Bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum entsteht bis 2019 im Parkquartier Königsborn in Unna.
Das alte Gebäude an der Potsdamer Straße in Unna. Es wurde mittlerweile komplett abgetragen, um Platz zu schaffen für das neue „Parkquartiers Königsborn“. (Bild: NRW.BANK / Benning, Gluth & Partner)

Wohnen

Parkquartier Königsborn – mit sozialer Wohnraumförderung Quartiere lebenswert machen

Wo bisher viele Menschen auf engem Raum in einem abgewohnten, achtgeschossigen Hochhaus im typischen Stil der 1970er-Jahre lebten, entsteht in Unna bis 2019 das „Parkquartier Königsborn“. Das sanierungsbedürftige und von Leerstand geprägte Hochhaus in der Potsdamer Straße 2-10 wird abgerissen und an gleicher Stelle durch drei moderne Gebäude ersetzt, in denen Familien, Alleinstehende, Senioren sowie Menschen mit Behinderungen barrierefrei leben können. Gefördert wird das neue Projekt von der Wohnraumförderung der NRW.BANK.

Grafik des künftigen „Parkquartiers Königsborn“ (Bild: Schöneich & Heck GbR)

Seit April 2017 wurde das alte Gebäude abgetragen. Es reihte sich in eine Wohnsiedlung ein, in der hochgeschossige Wohnhäuser einen großen Anteil an der Gesamtbebauung haben. Trotz funktionierender Infrastruktur mit Nahversorgung und sozialen Einrichtungen besteht hier gegenüber anderen Stadtteilen ein erhöhter Handlungsbedarf. Das geht aus den Bevölkerungs- und Sozialdaten hervor. So ist zum Beispiel der Anteil an Arbeitslosen und Personen in Bedarfsgemeinschaften hier höher als in anderen Vierteln Unnas. Die Weiterentwicklung des Quartiers rund um die Potsdamer Straße ist für Unna eine wichtige städtebauliche Aufgabe und beeinflusst auch die gesamtstädtische Entwicklung.

Bezahlbarer und generationengerechter Wohnraum

Jetzt werden an gleicher Stelle drei neue Gebäude errichtet, die bezahlbaren und generationsgerechten Wohnraum für mehr als 150 Menschen bieten sollen. Mit dem Einsatz von Wohnraumfördermitteln im „Parkquartier Königsborn“ entsteht dort preisgebundener und moderner Wohnraum in verschiedenen Wohnformen und bildet dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewohner ab. Insgesamt entstehen 132 Wohnungen in unterschiedlichen Größen und Grundrissen, die alle mit einem Aufzug erreichbar sind. Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Loggia. Eine stationäre Pflegeeinrichtung mit 24 Plätzen und eine Tagespflege werden ebenfalls errichtet. Weitere Wohnmöglichkeiten bestehen in Form von Wohngruppen und Wohngemeinschaften, die sich an verschiedene Zielgruppen richten. Hier können Menschen auch im Alter lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben – autark in ihren eigenen Wohnungen oder durch betreutes Wohnen, das sich durch ein integriertes Angebot an Dienstleistungen auszeichnet.

Gemeinschaftsflächen für eine gelungene Quartiersentwicklung

Neben der architektonischen Qualität der Wohngebäude ist auch die Gestaltung der Freiflächen ein wichtiger Aspekt gelungener Quartiersentwicklung. Sie tragen zum Wohlfühlen bei und können ein wichtiger Kristallisationspunkt für nachbarschaftlichen Austausch und Zusammenhalt sein. Daher nimmt das Neubauprojekt auch das bisher wenig gestaltete Wohnumfeld in den Blick. Grüne Höfe sollen zwischen den drei Gebäuden und den Nachbarhäusern entstehen. Darüber hinaus wird es ein Café mit Außengastronomie geben sowie einen Quartiersplatz – ein generationenübergreifender Treffpunkt für Bewohner und Nachbarn.

Gute Wohnqualität mit sozialer Wohnraumförderung

„Neuer Wohnraum muss vermehrt im günstigen und preisgebundenen Segment entstehen, damit auch Menschen mit niedrigem Einkommen eine Wohnung finden. Mit dem Neubau entsteht moderner Wohnraum für alle Generationen, der bezahlbar ist und auch bleibt. Das „Parkquartier Königsborn“ zeigt, dass geförderter und preisgebundener  Wohnraum attraktiv, modern und flexibel ist“, erklärt Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. Finanziert wird das „Parkquartier Königsborn“ mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung. Das Investitionsvolumen beträgt rund 21,2 Millionen Euro. Das Bauministerium stellt hierfür über die NRW.BANK Wohnraumfördermittel in Höhe von 14,7 Millionen Euro mit Tilgungsnachlässen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro bereit.

 

Die Wohnraumförderung ist ein wichtiges Instrument der Quartiersentwicklung. Zudem ist sozialer Wohnungsbau aufgrund der guten Förderbedingungen lukrativ. Investoren, die bezahlbare Wohnungen errichten, erhalten hohe Tilgungsnachlässe, die teilweise als Eigenkapital angerechnet werden können. Um die Wohnungsbauoffensive des Landes zu unterstützen und Investoren attraktive Finanzierungen zu bieten, hat die NRW.BANK verschiedene Förderdarlehen im Angebot, die ganz nach den Bedürfnissen der Bauherren flexibel und individuell ausgestaltet werden können. Um die Einsatzmöglichkeiten noch zu erweitern, können bei Projekten im sozialen Wohnungsbau mehrere Förderschwerpunkte vereint werden. Damit wird die Schaffung von sozialem Wohnraum attraktiv, modern, flexibel und rentabel.

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