„Die Unternehmen im Bergischen Städtedreieck sind bei Forschung und Entwicklung Vorreiter in ganz NRW“, erklärt Claudia Hillenherms, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Das ist eine gute Basis für Innovationen, ohne die ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum nicht möglich wäre.“
Im landesweiten Durchschnitt geben die Unternehmen knapp 1,4 Prozent der Bruttowertschöpfung für Forschung und Entwicklung aus – im Bergischen Städtedreieck sind es 4,4 Prozent. „Die Unternehmen im Bergischen Städtedreieck verdoppelten zwischen 2009 und 2019 ihre Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Das ist einer der Gründe, warum hier überdurchschnittlich viele Patente angemeldet werden“, so Hillenherms. In der Region wurden zuletzt 158 Patente je 100.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte angemeldet und damit nahezu anderthalbfach so viele wie im NRW-Durchschnitt.
Die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal sind allerdings auch von strukturellen Schwächen gekennzeichnet. Im Zuge des Niedergangs der Textilindustrie und den damit verbundenen Fortzügen, hat keine andere Region in NRW in den vergangenen Jahrzehnten so viele Einwohner verloren. Für die Zukunft scheint der Bevölkerungsrückgang jedoch gestoppt. Bis 2050 wird sogar ein Plus von knapp 8.000 Einwohnern bzw. 1,2 Prozent vorausberechnet. Der Verlauf ist damit deutlich positiver als für ganz NRW, das voraussichtlich rund 300.000 Einwohner (-1,7 Prozent) verlieren wird.
Mit den „Regionalwirtschaftlichen Profilen“ der NRW.BANK erhalten Investoren, Unternehmer und kommunale Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Neben dem Bergischen Städtedreieck – hierzu zählen die Städte Remscheid Solingen und Wuppertal – analysiert die NRW.BANK regelmäßig auch die Wirtschaftsregionen Aachen, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen.
