„Wer einen guten Branchenmix in unmittelbarer Nachbarschaft braucht, ist gut beraten, sein Unternehmen am Niederrhein anzusiedeln“, erklärt Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK.
Der Sektor Bergbau, Energie- und Wasserversorgung vereint am Niederrhein einen Anteil von 6,1 Prozent der Bruttowertschöpfung auf sich. In keiner Wirtschaftsregion ist der Anteil höher (NRW: 4,2 Prozent). Hier merkt man klar den Einfluss des Rheinischen Braunkohlereviers, das in der Region vor allem im Rhein-Kreis Neuss von hoher Bedeutung ist. Der Klimawandel und der damit verbundene Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 stellen die Region Niederrhein daher vor große strukturelle Herausforderungen.
Der Großteil der Wertschöpfung am Niederrhein wird allerdings bei den Dienstleistern erwirtschaftet, wobei die Logistik einen Schwerpunkt bildet. Zuletzt waren 36.400 Arbeitnehmer am Niederrhein in der Branche beschäftigt. Damit fanden innerhalb von zehn Jahren zusätzlich 11.600 Menschen in dem Wirtschaftszweig eine Arbeit. Das Stellenplus von fast 50 Prozent war in keiner Region höher.
Der Standortvorteil des Niederrheins hat auch dafür gesorgt, dass sich viele exportstarke Industrieunternehmen in der Region niedergelassen haben. Zuletzt wurden fast 53 Prozent der Umsätze mit dem Ausland getätigt. In ganz Nordrhein-Westfalen beträgt die Exportquote lediglich 44 Prozent. Das Verarbeitende Gewerbe am Niederrhein ist dabei nicht so stark auf einzelne Branchen spezialisiert wie in den anderen Wirtschaftsregionen.
Mit den „Regionalwirtschaftlichen Profilen“ der NRW.BANK erhalten Investoren, Unternehmer und kommunale Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Neben der Wirtschaftsregion Niederrhein – hierzu zählen die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Kleve, Viersen und der Rhein-Kreis Neuss – analysiert die NRW.BANK regelmäßig auch die Wirtschaftsregionen Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen.


