Für Leute wie ich und du (Foto: NRW.BANK / Christian Lord Otto)

NRW.BANK.Infrastruktur

Entfaltungsmöglichkeiten für Demenzkranke

Allein in NRW leben mehr als 350.000 Menschen mit Demenz. Städte und Angehörige stehen vor der Herausforderung, dieser wachsenden Personengruppe ein Leben in Würde zu ermöglichen. In Stolberg gibt es seit 2016 das Seniorenzentrum Süssendell, das sich komplett an den Bedürfnissen demenziell erkrankter Menschen orientiert. Gebaut wurde die Einrichtung des AWO Mittelrhein mit Unterstützung des Programms NRW.BANK.Infrastruktur.

Das eingeschossige Gebäude bietet Platz für einen geregelten Alltag mit vielen Möglichkeiten Das eingeschossige Gebäude bietet Platz für einen geregelten Alltag mit vielen Möglichkeiten

Ein Leben in Gemeinschaft

Fünf Wohngruppen für je 16 Senioren sind jeweils in einem eigenen eingeschossigen Gebäude untergebracht. Sie gruppieren sich um einen Dorfplatz mit Werkhof, Atrium und Anschluss an einen Bauerngarten sowie einen kleinen Laden. „Dieser Platz ist Ort der Aktivität und Orientierung. Hier strukturiert sich rhythmisch der Tages-, Wochen- und Jahresverlauf der Senioreneinrichtung“, sagt Einrichtungsleiterin Nicole Mehr. Ein strukturierter Alltag und feste tägliche Rituale bauen bei demenzbetroffenen Personen Ängste ab und geben ihnen Halt. Das ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen und hilft dementen Menschen sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden.

Einrichtungsleiterin Nicole Mehr orientiert sich an den Bedürfnissen der Senioren Einrichtungsleiterin Nicole Mehr orientiert sich an den Bedürfnissen der Senioren
Die vertrauensvolle Umgebung trägt zu einem Gefühl der Verbundenheit bei (Fotos: NRW.BANK / Christian Lord Otto) Die vertrauensvolle Umgebung trägt zu einem Gefühl der Verbundenheit bei (Fotos: NRW.BANK / Christian Lord Otto)

Kommunikation auf Augenhöhe

Darüber hinaus sind eine vertrauensvolle Umgebung und ein wertschätzender Umgang mit den Bewohnern sehr wichtig. „Wir nehmen die Menschen ernst und zeigen ihnen nicht ihre Defizite, sondern ihre Möglichkeiten auf“, erklärt Nicole Mehr. In der Kommunikation mit den Bewohnern setzen die Mitarbeiter des Seniorenzentrums auf das Prinzip der Validation, das heißt sie lassen sich auf die ganz eigene Welt des dementen Menschen ein und versuchen ihn aus seiner jeweiligen Realität „abzuholen“. In der Einrichtung wird zusammen eingekauft, gekocht und genäht. Diese gemeinsamen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wecken Erinnerungen und tragen zu einem Gefühl der Verbundenheit aller Bewohner bei. „Im Mittelpunkt steht das selbstbestimmte Leben“, sagt Nicole Mehr.

Förderung sozialer Infrastruktur

Zur Finanzierung der Anlage nutzte die AWO das Programm NRW.BANK.Infrastruktur. Dieses richtet sich an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, sowie Unternehmen mit mehrheitlich öffentlichem Gesellschaftshintergrund, Angehörige der freien Berufe und private Investoren. Es können bis zu hundert Prozent der Investitionskosten für ein geplantes Projekt über das Programm finanziert werden.

NRW.BANK.Infrastruktur im Überblick:

 
  • Zur Investition in die öffentliche und soziale Infrastruktur am Standort NRW
  • Laufzeit zwischen 3 und 30 Jahren
  • Maximal 30-jährige Zinsbindung
  • Auf Wunsch Gewährung von Tilgungsfreijahren, danach vierteljährliche Tilgung
  • Antragstellung erfolgt bei der Hausbank

  

Stand: 11. Juni 2019

Die AWO Mittelrheinland wurde unterstützt von

Fördermöglichkeiten für Ihr Vorhaben finden

Ich suche Fördermöglichkeiten für
im Förderthema

Eine vollständige Übersicht der Auswahlkriterien bietet Ihnen die  Produktsuche

Infrastrukturfinanzierungen

Interdisziplinärer Erweiterungsbau am Zentralklinikum (Visualisierung: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh)

Besser versorgen, besser forschen

„Mit State-of-the-Art-Medizintechnik gehört unser Knochenmarktransplantationszentrum (KMT) zu den führenden Einrichtungen seiner Art in Deutschland. Jetzt wird es im Rahmen eines umfassenden Modernisierungsprogramms erweitert, um die Patientenversorgung weiter zu optimieren“, berichtet Dr. Christoph Hoppenheit, kaufmännischer Direktor der Uniklinik Münster. Einen Teil der Mittel für dieses und weitere Bau- und Sanierungsvorhaben des Universitätsklinikums stellt die NRW.BANK im Zuge des Medizinischen Modernisierungprogramms (MedMoP) des Landes mittels Direktfinanzierung zur Verfügung.

Weiterlesen

NRW.BANK.Energieinfrastruktur

Hermann Willers, Theresa Ungru und Bernhard Wieker, die Geschäftsführer der Bürgerwind Hörstel GmbH & Co. KG (Foto: NRW.BANK/Udo Geisler)

Bürgerwindpark für Hörstel

Die Kleinstadt Hörstel im Tecklenburger Land stellt sich den großen Herausforderungen der Energiewende. Insgesamt 16 Windenergieanlagen entstehen dort unter Federführung engagierter Bürger. Dem Ziel, bis 2050 energieautark zu sein, kommt der Kreis Steinfurt damit einen großen Schritt näher. Die Förderbank für Nordrhein-Westfalen unterstützt die Betreibergesellschaft dabei über das Förderprogramm NRW.BANK.Energieinfrastruktur.

Weiterlesen

Wohnen

Gelsenkirchener Seniorenwohnanlage Dillbrinkstraße. (c) Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (ggw)

In der Gelsenkirchener Seniorenwohnanlage Dillbrinkstraße hat das Wohnen Zukunft

Acht Jahre lang war die Bauruine des ehemaligen Hasseler Möbelhofs den Gelsenkirchenern ein Dorn im Auge. Dann eröffnete die Wohnungsbaugesellschaft ggw auf dem Gelände an der Dillbrinkstraße im Mai 2011 eine Seniorenwohnanlage, die der Entwicklung Rechnung trägt, dass immer mehr ältere Mieter barrierefrei wohnen möchten.

Weiterlesen

Ihre Anfrage

* Pflichtfelder Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers/der Empfänger werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und anschließend gelöscht.

Feedback

Ihre Bewertung der Seite

Haben Sie ein Anliegen und möchten lieber persönlich in Kontakt mit der NRW.BANK treten? Dann nutzen Sie bitte unsere Kontaktmöglichkeiten.