ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit

  • Kredite bis zu 100% der förderfähigen Kosten, max. 25 Mio. € pro Vorhaben
  • Für gewerbliche Unternehmen, Einzelunternehmer und Angehörige der freien Berufe mit Sitz in Deutschland
  • Fördert Investitionen und Betriebsmittel in den Bereichen Innovation und Digitalisierung
  • Optionale Haftungsfreistellung von 70% möglich, Fast-Track-Prüfung für kleinere Kredite
  • Fördergeber: KfW

Aktueller Hinweis

Die KfW gewährt Hochwassergeschädigten eine kurzfristige Liquiditätshilfe. Sie bietet die Stundung von Zins- und Tilgungsleistungen sowie Laufzeitverlängerungen für bankdurchgeleitete Förderkredite im inländischen Fördergeschäft an. Anträge zur Stundung sowie zur Verlängerung von Laufzeiten können Sie bis zum 31.12.2022 stellen. Bei Betriebsmittelfinanzierungen über 5 Jahre im Verwendungszweck „Innovatives Unternehmen“ darf die max. Laufzeit von 10 Jahren nicht überschritten werden.

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit folgenden Merkmalen:
    • mehrheitlich in Privatbesitz
    • KMU oder größere mittelständische Unternehmen
    • Gruppenumsatz bis zu 500 Mio. €
  • Einzelunternehmer
  • Angehörige der freien Berufe

(mit Sitz) in Deutschland und im Ausland für Tochtergesellschaften, Niederlassungen, Betriebsstätten oder Filialen in Deutschland

Was wird gefördert?

Sie können einen Kredit und einen Förderzuschuss für Finanzierungen in den Bereichen Innovation und Digitalisierung erhalten.

Gefördert wird der Investitions- und Betriebsmittelbedarf innovativer Unternehmen:

  • im Zusammenhang mit einem Innovationsvorhaben zur Neuentwicklung von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen, die neu für das Unternehmen sind
  • im Zusammenhang mit einem Digitalisierungsvorhaben

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Bei Innovationsvorhaben wird erwartet, dass Sie neue oder substantiell verbesserte Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen entwickeln.
  • Ihr Digitalisierungsvorhaben erfüllt mind. eines der in der Merkblatt-Anlage aufgeführten Kriterien aus den Bereichen Produktion/Verfahren, Produkte oder Strategie/Organisation.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart:
    • Kredit
    • ergänzender Förderzuschuss ab einer Laufzeit von 5 Jahren
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100% der förderfähigen Kosten
  • Höchstbetrag:
    • 25 Mio. € pro Innovations- und Digitalisierungsvorhaben
    • bei Finanzierungen mit Haftungsfreistellung 7,5 Mio. € je Vorhaben und 15 Mio. € pro Gruppe verbundener Kunden
    • 7,5 Mio. € pro Vorhaben innovativer Unternehmen
  • Mindestbetrag: 25.000 €
  • Förderdauer: Für Betriebsmittelkredite max. 24 Monate ab Vorhabensbeginn
  • Laufzeiten:
    • 2 bis 5 Jahre bei 1 Tilgungsfreijahr
    • 2 bis 7 oder 10 Jahre bei bis zu 2 Tilgungsfreijahren
    • bei Finanzierungen mit Haftungsfreistellung für Betriebsmittel innovativer Unternehmen bis zu 5 Jahre bei 1 Tilgungsfreijahr
  • Zinssatz: fest für die gesamte Laufzeit
  • Tilgung:
    • in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • 12 Monate nach Zusage
    • 0,15% monatlich, ab dem 7. Monat nach Zusage
  • Sicherheiten: banküblich

Weitere Vorteile

Die KfW bietet den durchleitenden Finanzierungspartnern (Banken und Sparkassen) optional eine Haftungsfreistellung von 70% an.

Außerdem bietet die KfW eine beschleunigte Risikoprüfung („Fast Track“) für kleinere Kredite mit Risikoübernahme an.

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können den Kredit grundsätzlich mit anderen Fördermitteln kombinieren. Die bestehenden Beihilfevorschriften und -höchstbeträge sind einzuhalten.

Die Kombination einer Finanzierung mit Haftungsfreistellung mit anderen haftungsfreigestellten Förderprogrammen der KfW ist ausgeschlossen.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Antragsteller, in deren Gesellschafterkreis mehrere Unternehmen vertreten sind, deren jeweiliger Umsatz die Höchstgrenze übersteigt und die zusammen direkt oder indirekt zu mehr als 50% am Antragsteller beteiligt sind
  • Unternehmens-/Beteiligungserwerb in Form von Share Deals
  • Treuhandkonstruktionen
  • entgeltliche und sonstige Vermögensübertragungen (z.B. käuflicher Erwerb)
  • Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Umschuldungen und Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben
  • Anschlussfinanzierungen und Prolongationen

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie können den Antrag auf den vorgesehenen Formularen bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl (Hausbank) stellen. Ihre Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW weiter.

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 01.07.2021
  • KfW-Information vom 17.08.2021

Formulare und Merkblätter

Merkblätter sowie weitere Formulare und Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

Kontakt

Produktsuche
0211 91741-4800