Wer jemals eine neue Sprache lernen wollte, weiß, dass es mit den Schulstunden allein nicht getan ist. Flankierend zu den festen Terminen gilt es, Vokabeln zu lernen, Grammatikübungen zu absolvieren und die Aussprache zu trainieren. „Ganz ähnlich verhält es sich mit einer Psychotherapie“, sagt Magnus Schückes, einer der Gründer des Start-ups Elona Health. „Man muss permanent dranbleiben. Wir wollen dabei helfen, Inhalte aus der Psychotherapie nachhaltig in den Alltag zu integrieren.“ Zu diesem Zweck hat das Düsseldorfer Unternehmen eine Smartphone-Anwendung entwickelt. Die Smartphone-App „elona therapy“ soll bei der Behandlung von Depression und Angststörungen unterstützen.
Therapeutinnen und Therapeuten legen zusammen mit ihren Patientinnen und Patienten fest, welche in der App gespeicherten Aufgaben zwischen den Sitzungsterminen bearbeitet werden sollen. Die Anwendung bietet Raum für Notizen. Ein intelligenter Algorithmus erinnert an Zielsetzungen und schlägt Übungen vor. Neben der Smartphone-App für Patienten gibt es für Therapeutinnen und Therapeuten eine Browser-Anwendung, über die zusätzliche therapeutische Inhalte parallel zum Behandlungsfortschritt freigeschaltet werden können.
Gegen Defizite in der mentalen Gesundheitsversorgung
Das Start-up besteht seit Frühjahr 2021. Zum Gründungsteam gehören die Betriebswirte Magnus Schückes und Alexander Braden, der Softwarespezialist Leon Hillebrandt und die Psychotherapeutin Johanna von Lobenstein. „Wir sind ein Freundeskreis und haben schon oft mit dem Gedanken gespielt, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen“, so Schückes. Komplettiert wird die Gruppe von Dr. Peter Neudeck, der als erfahrener Psychotherapeut auch als Supervisor und Dozent in der Ausbildung tätig ist. Das Team will Defizite in der mentalen Gesundheitsversorgung beheben; immerhin werden Schätzungen zufolge bis zu 65 Prozent der Menschen mit Depressionen und Angststörungen nach der Behandlung rückfällig.





