Gemeinsam auf dem Weg zu mehr interkommunaler Zusammenarbeit: Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche, Winterbergs Bürgermeister Werner Eickler, die NRW.BANK-Projektbetreuerin Miriam Bieganski und Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge. (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv)

Beratung zur interkommunalen Zusammenarbeit

Über eigene Grenzen gehen

Wie in Zeiten klammer Kassen das Leistungsangebot für die Bürger erhalten oder sogar verbessern? Lösungsvorschlag: Einfach über die eigene Grenze gehen und die Nachbarkommunen im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit (IKZ) mit ins Boot holen. Winterberg, Medebach und Hallenberg, Städte im südöstlichen Hochsauerlandkreis, haben mit IKZ so gute Erfahrungen gemacht, dass sie nun zu Wiederholungstätern werden. Kostenfreie Unterstützung erhalten sie dabei vom Team „Projekte Öffentliche Hand“ der NRW.BANK.

Winterbergs Bürgermeister Werner Eickler schätzt die NRW.BANK als kompetente Partnerin der Kommunen (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv) Winterbergs Bürgermeister Werner Eickler schätzt die NRW.BANK als kompetente Partnerin der Kommunen (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv)

Interkommunale Zusammenarbeit hat viele Vorteile. Zum Beispiel können Kommunen Leistungen effizienter erbringen, weil sie Synergieeffekte nutzen. So wie Medebach und Winterberg, die in der Vergangenheit eine gemeinsame Stadtplanerstelle einrichteten und dafür beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2013 prämiert wurden. Auch können Kommunen durch IKZ ihre Handlungsspielräume erweitern und Ressourcen optimieren, weshalb Winterberg und Hallenberg bereits auf touristischer Ebene kooperierten. „Bereits bei der ersten Kontaktaufnahme zeigte sich das Team der NRW.BANK sehr interessiert an unseren gemeinschaftlichen Ideen. Wir hatten eine kompetente Partnerin gefunden, die bereit war und ist die Interessen unserer Städte einzeln und gemeinsam objektiv zu bewerten und zu platzieren“, berichtet der Bürgermeister von Winterberg, Werner Eickler.

Moderieren, beraten, unterstützen

„In einem ersten Workshop mit den Bürgermeistern der drei Städte haben wir die Ist-Situation analysiert und die Ziele der Zusammenarbeit definiert“, berichtet NRW.BANK-Kundenbetreuer Ralph Ishorst. Im Anschluss erarbeiteten die Kommunen die möglichen Themenfelder für eine IKZ. Dazu gehören E-Government, ein gemeinsames Jobcenter oder die Rekommunalisierung der Strom- und Gasversorgung. Gegliedert wurden diese Themen nach der zeitlichen Umsetzbarkeit – kurz-, mittel- oder langfristig.

Thomas Grosche, Bürgermeister von Medebach, findet es sehr gut, dass das Serviceangebot der NRW.BANK keine Kosten für die Kommunen bedeutet (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv) Thomas Grosche, Bürgermeister von Medebach, findet es sehr gut, dass das Serviceangebot der NRW.BANK keine Kosten für die Kommunen bedeutet (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv)

Wichtiger Wissenstransfer

Für einen Wissenstransfer befragte die NRW.BANK andere Kommunen, die auf den geplanten Gebieten bereits zusammenarbeiten. Daraus ergaben sich wertvolle Hinweise, wie etwa ein gemeinsames E-Government für alle Beteiligten ein Erfolg wird. Anhand bisheriger Ressourcenbedarfe in den drei Städten ermittelte das Referat „Projekte Öffentliche Hand“ zudem mögliche Sparpotenziale. „Der Wunsch nach interkommunaler Zusammenarbeit hat immer auch finanzielle Gründe. Im Vordergrund steht aber, dass Kommunen den Zusammenhalt steigern wollen und ihr Leistungsangebot und dessen Qualität trotz erforderlicher Einsparungen verbessern oder zumindest erhalten möchten“, erläutert Miriam Bieganski, Projektbetreuerin aus dem Beraterteam der NRW.BANK.
Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche erklärt: „Die Zusammenarbeit mit der NRW.BANK war für den Erfolg des Projektes sehr hilfreich. Wir haben sofort gespürt, dass wir es mit Fachleuten zu tun haben, die die tägliche Praxis in den Kommunen gut kennen. Der fachliche Input aus anderen Projekten und die gute Moderation des Gesamtprozesses waren einer der Schlüssel zum Erfolg. Dass das Serviceangebot keine Kosten für unsere drei Kommunen verursacht hat, war das ‚Tüpfelchen auf dem i‘.“

Michael Kronauge, Bürgermeister von Hallenberg, findet, dass interkommunale Zusammenarbeit für kleinere Städte sehr wichtig ist (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv) Für Michael Kronauge, Bürgermeister von Hallenberg, ist interkommunale Zusammenarbeit gerade für kleinere Städte sehr wichtig (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv)

Wertvoller Input

Die NRW.BANK half auch, einen Fahrplan aufzustellen für die Projekte, die als erstes angegangen werden können. Als neutrale Dritte stellte sie diesen anschließend in den Räten der drei Städte vor. Nun, nach anderthalb Jahren Vorbereitung, geht es in Winterberg, Medebach und Hallenberg bei IKZ-Projekten weiter voran, nicht nur beim Thema E-Government. So berechnet Winterberg bereits die Beiträge für Kindergärten und Offene Ganztagsschulen auch für Medebach. Dieses wiederum managt die elektronische Vergabeplattforum für die beiden anderen Städte mit. Und Hallenberg übernimmt die Außenvollstreckung also etwa das Eintreiben von Steuerschulden für Medebach. Auch dabei begleitet die NRW.BANK mit ihrem Know-how. Michael Kronauge, Bürgermeister von Hallenberg resümiert: „Gerade für die kleineren Städte ist die interkommunale Zusammenarbeit enorm wichtig. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben meist mehrere Arbeitsfelder und sind quasi ‚Mehrkämpfer‘. Durch die IKZ braucht das erforderliche Fachwissen, Technik und Material nicht an allen Standorten gleichzeitig vorgehalten werden. Das erspart Kosten und verbessert die Arbeitsqualität. Der Anfang ist – auch dank der NRW.BANK – gemacht. Jetzt gilt es die gemeinsamen Projekte erfolgreich weiterzuführen und vor allem zu leben. Weitere Arbeitsfelder sollten folgen.“

Miriam Bieganski, Projektbetreuerin bei der NRW.BANK hebt hervor, dass eine IKZ für die Kommunen nicht nur finanzielle Vorteile hat (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv) Miriam Bieganski, Projektbetreuerin bei der NRW.BANK, hebt hervor, dass eine IKZ für die Kommunen nicht nur finanzielle Vorteile hat (Foto: NRW.BANK/Lokomotiv)

So unterstützt die NRW.BANK bei IKZ-Projekten

Die NRW.BANK bietet zum Thema IKZ umfassende Hilfestellung – von Möglichkeiten zum Austausch bis hin zu konkreten Projektbegleitungen. Zum Angebot gehören:

  • Strukturierung von Fragestellungen und Konzeptentwickung
  • Moderation von Gesprächen
  • Benchmarking
  • Wissenstransfer

Wissenstransfer: Erfahrungen anderer Kommunen nutzen

Beim Wissenstransfer etwa werden andere Kommunen befragt, die bereits Erfahrungen mit vergleichbaren IKZ-Projekten gesammelt haben. Diese Kommunen geben wichtige Erfahrungen weiter: Beispielsweise wie wichtig es ist, zunächst unkomplizierte Tätigkeitsfelder anzugehen und die Mitarbeiter frühzeitig einzubeziehen. Den Bürgern ist zwar eine Auskunftstelle vor Ort wichtig, jedoch spielt es keine Rolle, ob die tatsächliche Antragsbearbeitung in der Nachbarkommune stattfindet.

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