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Green Bond

Die Emscher fließt zurück zur Natur

Mit Hilfe der NRW.BANK ist bei dem größten Infrastrukturprojekt in Nordrhein-Westfalen alles im Fluss. Zu Beginn der 1990er Jahre schrieb sich der Wasserwirtschaftsverband Emschergenossenschaft auf die Fahne, die Emscher – bis dato der Abwasserkanal schlechthin des Ruhrgebiets – in ein möglichst naturnahes Gewässerökosystem zurückzuverwandeln. Große Teile dieses Projekts sind schon abgeschlossen. Allein 2016 kamen dafür rund 115 Millionen Euro aus dem NRW.BANK Green Bond zum Einsatz.

Von der Quelle in Holzwickede bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken schreitet der Umbau des Emschersystems voran. Unter anderem ist die obere Emscher bereits auf einer Länge von 23 Kilometern bis Dortmund renaturiert – auch das mit Mitteln des Green Bonds. Das Besondere am Green Bond ist, dass die daraus aufgenommenen finanziellen Mittel ausschließlich in die Refinanzierung zuvor definierter ökologischer Förderprojekte in Nordrhein-Westfalen fließen.

Folgt man dem Lauf der Emscher flußabwärts gehört der Bau der drei großen Pumpwerke zu den Teilen des Gesamtprojekts, in denen ebenfalls große Fortschritte erzielt wurden. Nach Gelsenkirchen und Bottrop wurde 2016 mit dem Bau des letzten Pumpwerks in Oberhausen begonnen. Bei Errichtung und Planung der Pumpwerke wurde großer Wert darauf gelegt, dass sie möglichst wenig Energie verbrauchen und das Stadtbild architektonisch aufwerten. Auch wurden die Bürger in die Prozesse einbezogen. Die Pumpwerke sorgen dafür, dass der Abwasserstrom des ebenfalls noch im Bau befindlichen großen Abwasserkanals Emscher Richtung Rheinmündung geführt wird.

Emschergenossenschaft

Als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband wurde die Emschergenossenschaft 1899 gegründet. Sie war Vorreiter für zahlreiche weitere Wasserverbände, die in der Folge ins Leben gerufen wurden. Darunter auch der 1926 gegründete Lippeverband, mit dem die Emschergenossenschaft von Anfang an eng zusammenarbeitete. Beide sind unter dem Dach einer einheitlichen Organisationsstruktur zusammengefasst.
Getragen und finanziert wird die Emschergenossenschaft als selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts durch ihre Mitglieder – Städte, Wirtschaft und Bergbau.

Erfolgsvoraussetzung für Biodiversität

Der Bau dieses großen Abwasserkanals ist nach wie vor eines der zentralen Projekte im Rahmen des Emscherumbaus. Bis heute sind 43 Kilometer des Bauwerks fertig gestellt, ohne das eine erfolgreiche Renaturierung nicht durchführbar ist – schließlich soll der Fluss ja von den Abwässern entlastet werden.

Komplett neu gestaltet wird auch der Mündungsbereich in Dinslaken und Voerde. Bisher fließt der Fluss schnurgerade über ein großes Absturzbauwerk in den Rhein, das eine bis zu sechs Meter hohe ökologische Barriere darstellt. Um diese zu beseitigen, ist geplant, die Emscher nach Norden zu verlegen und einen naturnah geschwungenen Flusslauf herzustellen. So wird schließlich ein Austausch zwischen beiden Flusssystemen und das Entstehen einer stabilen Artengemeinschaft ermöglicht. Dadurch können auch die Deiche zurückverlegt werden. Die neu entstehende 20 Hektar umfassende Auenfläche wird nicht nur ein Hochwasserrückhaltevolumen von 1 Millionen Kubikmeter aufweisen, sondern auch das angrenzenende internationale Vogelschutzgebiet erweitern.

Alle diese Maßnahmen – inklusive der naturnahen Umgestaltung der Emscherzuflüsse – haben am Ende ein Ziel: Rund um die Emscher die Natur mit besten Bedingungen für Artenvielfalt wieder in den urbanen Raum zurückzuholen und gleichzeitig den Menschen im größten Ballungsraum Europas einen grünen Erlebnis- und Freizeitraum zu eröffnen.

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Professor Wolgnag Firk, ehemaliger Vorstand des Wasserverband Eifel-Rur (Bild: NRW.BANK/Lord Otto)

Gewässerschutz: In Aachen ist die erste großtechnische Ozonungsanlage entstanden

Kläranlagen müssen viel leisten: Rückstände von Arzneimitteln, Unkrautvernichter, Kosmetika oder Reinigungsmittel – immer mehr chemische Stoffe müssen aus dem Abwasser beseitigt werden. Die bisher eingesetzte Klärtechnik kommt dabei an ihre Grenzen. Eine bessere Wasserqualität kann mit Ozonungsanlagen erreicht werden. Der Wasserverband Eifel-Rur hat deshalb eine solche Anlage in seinem Klärwerk Aachen-Soers gebaut und dafür Unterstützung von der NRW.BANK bekommen.

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