Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft BGW senkt Heizkosten durch Sanierung
Tobias Kühn vor einer BGW-Immobilie (Bild: NRW.BANK)

Wohnen

Wohnen: Sanierung senkte Energiekosten um zwei Drittel

Die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (BGW) misst energetischen Sanierungsmaßnahmen eine besondere Bedeutung bei. Gewinner sind sowohl die Natur als auch die Mieter. Bei letzteren sinken die Heizkosten beträchtlich.

Mit rund 11.500 Wohnungen ist die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (BGW) das größte Unternehmen der Immobilienwirtschaft in Bielefeld. Zwei Drittel ihres Bestandes stammen aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Die umfassende Modernisierung dieser Häuser ist seit langem ein Aufgabenschwerpunkt des mehrheitlich kommunalen Unternehmens. „Seit 2000 investiert die BGW jährlich mehr als 20 Millionen Euro in Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, wobei der energetischen Sanierung eine besonders große Bedeutung zukommt“, so Tobias Kühn vom Technischen Projektmanagement der BGW. Inzwischen hat die BGW mit etwa 3.500 Wohnungen ein Drittel ihres Bestandes modernisiert.

Energetische Sanierung ist der BGW besonders wichtig. (Bild: NRW.BANK) Energetische Sanierung ist der BGW besonders wichtig. (Bild: NRW.BANK)

Investition von 6,5 Millionen Euro

In den Jahren 2007 bis 2010 erfolgte die Modernisierung der ersten Großsiedlung, die die BGW Anfang der 1950er-Jahre errichtet hatte: In dem Quartier „Am Brodhagen“ im Westen Bielefelds wurden in drei Bauabschnitten dreigeschossige Häuser mit insgesamt 346 Wohnungen modernisiert. Auch hier stand die Energieeffizienz, die auf eine nachhaltige Energieeinsparung, eine Reduzierung der Nebenkosten und eine deutliche Minderung des CO2-Ausstoßes zielt, im Vordergrund. Zu diesem Zweck wurden Fassaden, Kellerdecken und Dachböden gedämmt, Fenster beziehungsweise Fensterscheiben ausgetauscht und die Heizung auf umweltschonende Fernwärme umgestellt. Durch die Maßnahmen, in die die BGW rund 6,5 Millionen Euro investiert hat, konnte die Energieeinsparverordnung EnEV 2007 für Neubaustandard um 30 Prozent unterschritten werden. Nach der Modernisierung liegen die Einsparungen beim Heizenergieverbrauch zwischen 52 und 71 Prozent, wodurch sich die Nebenkosten um durchschnittlich 70 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche reduzieren.

Künftig regenerative Energieträger im Einsatz

Bei der energetischen Sanierung ihres Bestandes setzt die BGW auch auf den Einsatz regenerativer Energien. In ihrem Quartier „Am Brodhagen“ hat sie daher auf dem Dach des Gebäudes an der Gerhart-Hauptmann-Straße 28/30 eine Photovoltaikanlage mit 21,1 Kilowatt-Peak (kWp, die gebräuchliche Bezeichnung für die elektrische Leistung von Solarzellen) installiert. Rund 90.000 Euro nahm die BGW dafür in die Hand.

„Bei Modernisierungen ebenso wie beim Neubau wird die BGW auch künftig regenerative Energieträger wie Holzpellets, Solarenergie und Photovoltaik einsetzen“, verspricht Tobias Kühn. Damit leistet sie einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutzziel der Stadt Bielefeld, bis zum Jahr 2020 den CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu senken. In ihrem Gesamtbestand hat die BGW bereits eine Einsparung von etwa 21 Prozent der CO2-Emissionen erreicht.

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