Die von der NRW.BANK initiierte Veranstaltung „Runder Tisch Innenstadt“ beschäftigt sich mit leer stehenden Warenhäusern und Einkaufscentern.
Gelungene Stadtentwicklung in Lünen: Das ehemalige Hertie-Kaufhaus beherbergt heute einen Mix aus Wohnungen sowie Einzelhandels- und Büroflächen im Erdgeschoss (Foto: Bauverein Lünen)

Runder Tisch Innenstadt – weil die City das Herz der Stadt ist

Lebendige Innenstädte statt leerer Warenhäuser

Urbane Lebensqualität – dazu trägt eine lebendige City mit Einkaufsmöglichkeiten bei. Doch diese ist längst nicht mehr überall selbstverständlich. Ein zunehmendes Überangebot an Flächen für den Einzelhandel und die Tatsache, dass Kunden vermehrt online einkaufen, stellen Kommunen immer öfter vor das Problem: Was tun mit leer stehenden Geschäftslokalen, Warenhäusern und Einkaufscentern? Deshalb initiierte die NRW.BANK die Veranstaltung „Runder Tisch Innenstadt – weil die City das Herz der Stadt ist“ als Forum zum Informationsaustausch.

13.000 Quadratmeter Nutzfläche, 2009 geschlossen: das ehemals leer stehende Warenhaus in der Innenstadt von Lünen (Foto: Bauverein zu Lünen) 13.000 Quadratmeter Nutzfläche, 2009 geschlossen: das ehemals leer stehende Warenhaus in der Innenstadt von Lünen vor seiner Verwandlung (Foto: Bauverein zu Lünen)

Der 2016 in Düsseldorf gestartete „Runde Tisch Innenstadt – weil die City das Herz der Stadt ist“ hatte speziell zum Ziel, das Thema Umnutzung von Warenhäusern und Einkaufscentern in all seinen Facetten zu beleuchten. Zum Beispiel ist es in solchen Fällen wichtig, die Bürger mit ins Boot zu holen und ausreichend zu informieren. Manchmal hat eine Kommune eine Lösung gefunden, die auch eine andere Stadt für sich adaptieren könnte, aber die dortigen Verantwortlichen suchen noch nach der passenden Idee. Tobias Maatz, Projektbetreuer im Referat Projekte Öffentliche Hand der NRW.BANK erklärt: „Deshalb haben wir Stadtentwicklungsexperten mit kommunalenVertretern zusammen gebracht, die vor dem Problem von Leerständen im Einzelhandel stehen, und mit solchen, die es erfolgreich gelöst haben.“

Typische Folgen eines Leerstands

So zeigte Stadtplaner Rolf Junker vom Büro Junker + Kruse aus Dortmund wie ein leer stehendes Warenhaus in der Innenstadt von Lünen umgenutzt wurde. Als Folge des durch die Schließung 2009 verursachten Leerstands von rund 13.000 Quadratmetern Nutzfläche in zentraler Lage blieben auch in den Geschäften der Nachbarschaft die Kunden weg und es folgten weitere Leerstände. Aus diesem Grund sah die Stadt Lünen schnellen Handlungsbedarf.

Stadtplaner Rolf Junker vom Büro Junker + Kruse aus Dortmund (Foto: Rolf Junker) Stadtplaner Rolf Junker vom Büro Junker + Kruse aus Dortmund (Foto: Rolf Junker)

Altes Warenhaus, neuer Nutzungsmix

Rolf Junker berichtet: „Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu erarbeiten, rief die Stadt eine Expertenwerkstatt ins Leben, in der unter anderem die Eigentümer und das Land vertreten waren. Bevor die endgültige Lösung gefunden war, wurde das Gebäude temporär als ‚Lüner SchauKasten’ für Kunstausstellungen genutzt.“ Dieses Projekt wurde beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2011 in der Kategorie „Gründen & Wachsen“ ausgezeichnet. „2013 kaufte die örtliche Wohnungsbaugenossenschaft ‚Der Bauverein zu Lünen’ die Immobilie und brachte den Umbau ins Rollen. Stockwerke wurden zurückgebaut, der Innenteil zugunsten eines begrünten Innenhofs entkernt.“ Heute beherbergt die Immobilie einen Mix aus Wohnungen sowie Einzelhandels- und Büroflächen im Erdgeschoss. So ist Lünen ein Erfolgsbeispiel für die Umnutzung eines innerstädtischen Leerstandes, zu dem nicht zuletzt die Stadt durch ihr aktives Eingreifen erheblich beigetragen hat.

 

Stand: 9. Mai 2017

Geförderter Stadtumbau

Der Umbau des Kaufhauses in Lünen zählt zu den größten privat finanzierten Projekten im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau West“. Es unterstützt Kommunen seit 2004 mit Fördermitteln dabei, mit Stadtentwicklung auf die Folgen des Strukturwandels und der demografischen Entwicklung zu reagieren. Indem es die Anforderungen von Städte- und Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung sowie Sozial- und Umweltpolitik verbindet, verfolgt das Programm einen integrativen Ansatz. Für den Stadtumbau West hat das Land bis 2016 rund 388,5 Millionen Euro für 87 Städte und 155 Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.

Fördermöglichkeiten für Ihr Vorhaben finden

Ich suche Fördermöglichkeiten für
im Förderthema

Eine vollständige Übersicht der Auswahlkriterien bietet Ihnen die  Produktsuche

Wohnen

Das Linden-Karree in Gelsenkirchen-Buer (Foto: Panteleit)

Baudenkmal belebt Innenstadt in Gelsenkirchen-Buer

Baudenkmäler sind gebaute Stadtgeschichte und stiften Identität. Dass in den Bauten nicht nur ein historischer Wert steckt, sondern auch städtebauliches Potenzial, zeigt der gelungene Umbau eines ehemaligen Warenhauses in Gelsenkirchen-Buer. Mit Unterstützung aus dem Förderprogramm NRW.BANK.Baudenkmäler verwandelte eine örtliche Investorengemeinschaft die Immobilie in ein Haus, das ein beliebter Treffpunkt für alle Generationen geworden ist.

Weiterlesen

Wohnen

Neues energetisches Wohnquartier in Lünen: der Schützenhof (Foto: NRW.BANK)

Stadtentwicklung ist Klimaschutz

Neue und nachhaltig gebaute Wohnquartiere leisten wie sanierte Bestandsgebäude einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Wie attraktives Wohnen mit bestmöglicher Energieeffizienz kombiniert werden kann, zeigt die kommunale Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG (WBG): Ihr neues Quartier Schützenhof erfüllt den KfW-55-Standard und ist auch sonst wegweisend für modernen Siedlungsbau.

Weiterlesen

Wohnen

Das Kirschblüten Carré in Hürth (Bild: Peter Hinschläger)

Rentabel und modern: Wohnraumförderung finanzierte Kirschblüten Carré

„Jedes Quartier ist dann attraktiv, wenn es Vielfalt bietet“, meint Gisbert Schwarzhoff, „sowohl in der Gestaltung als auch in der Zusammensetzung der Bewohner.“ Als Investor ging der Geschäftsführer der WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH mit dem Kirschblüten Carré mit gutem Beispiel voran. Das preisgekrönte moderne Wohnensemble in Hürth vereint rentablen Wohnungsbau mit den vielfältigen Wohnbedürfnissen und -vorstellungen der Mieter. Die Finanzierung ermöglichte die Wohnraumförderung der NRW.BANK mit ihren flexiblen Förderbausteinen.

Weiterlesen

Ihre Anfrage

* Pflichtfelder Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers/der Empfänger werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und anschließend gelöscht.

Feedback

Ihre Bewertung der Seite

Haben Sie ein Anliegen und möchten lieber persönlich in Kontakt mit der NRW.BANK treten? Dann nutzen Sie bitte unsere Kontaktmöglichkeiten.