Die NRW.BANK half bei der Finanzierung der 33.000 Quadratmeter großen Erweiterung des Solarparks Herzogenrath.
56.000 Module umfasst die Solaranlage in Herzogenrath (Foto: EWV)

NRW.BANK.Energieinfrastruktur

Sonnenernte in Herzogenrath

Je mehr die Sonne lacht, desto mehr Strom wird im Tagebau Hochfeld erzeugt. Die 56.000 Module der Solaranlage umfassen mittlerweile eine Fläche von elf Fußballfeldern. Zuletzt wurden in einem eigenen Bauabschnitt 14.283 Module ergänzt, sodass über 4.500 Haushalte in Herzogenrath versorgt werden können – 1.300 mehr als vor dem Ausbau. Bei der Finanzierung der 3,7 Millionen Euro teuren und 33.000 Quadratmeter großen Erweiterung half die NRW.BANK.

Die Erweiterung ist ein Projekt der Solarpark-Betreiberfirma Green Solar Herzogenrath GmbH mit den Anteilseignern n.s.w. energy, Tochtergesellschaft der Nivelsteiner Sandwerke und Sandsteinbrüche GmbH, und Energie- und Wasser-Versorgung GmbH (EWV). Die Stadt Herzogenrath beteiligt sich mit zehn Prozent. „Für ein so großes Vorhaben braucht man starke Partner“, erklärt Dr. Matthias Betsch, EWV-Projektleiter. „Unsere Hausbank hat uns die NRW.BANK mit ihrem Förderprogramm NRW.BANK.Energieinfrastruktur empfohlen.“ Das zinsgünstige Darlehen ist maßgeschneidert für Energieprojekte mit einem besonders langfristigen Finanzierungsbedarf bei einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren. Für Vorhaben wie Netzausbau, Biogasanlage oder Solarpark stehen von 250.000 bis 150 Millionen Euro bereit.

Betsch hebt auch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Nivelsteiner Sandwerke und Sandsteinbrüche GmbH hervor. Die Erfahrung aus dem Bau des ersten Parks habe bei der Umsetzung geholfen. So konnte zum Beispiel das Problem mit der Hanglage schnell gelöst werden. Über 100.000 Tonnen feinster Quarzsand wurden zum Weiterverkauf zu den Sandwerken gebracht. Erst dann kamen Planierraupen, Bagger und Muldenkipper zum Einsatz, um den Hang so zu modellieren, dass die Photovoltaikmodule im richtigen Winkel zur Sonne installiert werden konnten. Zusatznutzen: Auf wenig Platz kann auf diese Weise viel Sonne „geerntet“ werden. Dagegen müssen auf geraden Flächen die Module auf Abstand gehalten werden, damit sie sich nicht gegenseitig das Licht nehmen.

So groß wie elf Fußballfelder: der Solarpark in Herzogenrath (Foto: EWV) So groß wie elf Fußballfelder: der Solarpark in Herzogenrath (Foto: EWV)

Vier Megawatt Photovoltaikmodule

Im weiteren Verlauf des Baus wurden Strommesszähler und Sicherheitskomponenten zum Anschluss an das Stromnetz installiert. Mit den Komponenten kann im Notfall oder bei Wartungsarbeiten der Stromfluss unterbrochen werden. Das ist wichtig, da sich Photovoltaikanlagen nicht völlig stromlos schalten lassen. Die erforderlichen Kabel waren schon zum Bau des ersten Solarparks im Jahr 2012 verlegt worden, die Erweiterung gehörte zum vorhandenen Flächennutzungsplan.

Der neue Solarpark hat eine Spitzenleistung von rund vier Megawatt. Auch während der Wintermonate wird Strom erzeugt, egal, ob die Module kurzfristig vereist sind oder sich die Sonne gar nicht zeigt. Die Ausbeute beträgt dann noch 20 bis 30 Prozent. Übrigens: Der elf Fußballfelder große Solarpark kann ganzjährig besichtigt werden. Der Blick von der eigens gebauten Besucherplattform auf die zusammen mehr als 56.000 Solarmodule ist unvergleichlich.

Stand: 12. Juni 2017

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