Ein charakteristischer Knick prägt die Häuser in der Siedlung am Buchheimer Weg  (Bild: NRW.BANK / Christian Lord Otto)

Wohnen

Die Zukunft des Quartiers – zu besichtigen am Buchheimer Weg in Köln

Gute Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten und ein abwechslungsreiches Umfeld mit positiver Lebensqualität. Das sind wichtige Punkte, damit sich Menschen in ihrem Viertel wohlfühlen. Dazu tragen auch kommunale Wohnungsunternehmen bei. So wie GAG Immobilien bei einem preisgekrönten Projekt in Köln-Ostheim.

Immer mehr Menschen leben in Nordrhein-Westfalen. 2015 wuchs die Bevölkerung gegenüber dem Vorjahr um rund 227.000 Personen auf 17,9 Millionen Menschen. Das setzt die Kommunen unter Druck: Einige Städte wachsen, andere schrumpfen. Darüber hinaus steigt im Zuge der demografischen Entwicklung die Nachfrage nach kleinen und barrierefreien Wohnungen.

Im rechtsrheinischen Köln-Ostheim kann man sehen, welche Strategie zu nachhaltigem Erfolg führt. Bis vor einigen Jahren war das Quartier am Buchheimer Weg geprägt von Wohnblöcken, die man in der Nachkriegszeit mit einfachsten Mitteln auf engem Raum errichtet hatte. Darin kleine, dunkle Wohnungen mit einfach verglasten Fenstern, Kohleöfen und Etagenbad.

Die Spielplätze liegen in Rufweite. (Foto: NRW.BANK / Christian Lord Otto) Die Spielplätze liegen in Rufweite. (Fotos: NRW.BANK / Christian Lord Otto)
Viele Wohnungen verfügen über einen Balkon. (Foto: NRW.BANK / Lokomotiv) Die Balkons an der Stirnseite sind nach Süden hin ausgerichtet.

Ausgezeichnete Architektur

Für  das Projekt am Buchheimer Weg erhielt die GAG neben dem Kölner Immobilienpreis den deutschen Bauherrenpreis 2012 in den Kategorien „Neubau“ und „Freiraumgestaltung im Wohnungsbau“. In der Begründung der Jury heißt es dazu: „Bauherrin und Planer haben sich einer intensiven Auseinandersetzung mit den Mietern gestellt und gezeigt, dass im Zusammenspiel der verschiedenen Partner außergewöhnliche Lösungen entstehen können und ein ganzheitlicher Ansatz auf höchstem Niveau realisiert werden konnte.“

Neubau statt Sanierung

Eine Sanierung hätte die grundlegenden Mängel der Siedlung kaum beheben können. Also beschloss die in Köln ansässige GAG Immobilien AG, die nicht mehr zeitgemäße Siedlung abzureißen und nach modernen Standards neu zu errichten. Mehr Licht, mehr Platz, mehr Wohnqualität war das Ziel – und das bei einer größeren Zahl von Wohnungen. Einer der Kniffe der Planer war – neben einem auf etwa 20 Meter vergrößerten Abstand zwischen den Häusern – der „Knick“: Dank abgewinkelter Grundrisse und versetzter Anordnung sind die Wohnungen deutlich heller geworden.

Zusätzlich positiv wirkt die ungewöhnliche Farbgebung: Durch die Siedlung zieht sich ein Verlauf aus fünf Grüntönen, der nach Nordosten hin immer heller wird. Zum freundlichen Gesamtbild trägt auch die Gestaltung der neu gewonnenen Freiflächen zwischen den Häusern bei. Sie laden mit viel Grün und mehreren Kinderspielplätzen zu Begegnung und Verweilen im Freien ein.

Bezahlbar und lebenswert

„Beispiele wie die GAG-Siedlung am Buchheimer Weg zeigen, dass öffentlich geförderter Wohnungsbau heute modern, flexibel und rentabel ist“, erklärt Tim Hegmanns von der Wohnraumförderung der NRW.BANK. So ließen sich barrierefreie und bezahlbare Wohnungen errichten. Für Investoren ist die Förderung mit Tilgungsnachlässen und langen Zinsbindungen sehr attraktiv. Tim Hegmanns: „Wir helfen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, davon profitiert die ganze Stadt.“

Insgesamt errichtete die GAG mit Unterstützung der NRW.BANK am Buchheimer Weg 15 dreigeschossige Wohnhäuser mit 435 Wohnungen, deutlich mehr als in der alten Siedlung. Die Mieten unterliegen einer Preisbindung, damit das Wohnen im Quartier für alle Bewohner bezahlbar bleibt. Das Angebot reicht von der Einzimmerwohnung bis hin zu 90 Quadratmeter großen Wohnungen für Familien. Die Häuser wurden zu einem guten Teil barrierefrei gestaltet, mit ebenerdigem Eingang, ohne Schwellen und teils mit Fahrstühlen. Beispielhaft sind auch Infrastruktur und Wohnraumnutzung. So treffen sich die Menschen im Mietercafé, im Büro für den Mieterrat und in der Kita. Ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung und eine Wohngruppe für Demenzkranke gehören ebenfalls zum Konzept.

Stand: 23. November 2018

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Wohnraumförderung

Eine gute Nachbarschaft, wo Kinder aufwachsen und Nachbarn sich verstehen – dafür möchten Stefan Zellnig und Ulrich Bromsbach (3. und 4. von rechts), Vorstände der GWG Neuss, sorgen (Bild: NRW.BANK)

Starke Zusammenarbeit für gutes Wohnen

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