In Kleve kommt das Programm "Mietwohnungen im Neubau" für den Bau von öffentlich gefördertem Wohnraum zum Einsatz.
Jürgen Rauer, der technische Beigeordnete von Kleve (Bild: NRW.BANK/Lord Otto)

Mietwohnungen im Neubau

In Kleve wird Stadtentwicklung groß geschrieben

Einkaufen, Bildung, Freizeit, Leben: Städte sind mehr als dicht besiedelte Flächen. Wie in einer zukunftsfähigen Stadt all diese Aspekte zusammenspielen, hat Kleve am Niederrhein in den vergangenen Jahren mit erfolgreicher Stadtentwicklung gezeigt. Durch den Bau der Hochschule Rhein-Waal auf dem ehemaligen Hafengelände sowie vieler weiterer Projekte stieg die Wohn- und Lebensqualität. Zur Finanzierung kamen unter anderem Fördermittel der NRW.BANK zum Einsatz.

Ein grundlegender Erfolgsfaktor für Stadtentwicklung ist die gezielte Planung und Steuerung durch die Kommunen. Jürgen Rauer, der technische Beigeordnete der Stadt Kleve, erklärt: „Wie andere Städte stehen auch wir vor den Herausforderungen, die etwa der demografische Wandel und wirtschaftliche Veränderungen mit sich bringen.“ Vor rund zehn Jahren hat die Stadt deshalb ein Stadtentwicklungskonzept bei externen Experten in Auftrag gegeben. „Darin haben wir erarbeitet, wie genau wir vorgehen können, um die Stadt in puncto Wohnen und Arbeiten, Verkehr, Infrastruktur oder landschaftliche Freiräume weiterzuentwickeln.“

Bei der Erstellung des Stadtentwicklungskonzeptes war es der Stadtverwaltung wichtig, dass die Planung im Dialog mit allen Akteuren stattfindet, also zusammen mit Bürgern, Wirtschaft und Politik. Dazu gehörte auch eine Planungswerkstatt, die viele Bürger nutzten, um ihre Ideen, Wünsche oder auch Kritik in den Prozess mit einfließen zu lassen.

„Wissensspeicher“ am Wasser

Ein wichtiger Baustein der erfolgreichen Stadtentwicklung in Kleve ist für Jürgen Rauer die Hochschule Rhein-Waal. Alte Gleise entlang des Spoykanals und ein historischer Lastenkran zeugen von der Vergangenheit des Geländes als Handelshafen. Das ehemalige Speichergebäude ist heute als Bibliothek der „Wissensspeicher“ der Hochschule. Darum gruppieren sich die Universitätsgebäude.

Die Hochschule Rhein-Waal zieht immer mehr Studierende an. 2009 wurde die Hochschule ausgelegt auf 5.000 Studierende, heute lernen hier bereits 6.500 angehende Akademiker. Nur einen Steinwurf vom Campus liegt eine neue Klimaschutzsiedlung mit Studierendenwohnheimen.
Mit der Investition in die neue Hochschule hat der Kreis Kleve, der als Bauherr fungierte, nicht nur die städtische Bildungslandschaft der Stadt Kleve erweitert. Auch das gastronomische Angebot der Stadt hat sich aufgrund der studentischen Szene vergrößert. Die neue Gastromeile trägt zur Innenstadtentwicklung bei und macht Kleve für Touristen und Einheimische noch attraktiver. Zudem erhält der Arbeitsmarkt wertvolle Impulse, und das Kultur- und Sportangebot wächst für alle.

Der Campus der Hochschule Rhein-Waal in Kleve auf dem Gelände des ehemaligen Handelshafens. (Bild: NRW.BANK/Lord Otto) Der Campus der Hochschule Rhein-Waal in Kleve auf dem Gelände des ehemaligen Handelshafens. (Bild: NRW.BANK/Lord Otto)

Quartiere im Wandel

In der sogenannten Oberstadt finden sich weitere gelungene Stadtentwicklungsprojekte: zum Beispiel eine sanierte denkmalgeschützte Arbeitersiedlung aus den 1920er-Jahren mit schmucken Backsteinhäuschen und die von der städtischen GEWOGE Wohnungsgesellschaft mbH errichtete Klimaschutzsiedlung an der Richard-van-de-Loo-Straße. Für letzteres Projekt nahm die GEWOGE rund 4,3 Millionen Euro aus dem Programm „Mietwohnungen Neubau“ der Wohnraumförderung der NRW.BANK in Anspruch. „Mit beiden Maßnahmen ist es uns gelungen, öffentlich geförderten Wohnraum zu erhalten und dem Quartier ein ganz neues Image zu geben“, erklärt Jürgen Rauer. Hatte die Gegend um die Straße früher einen schlechten Ruf, zogen nach der gelungenen Aufwertung des Viertels viele Familien und Studierende dorthin.

Gern genutzte Landesförderung

„Zu unserem Stadtentwicklungskonzept gehört auch die Entwicklung eines Integrierten Handlungskonzepts (IHK), um die Innenstadt attraktiver zu gestalten“, erläutert Jürgen Rauer. Dafür hat Kleve unter anderem ein Fassadenprogramm aufgelegt, das Anreize für Immobilieneigentümer schafft, Fassaden auch unter energetischen Gesichtspunkten aufzuwerten. „Für all diese Projekte nehmen wir die uns zur Verfügung stehenden Förderprogramme des Landes stark in Anspruch.“

Stand: 23. März 2017

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