Beim Schlaun-Wettbewerb wurden visionäre städtebauliche Planungslösungen ausgezeichnet
Preisverleihung Schlaun-Wettbewerb 2017 (Foto: Wilhelm Walterscheid)

 

Ausgezeichnete Konzepte für Aachen Nord

Die Sieger des Schlaun-Wettbewerbs 2016/2017 stehen fest. Für visionäre städtebauliche Planungslösungen des Stadtteils Aachen Nord konnten sich gleich zwei junge Planungsteams über den ersten Platz freuen. Die Studenten der TUB Berlin und der RWTH Aachen erhielten jeweils 3.000 Euro. Insgesamt wurden im Bereich Städtebau sechs Preise und drei Anerkennungen verliehen. Hauptförderer des Wettbewerbs ist die NRW.BANK.

Aufruf zum 7. Schlaun-Wettbewerb

Der 7. Schlaun-Wettbewerb 2017/2018 steht in den Startlöchern. Gesucht werden städtebauliche Konzepte für Mönchengladbach, die dem Plangebiet eine zeitgemäße Bedeutung als innerstädtischen Wohn- und Lebensraum geben.

Terminplan:

  • Aufgabenausgabe: 28. August 2017
  • Rückfragenkolloquium: 3. November 2017
  • Anmeldeschluss: 5. Februar 2018
  • Abgabe Wettbewerbsbeiträge: 2. März 2018
  • Preisverleihung: 3. Juni 2018

Beim Schlaun-Wettbewerb können Masterstudenten und junge Absolventen aus den Fachgebieten Städtebau, Landschaftsplanung, Architektur und Bauingenieurwesen anhand jährlich wechselnder Plangebiete ihr Können unter Beweis stellen. Bei der sechsten Auflage Mal drehte sich der Wettbewerb um das Entwicklungspotenzial des heterogenen Stadtteils Aachen Nord. Das Plangebiet umfasst circa 220 Hektar und grenzt unmittelbar an die Aachener Innenstadt, das Ostviertel sowie den Stadtbezirk Aachen-Haaren.

Die Preisträger des 6. Schlaun-Wettbewerbs

Bei der feierlichen Preisverleihung im Erbdrostenhof in Münster, einem vom Namensgeber des Wettbewerbs, Johann Conrad Schlaun (1695-1773) gestalteten Juwel barocker Baukunst, gab die hochkarätig besetzte Jury die Sieger bekannt.

Der 1. Preis ging an Marcel Tröger, Mathias Mauerlechner und Karolina Hasenstab von der TUB Berlin. Über ihr Konzept „kanten.sprung“ urteilte die Jury: „Der besondere Beitrag dieser Arbeit liegt im großräumig entwickelten Grünflächensystem, das den Anschluss an das Ludwigforum und den Stadtpark ermöglicht. Durch eine starke mittlere Grünachse erhalten die beiden angrenzenden Siedlungsbereiche eine verbindende grüne Mitte. In diesem Freiraumkonzept liegt die Qualität der Arbeit. Besonders gelobt werden die verbindenden Querungen und der sensible Umgang mit dem Bestand.“

Ebenfalls mit dem 1. Preis wurden Sarah Wolter und Thomas Klinkhammer von der RWTH Aachen bedacht. Laut Jury ist „ENERGIEFELD AACHEN NORD“ eine echte Alternative zu „kanten.sprung“: „Die Arbeit ist der einzige Beitrag, der das Quartier von innen mit einer abwechslungsreichen Raumbildung entwickelt. Der Bestand wird in eine von guten Qualitäten geprägten Raumfolge integriert. Die Auseinandersetzung mit den Rändern bleibt schematisch.“ Gewürdigt wurde auch die überzeugende städtebauliche Eingangssituation.

Marc Rieser, Jill Karbowiak und Andreas Dreisbahn von der TH Köln erhielten für ihren Entwurf „Neuer Norden“ den 2. Preis und 2.000 Euro. Die Jurybegründung: „Die Arbeit entwickelt am ehemaligen Nordbahnhof einen Eingangsbereich mit attraktiven Nutzungshinweisen. Das Quartier wird durch eine innere Achse und eine funktionierende äußere Erschließung klar strukturiert. Die Entwicklungsaussage konzentriert sich auf das Kerngebiet zwischen Jülicher Straße und Grüner Weg.“

Der 3. Preis wurde dreimal vergeben. Jeweils 1.000 Euro erhielten ein Team der TH Köln für „VERNETZT SEIN. ZENTRAL LEBEN“, der Uni Kassel für „green.urban.network“ und der Leibnitz Uni Hannover für „Station Nord 2030“.

Mit jeweils 500 Euro verbundene Anerkennungen gingen an die Hochschule Coburg, TH Köln und FH Aachen.

Nach ihm ist der Wettbewerb benannt: Johann Conrad Schlaun (Bild: LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur (Westfälisches Landesmuseum), Münster) Nach ihm ist der Wettbewerb benannt: Johann Conrad Schlaun (Bild: LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur (Westfälisches Landesmuseum), Münster)

Förderung für Studenten und Städtebau

Kooperationspartner des Wettbewerbs sind unter anderem das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW sowie das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW. Des Weiteren ermöglichen zahlreiche Förderpartner, dass der sechste Schlaun-Wettbewerb Preisgelder in Höhe von insgesamt 24.500 Euro vergeben konnte. Der Hauptförderer ist die NRW.BANK.


Dietrich Suhlrie, Vorstand der Förderbank für Nordrhein-Westfalen, erläutert: „Die Förderung kreativer, talentierter junger Menschen ist wesentlicher Bestandteil unserer Philosophie. Mit dem Schlaun-Wettbewerb unterstützen wir zudem ein Projekt, das uns auch im Rahmen der Wohnraum- und Städtebauförderung sehr am Herzen liegt. Denn vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sieht die NRW.BANK in der Quartiers- und Stadtentwicklung heute und in Zukunft wichtige Handlungs- und Förderschwerpunkte.“ 


 

Stand: 28. Mai 2017

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