² förderfähiger Wohnfläche (nur bei einer Nutzungsänderung von Gebäuden)
  • Standortaufbereitung: 75% des förderfähigen Anteils der Kosten, max. 20.000 € je geförderter Wohnung
  • Wohnraum für Rollstuhlnutzende und Menschen mit Schwerbehinderung: 7.000 € pro Wohnung
    • Türen zum Freibereich mit Nullschwelle: 1.000 € pro Tür
    • Rollstuhlgerechte, unterfahrbare Einbauküche: 5.000 €
  • Elektrisch bedienbare Türen:
    • 1.500 € je Tür in der Wohnung
    • 3.000 € je Hauseingangs-, Wohnungseingangs- und Brandschutztür
  • Bauen mit Holz: 0,80 € je Kilogramm verbautem Holz, maximal 15.000 € pro Wohnung

Wie hoch ist die Miete?

Die Höhe der Miete ist begrenzt und abhängig von dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde).

Mietobergrenze pro Wohnplatz

Mietniveau

Wohnplatz

Pro m² Gemeinschaftsfläche

M1 - M3

175 €

6,20 €

M4

185 €

6,50 €

Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster

195 €

7,00 €

 Mietsteigerungen sind in Höhe von 1,5% bezogen auf die Bewilligungsmiete für jedes Jahr seit der Bezugsfertigkeit möglich.

 Weitere Informationen zu den Mietobergrenzen sind in der Nummer 6.3.2 der Wohnraumförderungsbestimmungen festgelegt.

Studierende haben ihre Wohnberechtigung durch eine Studierendenbescheinigung nachzuweisen, Auszubildende durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung (Bewilligungsbehörde), in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt.

Hinweis: Die richtigen Ansprechpartner bei der Bewilligungsbehörde finden Sie unter: www.nrwbank.de/bewilligungsbehoerde

Wo erhalten Sie weitere Informationen?

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Wohnraumförderungsbestimmungen 2021 (WFB) und dem Gesetz zur Förderung und Nutzung von Wohnraum für das Land Nordrhein-Westfalen (WFNG NRW).

Die Darlehen werden aus Mitteln der NRW.BANK, des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen gewährt.

Eine Kombination mit weiteren Förderungen, wie der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), ist möglich.

 

Formulare und Merkblätter

Selbstauskunft - Mietwohnungsbau für Gesellschaften, Genossenschaften und Vereine - Stand 05/2018
Selbstauskunft natürliche Personen Stand 02/2020
Anlage Kaptialvermögen zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 02/2017
Anlage Förderobjekte zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 07/2014
Merkblatt zur Selbstauskunft natürliche Personen - Stand 03/2014
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