ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit

  • Kredite bis zu 100% der förderfähigen Kosten, max. 25 Mio. € pro Vorhaben
  • Für gewerbliche Unternehmen, Einzelunternehmer und Angehörige der freien Berufe mit Sitz in Deutschland
  • Fördert Investitionen und Betriebsmittel in den Bereichen Innovation und Digitalisierung
  • Fördergeber: KfW

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit folgenden Merkmalen:
    • mehrheitlich in Privatbesitz
    • KMU oder größere mittelständische Unternehmen
    • Gruppenumsatz bis zu 500 Mio. €
  • Einzelunternehmer
  • Angehörige der freien Berufe

(mit Sitz) in Deutschland und im Ausland für Tochtergesellschaften, Niederlassungen, Betriebsstätten oder Filialen in Deutschland

Was wird gefördert?

Sie können einen Kredit und einen Förderzuschuss für Finanzierungen in den Bereichen Innovation und Digitalisierung erhalten.

Gefördert wird der Investitions- und Betriebsmittelbedarf innovativer Unternehmen:

  • im Zusammenhang mit einem Innovationsvorhaben zur Neuentwicklung von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen, die neu für das Unternehmen sind
  • im Zusammenhang mit einem Digitalisierungsvorhaben

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Bei Innovationsvorhaben wird erwartet, dass Sie neue oder substantiell verbesserte Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen entwickeln.
  • Ihr Digitalisierungsvorhaben erfüllt mind. eines der in der Merkblatt-Anlage aufgeführten Kriterien aus den Bereichen Produktion/Verfahren, Produkte oder Strategie/Organisation.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart:
    • Kredit
    • ergänzender Förderzuschuss ab einer Laufzeit von 5 Jahren
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100% der förderfähigen Kosten
  • Höchstbetrag:
    • 25 Mio. € pro Innovations- und Digitalisierungsvorhaben
    • 7,5 Mio. € pro Vorhaben innovativer Unternehmen
  • Mindestbetrag: 25.000 €
  • Förderdauer: Für Betriebsmittelkredite max. 24 Monate ab Vorhabensbeginn
  • Laufzeiten:
    • 2 bis 5 Jahre bei 1 Tilgungsfreijahr
    • 2 bis 7 oder 10 Jahre bei bis zu 2 Tilgungsfreijahren
  • Zinssatz: fest für die gesamte Laufzeit
  • Tilgung:
    • in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • 12 Monate nach Zusage
    • 0,15% monatlich, ab dem 7. Monat nach Zusage
  • Sicherheiten: banküblich

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Antragsteller, in deren Gesellschafterkreis mehrere Unternehmen vertreten sind, deren jeweiliger Umsatz die Höchstgrenze übersteigt und die zusammen direkt oder indirekt zu mehr als 50% am Antragsteller beteiligt sind
  • Unternehmens-/Beteiligungserwerb in Form von Share Deals
  • Treuhandkonstruktionen
  • entgeltliche und sonstige Vermögensübertragungen (z.B. käuflicher Erwerb)
  • Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Umschuldung und Nachfinanzierung bereits begonnener bzw. abgeschlossener Vorhaben

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können den Kredit grundsätzlich mit anderen Fördermitteln kombinieren. Die bestehenden Beihilfevorschriften und -höchstbeträge sind einzuhalten.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie können den Antrag auf den vorgesehenen Formularen bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl (Hausbank) stellen. Ihre Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW weiter.

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 01.04.2022
  • KfW-Information vom 11.11.2022

Laut Information der KfW sollen auch gewerbliche Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht, wie in den gewerblichen Produkten üblich, gefördert werden können.

Formulare und Merkblätter

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