NRW.BANK.Studierendenwettbewerb: Wettbewerbsergebnisse für die Region Düsseldorf

Wettbewerbsergebnisse für die Region Düsseldorf

Studierende der TU Dortmund, der FH Aachen, der Universität Kassel sowie der TU Wien sind die Gewinner des Studierendenwettbewerbs „Wachstum in Kooperation – Neue Wohnraumangebote in der Region“ für die Region Düsseldorf. Sie überzeugten am Freitag die Jury mit ihren Konzepten für zukunftsweisende Quartiersentwicklungen und erhalten nun neben dem Preisgeld die Chance, dass ihre Entwürfe für die beiden Flächen in Meerbusch und Wuppertal in die Diskussion vor Ort einfließen.

Unter dem Vorsitz von Prof. Johannes Ringel hat sich das Preisgericht in der Wettbewerbsregion Düsseldorf für zwei erste und zwei zweite Plätze sowie einen dritten Platz entschieden.

 

1. Platz Wuppertal: Bahnhofsquartier am Lokschuppen – Die Autooptionale Stadt

Thomas Eltner (TU Dortmund)

Die Verfasser legen ein integriertes Konzept für das Plangebiet vor, welches die Umgebung auf vorbildliche Weise miteinbezieht. Ausgehend vom Mobilitätsknoten am Bahnhof wird ein schlüssiges und zeitgemäßes Mobilitätskonzept und schließlich auch ein nachvollziehbarer Quartiersentwurf entwickelt. Die öffentlichen Plätze sind folgerichtig vom Bahnhof ausgehend entwickelt. Darüber hinaus schlagen die Verfasser unterschiedliche Wohnformen und Typologien vor, die schlüssig hergeleitet sind und differenzierte urbane Qualitäten aufweisen. Insgesamt lobt das Preisgericht die Arbeit als einen komplexen Quartiersentwurf mit Einbindung in das Umfeld, der auf viele der in der Auslobung formulierten Fragen Lösungsvorschläge anbietet.

1. Platz Meerbusch: Rural U

Anqi Liu, Jiuyan Fan (Universität Kassel)

Die Arbeit zeichnet sich durch seine behutsame Verzahnung des vorhandenen Landschaftsraums und der neuen Siedlungs- und Freiraumstruktur aus. Durch geschickte Einschübe von Freiraumachsen werden hochwertige Wohnlagen und öffentliche Räume geschaffen, die überzeugen können. Die zurückhaltende Fortschreibung vorhandener Siedlungsstrukturen wird vom Preisgericht ebenso begrüßt, wie die Lage der öffentlichen Räume mit dem Auftakt am vorhandenen Bahnhaltepunkt. In der Folge ergeben sich klar gegliederte öffentliche, gemeinschaftliche und private Räume mit hochwertigen Wohnlagen, die in der Lage sind, den Druck auf den Wohnungsmarkt in Düsseldorf zu mindern. Das Verkehrskonzept erscheint mit einem Stellplatzschlüssel von 1,5 bei der guten ÖPNV-Anbindung hingegen nicht zeitgemäß.

2. Platz Wuppertal: Frei Raum Vielfalt

Franziska Brörken (FH Aachen)

Die Arbeit überzeugt durch ihre klare Strukturierung des Plangebiets in fünf Baufelder, die in einer aufgelockerten Blockrandbebauuung hochwertige Wohnräume anbieten und eine stufenweise Entwicklung sicherstellen. Die Nordbahntrasse wird konsequent an der Südkurve des Gebietes vorbeigeführt. Im Inneren entsteht eine gelungene Abfolge von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Räumen. Die topografische Lage greifen die Verfasser mit gemeinsam nutzbaren gemeinschaftlichen Dachgärten auf, die durch Stege verbunden sind. Die Ausbildung eines Quartiersplatzes in Richtung des Bahnhofs wird ebenfalls begrüßt, wenngleich die Anbindung nur schematisch ausgearbeitet scheint und die Dichte des Entwurfs insgesamt in der Lage mit nur 283 Wohneinheiten zu gering erscheint.

2. Platz Meerbusch: Am Anger

Tam Hung-Sun, Chen Chung-Yao (TU Wien)

Basierend auf einer Anbindung an Knotenpunkte in der Umgebung entwickeln die Verfasser eine klare Struktur entlang zwei neuer Verkehrsachsen. Das Preisgericht begrüßt die Herleitung des Entwurfs aus dem Knotenpunkt der U-Bahnhaltestelle Bovert und würdigt die klare Entwurfshaltung der Verfasser. Das Entwurfsprinzip entwickelt einen fließenden Übergang zwischen Siedlung und Landschaft, die entlang der beiden Achsen auch verdichtete Mischnutzungen enthält und sich zu den Rändern immer weiter bis zum freistehenden Einfamilienhaus an einer angerähnlichen Situation auflockert. Am Kreuzungspunkt beider Straßen sieht der Entwurf konsequent zentrale Nutzungen vor. Insgesamt würdigt das Preisgericht die Arbeit für ihren klaren konzeptionellen und strategischen Ansatz für die zukünftige Entwicklung, der sich auch in den Entwicklungsstufen widerspiegelt. Kritisch bewertet das Preisgericht die vorgeschlagene Architektur entlang der Hauptachse und die Anbindung an den Ortsteil Strümp.

3. Platz Wuppertal: Quartier Vohwinkel

Maximilian Maciejewski (TU Dortmund)

Die Verfasser entwickeln ein aus der Umgebung abgeleitetes dichtes und urbanes Quartier, dass ältere Bebauungsformen in Wuppertal ansprechend zitiert. Durch die entstehende Torwirkung der Eingangssituationen und die Ausbildung der öffentlichen Räume entsteht eine eigene Quartiersidentität für den Standort. Der Entwurf bietet eine hohe Dichte der Bebauung, dabei aber reizvolle, gut proportionierte, ruhige Innenhofflächen und einen angemessen dimensionierten zentralen Quartiersplatz mit Angeboten des täglichen Bedarfs. Nachteilig bewertet wird hier aus Emissionsgründen die Öffnung des Platzes zur ICE-Trasse. Insgesamt würdigt das Preisgericht den Entwurf als urbanen Quartiersentwurf und Beitrag zur Diskussion über zukünftige Entwicklungen am Standort. Kritisch bewertet das Preisgericht die Ausrichtung und Belichtung so mancher Wohneinheiten, sowie die Lärmexposition entlang der Bahntrasse.

Ihre Anfrage

* Pflichtfelder Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers/der Empfänger werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und anschließend gelöscht.

Feedback

Ihre Bewertung der Seite

Haben Sie ein Anliegen und möchten lieber persönlich in Kontakt mit der NRW.BANK treten? Dann nutzen Sie bitte unsere Kontaktmöglichkeiten.