Gemeinsam entwickeln sie das Parkquartier Königsborn: (v.l.n.r.) Werner Kolter, Bürgermeister der Stadt Unna, Melanie Kloth von der NRW.BANK, Bauministerin Ina Scharrenbach und Investor Dieter Schöneich (Bild: NRW.BANK / Udo Geisler )

Wohnen

Parkquartier Königsborn – mit Wohnraumförderung Quartiere lebenswert machen

Wo bisher viele Menschen auf engem Raum in einem abgewohnten, achtgeschossigen Hochhaus im typischen Stil der 1970er-Jahre lebten, entsteht in Unna das „Parkquartier Königsborn“. Das sanierungsbedürftige und von Leerstand geprägte Hochhaus in der Potsdamer Straße 2-10 wurde abgerissen. An gleicher Stelle werden in drei modernen Gebäuden Familien, Alleinstehende, Senioren sowie Menschen mit Behinderungen barrierefrei leben können. Gefördert wird das Projekt von der Wohnraumförderung der NRW.BANK.

Die Sanierung wäre teurer als der Neubau gewesen: Das heruntergekommene Wohn-Ensemble aus den 1970er-Jahren war nicht mehr zu retten.Ensemble  (Bild: NRW.BANK / Udo Geisler) Das heruntergekommene Wohn-Ensemble aus den 1970er-Jahren war nicht mehr zu retten. (Bild: Benning, Gluth & Partner)

Im April 2017 startete der Abriss des alten Gebäudes. Es reihte sich in eine Wohnsiedlung ein, in der hochgeschossige Wohnhäuser einen großen Anteil an der Gesamtbebauung haben. Trotz funktionierender Infrastruktur mit Nahversorgung und sozialen Einrichtungen besteht hier gegenüber anderen Stadtteilen ein erhöhter Handlungsbedarf. Das geht aus den Bevölkerungs- und Sozialdaten hervor. So ist zum Beispiel der Anteil an Arbeitslosen und Personen in Bedarfsgemeinschaften hier höher als in anderen Vierteln Unnas. Die Weiterentwicklung des Quartiers rund um die Potsdamer Straße ist für Unna eine wichtige städtebauliche Aufgabe und beeinflusst auch die gesamtstädtische Entwicklung.

Nachdem das alte Gebäude abgerissen wurde, entsteht nun das Parkquartier Königsborn (Bild: NRW.BANK / Udo Geisler) Nachdem das alte Gebäude abgerissen wurde, entsteht nun das Parkquartier Königsborn
Das Parkquartier Königsborn im Bau (Bild: NRW.BANK / Udo Geisler) Das Parkquartier Königsborn im Bau

Bezahlbarer und generationengerechter Wohnraum

„Für das Projekt ziehen alle an einem Strang", erklärt Melanie Kloth von der Wohnungsmarktbeobachtung der NRW.BANK beim Nachbarschaftsfest zum Abschluss des ersten Bauabschnitts. Das Land, die Stadt, der Investor und die NRW.BANK sorgen gemeinsam dafür, dass im Stadtteil bezahlbarer und generationsgerechter Wohnraum für mehr als 150 Menschen gebaut wird. Mit dem Einsatz von Wohnraumfördermitteln im Parkquartier Königsborn entsteht preisgebundener und moderner Wohnraum in verschiedenen Wohnformen.

Breite Mischung

Die drei Gebäude bieten attraktiven Wohnraum für die unterschiedlichen Bedürfnisse der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner, von der jungen Familie bis zum alleinstehenden Senior. Insgesamt entstehen 132 Wohnungen in unterschiedlichen Größen und Grundrissen. Die Wohnungen in den oberen Etagen sind alle mit einem Aufzug erreichbar. Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Loggia. Geplant ist eine stationäre Pflegeeinrichtung mit 24 Plätzen und eine Tagespflege. Wohngruppen und Wohngemeinschaften richten sich beispielsweise an Menschen, die auch im Alter lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben wollen – autark in ihren eigenen Wohnungen oder durch betreutes Wohnen, das sich durch ein integriertes Angebot an Dienstleistungen auszeichnet. „Von so einer breiten und generationsübergreifenden Mischung des Angebots habe ich immer geträumt", erklärt Investor Dieter Schöneich, der zuvor vorwiegend Seniorenwohnanlagen entwickelt hat.

Nachbarschaftsfest zur Fertigstellung des ersten Bauabschnitts: Im Innenhof ist genug Platz für Menschen, die sich zusammenfinden möchten (Bild: NRW.BANK / Udo Geisler) Nachbarschaftsfest zur Fertigstellung des ersten Bauabschnitts: Im Innenhof ist genug Platz für Menschen, die sich zusammenfinden möchten

Gemeinschaftsflächen für eine gelungene Quartiersentwicklung

Neben der architektonischen Qualität der Wohngebäude ist auch die Gestaltung der Freiflächen ein wichtiger Aspekt gelungener Quartiersentwicklung. Sie tragen zum Wohlfühlen bei und können ein wichtiger Kristallisationspunkt für nachbarschaftlichen Austausch und Zusammenhalt sein. Daher nimmt das Neubauprojekt auch das bisher wenig gestaltete Wohnumfeld in den Blick. Grüne Höfe sollen zwischen den drei Gebäuden und den Nachbarhäusern entstehen. Darüber hinaus wird es ein Café mit Außengastronomie geben sowie einen Quartiersplatz – ein generationenübergreifender Treffpunkt für Bewohner und Nachbarn.

Preisgebundener und moderner Wohnraum für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen (Bild: NRW.BANK / Udo Geisler) Preisgebundener und moderner Wohnraum für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen (Bilder: NRW.BANK / Udo Geisler)

Gute Wohnqualität mit Wohnraumförderung

„Neuer Wohnraum muss vermehrt im günstigen und preisgebundenen Segment entstehen, damit auch Menschen mit niedrigem Einkommen eine Wohnung finden. Mit dem Neubau entsteht moderner Wohnraum für alle Generationen, der bezahlbar ist und auch bleibt. Das „Parkquartier Königsborn“ zeigt, dass geförderter und preisgebundener  Wohnraum attraktiv, modern und flexibel ist“, erklärt Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. Finanziert wird das „Parkquartier Königsborn“ mit Mitteln der Wohnraumförderung. Das Investitionsvolumen beträgt rund 21,2 Millionen Euro. Das Bauministerium stellt hierfür über die NRW.BANK Wohnraumfördermittel in Höhe von 14,7 Millionen Euro mit Tilgungsnachlässen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro bereit.

Modern, flexibel und rentabel

Die Wohnraumförderung ist ein wichtiges Instrument der Quartiersentwicklung. Zudem ist öffentlich geförderter Wohnungsbau aufgrund der guten Förderbedingungen lukrativ. Investoren, die bezahlbare Wohnungen errichten, erhalten hohe Tilgungsnachlässe, die teilweise als Eigenkapital angerechnet werden können. Um die Wohnungsbauoffensive des Landes zu unterstützen und Investoren attraktive Finanzierungen zu bieten, hat die NRW.BANK verschiedene Förderdarlehen im Angebot, die ganz nach den Bedürfnissen der Bauherren flexibel und individuell ausgestaltet werden können. Um die Einsatzmöglichkeiten noch zu erweitern, können bei Projekten im geförderten Wohnungsbau mehrere Förderschwerpunkte vereint werden. Damit wird die Schaffung von öffentlich geförderten Wohnraum attraktiv, modern, flexibel und rentabel.

Das Parkquartier Königsborn wurde unter anderem gefördert mit

Fördermöglichkeiten für Ihr Vorhaben finden

Ich suche Fördermöglichkeiten für
im Förderthema

Eine vollständige Übersicht der Auswahlkriterien bietet Ihnen die  Produktsuche

 

Die Siedlung am Buchheimer Weg in Köln wurde unterstützt durch die Wohnraumförderung der NRW.BANK (Foto: NRW.BANK / Christian Lord Otto)

Wohnraumförderung – Planungssicherheit und attraktive Konditionen

Modern, flexibel und rentabel: Die öffentliche Wohnraumförderung der NRW.BANK sorgt dafür, dass die Schaffung von Wohnraum für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen attraktiv bleibt. Das mehrjährige Programm bietet Planungssicherheit und verbesserte Konditionen. Wie Investoren, Mieter und Käufer von selbst genutzten Wohneigentum davon profitieren, erklärt Regine Bukowski-Knuppertz, Leiterin der Wohnraumförderung der NRW.BANK.

Weiterlesen

Wohnraumförderung: Platanenhof Münster

Mit dem Platanenhof schuf das Münsteraner Wohnungsunternehmen Wohn + Stadtbau ein ebenso modernes wie vielfältiges Quartier (Bild: Roman Mensing)

Der gute Geist des Quartiers

Aufgelockerte, moderne Wohnbebauung, dazwischen frisches Grün und ein gut besuchter Spielplatz der Kindertagesstätte, die in einer ehemaligen Kirche untergebracht ist: Der Platanenhof in Münster zeigt, dass es nicht nur darum geht, ein Dach über dem Kopf zu bieten, sondern auch darum, Wohnungsbau in sozialen Kontexten zu denken. Unterstützung erhielt der Investor von der Wohnraumförderung der NRW.BANK.

Weiterlesen

Wohnen

Markus Nieder, Projektleiter bei der SWB (Bild: NRW.BANK / Lokomotiv)

Erfolgreiches Rückbauprojekt in Mülheim

Weniger ist manchmal mehr: Die SWB-Service-Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH hat in Mülheim an der Ruhr ein von Leerstand geprägtes achtstöckiges Wohnhochhaus kurzerhand „geköpft“ und damit das ganze Quartier aufgewertet. Finanzielle Unterstützung für das Modernisierungsprojekt bekam die SWB von der Wohnraumförderung der NRW.BANK.

Weiterlesen

Wohnen

Melanie Kloth von der Wohnungsmarkbeobachtung der NRW.BANK. (Bild: NRW.BANK)

Wie Kommunen von der Wohnungsmarktbeobachtung profitieren

Die Wohnungsmarktbeobachtung der NRW.BANK hilft Kommunen im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen, die Weichen für eine am Bedarf orientierte Wohnungsmarktentwicklung zu stellen. Dafür bereitet sie Daten aus vielen Quellen auf, erstellt Berichte und bietet Akteuren eine Plattform zum Austausch. Zudem informiert und berät sie vor Ort. Leiterin Melanie Kloth erklärt im Gespräch, wie Kommunen das Angebot nutzen können.

Weiterlesen

Ihre Anfrage

* Pflichtfelder Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers/der Empfänger werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und anschließend gelöscht.

Feedback

Ihre Bewertung der Seite

Haben Sie ein Anliegen und möchten lieber persönlich in Kontakt mit der NRW.BANK treten? Dann nutzen Sie bitte unsere Kontaktmöglichkeiten.