Düsseldorf/Münster, 30. Januar 2023

Am Niederrhein sind die Branchen Bergbau sowie Energie- und Wasserversorgung weit überdurchschnittlich bedeutsam. Gleiches gilt für die Logistik, die dabei von der guten Lage zwischen den Benelux-Ländern und den Ballungsräumen Köln, Düsseldorf und Ruhrgebiet sowie von den Transportströmen auf dem Rhein profitiert. Diese Erkenntnisse hat die NRW.BANK jetzt in ihrem „Regionalwirtschaftlichen Profil“ veröffentlicht.

„Wer einen guten Branchenmix in unmittelbarer Nachbarschaft braucht, ist gut beraten, sein Unternehmen am Niederrhein anzusiedeln“, erklärt Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK.

Der Sektor Bergbau, Energie- und Wasserversorgung vereint am Niederrhein einen Anteil von 6,1 Prozent der Bruttowertschöpfung auf sich. In keiner Wirtschaftsregion ist der Anteil höher (NRW: 4,2 Prozent). Hier merkt man klar den Einfluss des Rheinischen Braunkohlereviers, das in der Region vor allem im Rhein-Kreis Neuss von hoher Bedeutung ist. Der Klimawandel und der damit verbundene Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 stellen die Region Niederrhein daher vor große strukturelle Herausforderungen.

Der Großteil der Wertschöpfung am Niederrhein wird allerdings bei den Dienstleistern erwirtschaftet, wobei die Logistik einen Schwerpunkt bildet. Zuletzt waren 36.400 Arbeitnehmer am Niederrhein in der Branche beschäftigt. Damit fanden innerhalb von zehn Jahren zusätzlich 11.600 Menschen in dem Wirtschaftszweig eine Arbeit. Das Stellenplus von fast 50 Prozent war in keiner Region höher.

Der Standortvorteil des Niederrheins hat auch dafür gesorgt, dass sich viele exportstarke Industrieunternehmen in der Region niedergelassen haben. Zuletzt wurden fast 53 Prozent der Umsätze mit dem Ausland getätigt. In ganz Nordrhein-Westfalen beträgt die Exportquote lediglich 44 Prozent. Das Verarbeitende Gewerbe am Niederrhein ist dabei nicht so stark auf einzelne Branchen spezialisiert wie in den anderen Wirtschaftsregionen.

Mit den „Regionalwirtschaftlichen Profilen“ der NRW.BANK erhalten Investoren, Unternehmer und kommunale Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Neben der Wirtschaftsregion Niederrhein – hierzu zählen die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Kleve, Viersen und der Rhein-Kreis Neuss – analysiert die NRW.BANK regelmäßig auch die Wirtschaftsregionen Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen.

Weitere Informationen und Download

  1. Presseinformation: Regionalwirtschaftliche Profile 2022: Wirtschaft am Niederrhein ist exportstark

    Am Niederrhein sind die Branchen Logistik, Bergbau, Energie- und Wasserversorgung weit überdurchschnittlich bedeutsam. Das ist ein Ergebnis, das die NRW.BANK jetzt in ihren neuen Regionalwirtschaftlichen Profilen veröffentlicht hat.

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  2. NRW.BANK.Regionalprofil Niederrhein 2022

    Wir stellen Ihnen die NRW.BANK Wirtschaftsregion Niederrhein aus den Regionalwirtschaftlichen Profilen 2022 vor.

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Ausschnitt aus einem wirtschaftlichen Bericht, ein Finger zeigt auf eine Textstelle

Regionalwirtschaftliche Profile 2022

Alle regionalen Profile stehen unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.

 

Zu den Regionalwirtschaftlichen Profilen

Über die NRW.BANK

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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