Das Bonner Start-up trackle hat ein Messsystem entwickelt, das Frauen hilft, ihre fruchtbaren Tage digital zu bestimmen.
Die Ergebnisse der nächtlichen Temperaturmessung bekommen die Nutzerinnen per App, deren Informationen sie mit eigenen Beobachtungen ergänzen können. (Bild: trackle GmbH)

Innovation

Digitale Familienplanung

Innovative Technologien durchdringen unseren Alltag und spielen auch bei der Familienplanung eine Rolle: Das Bonner Start-up trackle hat ein Messsystem entwickelt, das Frauen hilft, ihre fruchtbaren Tage digital zu bestimmen. Dafür messen Sensoren über Nacht die Körperkerntemperatur. Die Daten werden drahtlos übermittelt und per App zur Verfügung gestellt. Die NRW.BANK hat sich mit dem Programm NRW.SeedCap Digitale Wirtschaft an dem Technologie-Start-up beteiligt.

Der Sensor misst über Nacht die Körperkerntemperatur. (Bild: trackle GmbH)

Manchmal entwickeln sich aus ganz persönlichen Themen neue Geschäftsmodelle: Gründerin Katrin Reuter hat lange Zeit nach dem Prinzip der natürlichen Familienplanung ihre Temperatur selbst gemessen und die Daten händisch übertragen. „Das war mir zu umständlich und zu fehleranfällig“, erzählt sie. Obwohl es auf dem Markt bereits zahlreiche Produkte gab, konnte keins sie überzeugen. „Entweder war die Temperaturerfassung ungenau oder das Handling unpraktisch, weil die Daten nicht drahtlos übertragen wurden“, sagt Reuter.

Schutz für sensible Daten

Um diese Lücke zu schließen, hat die Unternehmerin gemeinsam mit ihren Geschäftspartnern Maxim Loick und Stephan Noller im Dezember 2015 die trackle GmbH gegründet. Deren neues Messsystem erfasst auch kleine Temperaturunterschiede und erhebt die Daten über die ganze Nacht. „Dadurch unterscheidet sich trackle von anderen Produkten. Außerdem haben wir von Beginn an großen Wert darauf gelegt, die persönlichen Daten unserer Nutzerinnen zu schützen. Schon bei der Entwicklung der Hardware haben wir auf eine sichere Verschlüsselung der Daten geachtet“, erklärt Reuter, die zuvor als IT-Projektmanagerin und Unit Director in einer Webagentur gearbeitet hat.

Unterstützung von der NRW.BANK

Bei der Finanzierung der Geschäftsidee wurde das Gründerteam von der NRW.BANK unterstützt. „Ich habe mich umfassend über Fördermaßnahmen für Technologie-Start-ups informiert und bin dabei immer wieder auf die NRW.BANK gestoßen“, sagt Reuter. Stefan Dörpinghaus und Torsten Klink, beide aus dem Team Business Angels- und Innovationsfinanzierung der NRW.BANK, unterstützten die Gründer dabei, einen Investor aus dem Netzwerk zu gewinnen. „Wir laden potenzielle Start-ups zu unseren Pitch-Veranstaltungen ein, um sich vor Investoren zu präsentieren“, erklärt Dörpinghaus das Verfahren. „Im Vorfeld helfen wir dabei, die Präsentation auszuarbeiten.“

SeedCap hilft mehrfach

Und das mit Erfolg: „Wir haben direkt einen Investor gefunden, der die Finanzierungsrunde angestoßen hat“, sagt Reuter. So kam insgesamt ein sechsstelliger Betrag zusammen. Die Investition der NRW.BANK stammt aus dem Programm NRW.Seed-Cap Digitale Wirtschaft. „Mit diesem Beteiligungsprogramm begleiten wir junge Unternehmen in der frühen Finanzierungsrunde. Da sie oft noch keine Kunden und keinen Umsatz haben, fehlen ihnen ansonsten die Finanzierungsmöglichkeiten“, erläutert Klink. Das Förderprogramm hilft gleich doppelt: digitalen Start-ups mit Finanzierungsbedarf und Business Angels, die Unternehmen mit Kapital und Know-how unterstützen möchten.

Erprobungsphase gestartet

Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Crowdfundingkampagne als weiterem Finanzierungselement befindet sich trackle gerade in der Vorbereitung auf den Markteintritt. „Die Resonanz aus unserer Community ist weiterhin riesig. Das sind Frauen mit Kinderwunsch und Frauen, die hormonfrei verhüten wollen. Alle warten gespannt darauf, trackle endlich in den Händen zu halten“, sagt Reuter.

 

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