In einem der windreichsten Gebiete Nordrhein-Westfalens entstand mithilfe der Finanzierung durch die NRW.BANK der größte Wald-Windenergiepark des Landes.
Unterstützt durch das Förderprogramm NRW.BANK.Energieinfrastruktur: der Windenergiepark Dahlem (Foto: Hans Gerritsen)

Umwelt & Energie

Größter Windenergiepark in NRW

Ein Jahr lang wurde im Dahlem-Baasemer Wald auf 700 Metern Höhe der Wind gemessen. Dann waren sich die Energieexperten der DunoAir Windpark Planung GmbH sicher, dass es sich um eines der windreichsten Gebiete in Nordrhein-Westfalen handelt – der größte Wald-Windenergiepark des Landes sollte entstehen. Partner bei der Finanzierung wurde die NRW.BANK mit dem Förderprogramm NRW.BANK.Energieinfrastruktur. Im Herbst 2016 ging schließlich der Park in Betrieb, der einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in der Region leistet.

Auf dem Gebiet in der Nähe von Euskirchen in der Eifel errichtete DunoAir zehn Windenergieanlagen: 149 und 138 Meter hoch, mit einer Leistung von 3,0 beziehungsweise 2,35 Megawatt, versorgen sie seit Beginn 2017 rechnerisch bis zu 30.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom. „Wir meinen, dass sich eine zukunftsfähige Gemeinde zur Energiewende bekennen und daran mitwirken sollte“, betont Dahlems Bürgermeister Jan Lembach. Zugute komme die Anlage der Gemeinde selbst. „Die Pachteinnahmen gehen direkt an ansässige Vereine und Initiativen.“

Mithilfe des Förderprogramms NRW.BANK.Energieinfrastruktur investierte die DunoAir GmbH rund 50 Millionen Euro in den Park und in das eigens errichtete Umspannwerk. Die Zusammenarbeit mit der NRW.BANK sei hervorragend gewesen, so Robbert Bakker, Betriebsleiter bei DunoAir. Einen großen Vorteil sieht er in den niedrigen Zinssätzen. „Die NRW.BANK hat uns beste Konditionen ermöglicht.“ Die Förderung sei schnell und unkompliziert erfolgt, die komplette Prüfung des ökologisch bedeutsamen Projekts durch die NRW.BANK sei in nur anderthalb Monaten abgeschlossen gewesen.

Zehn Windenergieanlagen, 149 und 138 Meter hoch, mit einer Leistung von 3,0 beziehungsweise 2,35 Megawatt errichtete die DunoAir im Dahlem-Baasemer Wald (Foto: Hans Gerritsen) Zehn Windenergieanlagen, 149 und 138 Meter hoch, mit einer Leistung von 3,0 beziehungsweise 2,35 Megawatt errichtete die DunoAir im Dahlem-Baasemer Wald (Foto: Hans Gerritsen)

Wald als besondere Herausforderung

Die ersten Planungen für den Windpark, der für DunoAir das bisher größte Projekt ist und für den 653 Kubikmeter Beton sowie 86 Tonnen Stahl verbaut wurden, erfolgten schon vor fünf Jahren. Es gab Ortstermine mit Vertretern der Genehmigungsbehörde, Förstern und Gutachtern. „Windräder mitten in ein Waldgebiet zu bauen bringt immer besondere Herausforderungen mit sich“, erklärt Robbert Bakker. So musste zunächst dafür gesorgt werden, den Waldbestand und die dort lebenden Tiere nicht zu gefährden. Sogar eine mehrjährige Wildkatzenstudie, die für das Projekt nicht zwingend erforderlich war, gab DunoAir in Auftrag. Auch die Einhaltung der Richtlinien für Schall, Schatten und optische Bedrängung wurde umfassend geprüft.

Nach Abschluss der entsprechenden, aufwendigen Detailplanungen wartete schon die nächste Hürde auf die Ingenieure: „Was während des Betriebs des Parks mehr als erwünscht ist, wird mitunter zum Problem während der Bauphase – der Wind“, sagt Robbert Bakker. Immer wieder musste die Montage der Anlage unterbrochen werden. Stürme gefährdeten Maschinenhaus, Generator, Nabe und Flügel.

Nur durch den unermüdlichen Einsatz und die gute Teamarbeit der 50 Arbeiter auf der Baustelle konnte der Zeitplan letztlich doch gehalten werden. Im Dezember 2016 eröffnete der größte Waldwindpark Nordrhein-Westfalens. Rund 15 Prozent der Haushalte im Kreis Euskirchen werden nun mit erneuerbarer Energie versorgt.

 

Stand: 9. Juni 2017

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