Inklusives Wohnprojekt der Lebenshilfe in Kleve
In Kleve entstand neuer Wohnraum für viele Menschen (Foto: Thomas Binn)

Inklusion

Ein Zuhause für alle

Einkaufen, ins Kino gehen, Freunde und Familie treffen – was für die meisten alltäglich ist, ist für Menschen mit geistigen und mobilen Einschränkungen nicht selbstverständlich. Sie benötigen Unterstützung und alters- oder behindertengerechte Strukturen, um am Leben in der Stadt teilzuhaben. Eine Aufgabe der Stadtentwicklung ist es, alte und beeinträchtigte Menschen zu integrieren und neue Wohnformen zu entwickeln. In Kleve am Niederrhein hat die „Lebenshilfe gGmbH – Leben und Wohnen“ mit dem Wohnpark Materborn ein Mehrgenerationenhaus gebaut, das die gesellschaftliche Teilhabe aller Bewohner ermöglicht. Die NRW.BANK trug mit Mitteln aus der Wohnraumförderung zum Erfolg des Projekts bei.

Menschliches Miteinander bei der Lebenshilfe Kleve Hermann Emmers (Mitte), Geschäftsführer der Lebenshilfe in Kleve, bringt Bewegung in die inklusive Wohnanlage für alle Generationen (Foto: NRW.BANK / Christian Lord Otto)

Gesellschaftliche Teilhabe ist beim Neubau des Wohnparks Materborn in Kleve berücksichtigt worden: „Wir wollen nicht nur Bauherr und Betreiber, sondern Gestalter des Quartiers sein“, erklärt Hermann Emmers, Geschäftsführer der Lebenshilfe in Kleve. Schließlich stehen auch Nachbarn und den örtlichen Vereinen die Gemeinschaftsräume offen. Die 2016 eröffnete Anlage liegt zentral gleich gegenüber der St. Anna-Kirche, deren Gemeinde das Grundstück günstig und unter der Auflage vergab, hier eine dem Gemeinwohl verpflichtete, inklusive Wohnanlage für alle Generationen zu schaffen.

Barrierefreie Wohnungen

Auf dem rund 5.800 Quadratmeter großen Grundstück entstand ein hufeisenförmiges Gebäude, das einen großzügigen Eingangshof, den „Marktplatz“, umgibt. 23 der 33 barrierefreien Wohnungen wurden aus Mitteln des Programms „Förderung von Mietwohnraum – Mietwohnungen Neubau“ finanziert. Voraussetzung dafür sind eine durchgehende Barrierefreiheit und eine angemessene energetische Ausstattung. Zudem dürfen die Wohnungen nur solchen Mietern zur Verfügung gestellt werden, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten.

Für menschliches Miteinander

Der Komplex beherbergt neben den 33 barrierefreien Wohnungen und Appartements auch die Verwaltung der Lebenshilfe. Sie schuf zusätzlich noch 15 Tagespflegeplätze sowie 24 barrierefreie Wohnheimplätze für Menschen mit geistigen Behinderungen, die einen hohen Unterstützungsbedarf haben. Dafür kamen ebenfalls Mittel der Wohnraumförderung der NRW.BANK zum Einsatz, aus dem Programm „Wohnheimförderung – Wohnraum für Menschen mit Behinderungen“.

Gelebte Inklusion

Von den Bewohnern wird erwartet, dass sie für die Begegnung mit geistig behinderten Menschen offen sind. Unter den Mietern sind Familien und Alleinerziehende, Studierende und Senioren. Ihnen, wie auch externen pflegebedürftigen Menschen, steht die angegliederte Tagespflegeeinrichtung offen. „Wir haben zum Beispiel ein älteres Ehepaar. Der pflegebedürftige Mann wird tagsüber stundenweise betreut, die Frau kann derweil Besorgungen machen. So können beide auch im Alter noch zusammen leben und an sozialen Aktivitäten teilnehmen“, erklärt Hermann Emmers.

Wohnpark wird Zentrum

Für den Stadtteil Materborn soll der Wohnpark ein kleines Zentrum werden. Dafür lädt die Lebenshilfe immer wieder mal zu Veranstaltungen und Festen ein. So soll Inklusion gelebt werden und alle Menschen im Quartier bereichern.

 

Stand: 19. Januar 2018

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