Die Siedlung am Buchheimer Weg in Köln wurde unterstützt durch die Wohnraumförderung der NRW.BANK (Foto: NRW.BANK / Christian Lord Otto)

 

Wohnraumförderung – Planungssicherheit und attraktive Konditionen

Modern, flexibel und rentabel: Die öffentliche Wohnraumförderung der NRW.BANK sorgt dafür, dass die Schaffung von Wohnraum für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen attraktiv bleibt. Das mehrjährige Programm bietet Planungssicherheit und verbesserte Konditionen. Wie Investoren, Mieter und Käufer von selbst genutzten Wohneigentum davon profitieren, erklärt Regine Bukowski-Knuppertz, Leiterin der Wohnraumförderung der NRW.BANK.

Frau Bukowski-Knuppertz, die Wohnungsmarktbeobachtung der NRW.BANK hat in Nordrhein-Westfalen einen aktuellen Bedarf von jährlich 80.000 zusätzlichen Wohnungen ermittelt. Allerorts sind mittlerweile Kräne zu sehen. Reicht der jetzige Bauboom aus?

Regine Bukowski-Knuppertz: In der Tat sorgt der hohe Bedarf in Kombination mit den allgemein günstigen Investitionsbedingungen dafür, dass insgesamt mehr gebaut wird. 2017 entstanden in NRW 48.300 neue Wohnungen. Die im Jahr 2018 erteilten Baugenehmigungen für rund 55.000 Wohnungen lassen einen weiteren Anstieg erwarten. Das ist erfreulich, aber langt noch nicht. Es fehlt vor allem günstiger und preisgebundener Wohnraum. Denn viele Menschen können sich – trotz höherer Bautätigkeit – die in nahezu allen Regionen steigenden Mieten nicht leisten. Deshalb haben wir allein im Jahr 2018 rund 923 Millionen Euro zur Schaffung von qualitativ hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum zugesagt. Das mehrjährige Wohnraumförderungsprogramm bietet den Investoren Planungssicherheit, indem bis 2022 jährlich 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Um auf Marktentwicklungen zu reagieren, werden jedes Jahr kleine Verbesserungen vorgenommen, sodass die Attraktivität des Programms hoch bleibt.

Regine Bukowski-Knuppertz leitet... Regine Bukowski-Knuppertz leitet...
...die Wohnraumförderung der NRW.BANK (Fotos: NRW.BANK / Christian Lord Otto) ...die Wohnraumförderung der NRW.BANK (Fotos: NRW.BANK / Christian Lord Otto)

Um welche Verbesserungen handelt es sich?

Bukowski-Knuppertz: Die Richtlinienänderungen für 2019 betreffen mehrere Bereiche. So wurden im Programm „Mietwohnraumförderung – Neubau“ optional fünf tilgungsfreie Anlaufjahre möglich, was den Investor insbesondere während der Bauphase entlastet. Zudem gibt es jetzt höhere Förderpauschalen. Sie stiegen je nach Mietniveau und Einkommensgruppe um 30 bis 100 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Parallel sind die Mietpreisobergrenzen angepasst worden. Pro Quadratmeter dürfen teilweise bis zu 40 Cent mehr Miete vereinbart werden. In Teilen wurden auch die Tilgungsnachlässe erhöht. Ähnliche Verbesserungen gibt es auch bei der Studierendenwohnheimförderung

Hat sich auch etwas am Kreis der Wohnberechtigten geändert?

Bukowski-Knuppertz: Die Wohnberechtigten kommen nach wie vor aus der Mitte der Gesellschaft. Das Spektrum reicht vom Krankenpfleger bis hin zur Polizistin. Dank höherer Einkommensgrenzen kommt die Förderung jetzt aber noch mehr Menschen zugute. So stieg beispielsweise das maximal mögliche Brutto-Jahreseinkommen für eine vierköpfige Familie gegenüber dem Vorjahr um 2.576 Euro auf 54.682 Euro.

Was ist mit denjenigen, die nicht Miete zahlen wollen?

Bukowski-Knuppertz: Die Wohnraumförderung unterstützt auch die Menschen, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen, sei es durch den Kauf oder den Neubau einer Wohnung oder eines Hauses. Natürlich müssen die Antragsteller bestimmte Einkommensgrenzen einhalten. Alle Informationen rund um die Förderung und ein Chancenprüfer sind auf unserer Informationsseite Eigentumsförderung zusammengestellt. Auch hier gibt es kleine Verbesserungen, die für noch mehr Attraktivität sorgen. So ist seit 2019 bei dem Programm für den Neubau oder Kauf von Wohneigentum ein Ergänzungsdarlehen erhältlich, falls weitere Finanzierungsmittel benötigt werden, die nicht von der Hausbank zur Verfügung gestellt werden. Als förderfähig gilt zudem die Standortaufbereitung. Der Abriss des Altgebäudes ist somit auch bei selbst genutzten Wohneigentum mit der Förderung möglich. Zudem haben sich die Auszahlungsraten verbessert, sowohl beim Neubau als auch bei der Modernisierung. Den Bauherren steht am Anfang mehr Geld zur Verfügung, also dann, wenn sie es brauchen. Das sorgt für mehr finanziellen Spielraum.

 

Stand: 6. Juni 2019

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