Dochthalter für Teelichter - Innovation von S. Bernhard aus Lüdenscheid
S. Bernhard produziert Dochthalter (Bild: NRW.BANK)

Innovation

Innovation: Eckiger Dochthalter für Teelichter spart Materialkosten

Warum sind die winzigen Dochthalter in Teelichtern eigentlich rund? Und: Muss das so sein? Die S. Bernhard GmbH aus Lüdenscheid beweist: Manchmal sind es ganz kleine, aber verblüffende Innovationen, die den wirtschaftlichen Erfolg sichern. Für die erforderliche Investition nutzte das Unternehmen Mittel aus dem Förderprogramm NRW.BANK.Innovationskredit.

Sie sind klein, unscheinbar und es gibt sie in jedem Haushalt. Mehr als 20 Milliarden Stück hat die S. Bernhard GmbH in den letzten zehn Jahren davon produziert. Die Rede ist von den knapp einen Zentimeter großen Plättchen, die den Docht in Teelichtern halten. Mit den Fingern schiebt Prokurist Bernd Waldschmidt die kleinen Metallwinzlinge über den Tisch. Plötzlich ein Gedanke: „Warum müssen die Dochthalter rund sein – können wir sie nicht auch eckig ausstanzen, um Material zu sparen?“

Drei Monate lang tüftelten die Werkzeugbauer zusammen mit den Konstrukteuren, entwickelten den Prototypen für das passende Werkzeug und ließen die ersten sechseckigen Plättchen produzieren. Ein Großkunde testete, ob er mit den neu geformten Dochthaltern wie bisher Teelichter herstellen konnte, ohne auf neue Maschinen umrüsten zu müssen. „Es gelang, und zwar ohne Probleme“, sagt Bernd Waldschmidt stolz. Er ist sich sicher, dass der neue Dochthalter über kurz oder lang einen neuen Standard auf dem Markt setzen wird. Sein bestes Verkaufsargument: 20 Prozent Materialersparnis, die sich natürlich auch im Verkaufspreis bemerkbar machten.

Juniorchef Udo Wachsmuth, Gesellschafter Gerd Wachsmuth und Prokurist Bernd Waldschmidt (v. l.) von der S. Bernhard GmbH. (Bild: NRW.BANK) Juniorchef Udo Wachsmuth, Gesellschafter Gerd Wachsmuth und Prokurist Bernd Waldschmidt (v. l.) von der S. Bernhard GmbH. (Bild: NRW.BANK)

Investition in die Zukunft

Zuvor musste die S. Bernhard GmbH aber erst einmal investieren. 300.000 Euro kosteten die neuen Werkzeuge und Maschinen für die Produktion. Für die Finanzierung nutzte er das über seine Hausbank bei der NRW.BANK beantragte NRW.Innovationsdarlehen. Der Kapitaleinsatz war nicht nur notwendig, um mit neuen Technologien dauerhaft gegen die Billigherstellung aus Fernost bestehen zu können. „Für die Mitarbeiter setzten wir zudem ein positives Zeichen, dass es nach den harten Jahren 2008 und 2009 wieder bergauf ging“, sagt Bernd Waldschmidt. Er selbst hat in dieser schwierigen Zeit auf seinen Mentor vertraut: Gerd Wachsmuth, Seniorchef der Wachsmuth-Gruppe, zu der auch der Lüdenscheider Betrieb gehört, war sich dank seiner Erfahrungen aus mehr als 40 Jahren Selbstständigkeit in der Werkzeugbranche nämlich sicher, dass seine Betriebe die harten Zeiten überstehen würden. Vorausgesetzt, vom Chef bis zum Lehrling packen alle mit an, wenn es notwendig wird. „Als Unternehmer muss man seine Passion leben, man muss etwas bewegen wollen – sonst zieht die Mannschaft nicht mit“, sagt Gerd Wachsmuth.

S. Bernhard GmbH

Die S. Bernhard GmbH ist das jüngste Mitglied der Wachsmuth-Gruppe, die zu den führenden Werkzeugbauern Deutschlands gehört. Neben Teilen für Trommelbremsen oder Airbags produziert das Unternehmen pro Jahr auch 2,1 Milliarden Dochthalter für Teelichter – und ist damit die Nummer eins in Deutschland. Mit einer einfachen und dennoch innovativen Idee will Prokurist Bernd Waldschmidt nun den Markt revolutionieren.

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