Interview mit Prof. Dr. Rolf Heyer, der zu den ersten Interessenten des EU-subventionierten NRW.BANK/EU.Stadtentwicklungskredits gehört.
Prof. Dr. Rolf Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bochum mbH (Foto: Bochum Wirtschaftsentwicklung)

Kommunen

Stadtentwicklungskredit: Pläne für Bochum

Um nachhaltige und soziale Quartiersentwicklung in Kommunen im Rahmen des Projektaufrufs „Starke Quartiere – starke Menschen“ zu unterstützen, stellt die NRW.BANK ein neues Förderprogramm bereit: den NRW.BANK/EU.Stadtentwicklungskredit. Prof. Dr. Rolf Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bochum mbH, gehört zu den ersten Interessenten des EU-subventionierten Förderinstruments.

Herr Prof. Dr. Heyer, das neue Kreditprogramm für Stadtentwicklungsprojekte gehört zum größten Förderprogramm des Landes. Welche Projekte wollen Sie damit in Bochum finanzieren?

Prof. Dr. Rolf Heyer: Wir wollen mit dem Programm Einzelmaßnahmen finanzieren, die eingebunden sind in Projekte der sozialen Stadt, also des integrierten Stadtentwicklungskonzepts. Mithilfe des Kredits möchten wir zum Beispiel ein brachliegendes Gelände reaktivieren und zu einem Teil des Radschnellwegs Ruhr entwickeln, der die Städte von Duisburg bis Hamm verbinden wird.

Welche Rolle spielt hier der NRW.BANK/EU.Stadtentwicklungskredit?
Heyer: Der Stadtentwicklungskredit bietet konkrete Hilfestellung. Er stellt Kapital für Stadtentwicklungsmaßnahmen bereit. Für den Kreditnehmer gibt es tilgungsfreie Jahre und auch die Laufzeit ist mit drei bis 15 Jahren sehr flexibel.

Was wollen Sie noch mit dem neuen Förderinstrument fördern?
Heyer: Bei einem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Zeche Lothringen in Bochum-Gerthe steht aktuell entweder der Abriss oder eine Umnutzung für Wohnen oder kulturelle Zwecke zur Debatte. Sollten sich Politik, Bürger, Verwaltung und Einzelhandel für die letzte Variante entscheiden, wäre der Stadtentwicklungskredit eine intelligente Finanzierungsmöglichkeit. Auch für die gewerbliche Flächenentwicklung eignet sich das Programm, sofern die Projekte in die Stadtentwicklungsmaßnahmen eingebunden sind. Für Bochum-Langendreer-Werne haben wir zum Beispiel die Idee zu einem Handwerkerhof entwickelt, der das Stadtviertel mit handwerklichen Dienstleistungen versorgt.

Stand: 23. März 2017

Starke Quartiere – starke Menschen

Der Aufruf im Jahr 2015 für „Wachstum und Beschäftigung“ 2014–2020 war der Startschuss für ein umfassendes NRWFörderpaket, das aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), des Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), des Europäischen Strukturfonds (ESF) und vom Land NRW finanziert wird. Mit dem NRW.BANK/EU.Stadtentwicklungskredit bietet die NRW.BANK ein Förderprogramm für Projekte zur nachhaltigen und sozialen Belebung von Stadtquartieren im Rahmen integrierter Handlungskonzepte von Kommunen an. Diesen Förderkredit können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Unternehmen mit mehrheitlich öffentlichem Gesellschaftshintergrund beantragen.

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