Die Martinskirche wird mithilfe des Programms NRW.BANK.Baudenkmäler zu einer Kita umgebaut
Martinskirche in Beckum (Foto: NRW.BANK / Lokomotiv)

NRW.BANK.Baudenkmäler

In alter Kirche entsteht neue Kita

Historische Gebäude gehören zum Kulturgut. Sie zu sanieren kostet oft mehr als ein Neubau. Die NRW.BANK unterstützt mit dem Programm NRW.BANK.Baudenkmäler Investoren, die die Architektur und einzigartige Substanz einer geschichtsträchtigen Immobile erhalten wollen. Von der Förderung profitiert die Heckmann Bauland und Wohnraum GmbH & Co. KG aus Hamm. Sie verwandelt in Beckum eine Kirche in eine Kita.

Die Martinskirche wurde von 1956 bis 1958 errichtet (Foto: NRW.BANK) Die Martinskirche wurde von 1956 bis 1958 errichtet (Foto: NRW.BANK)

Für Eigentümer hat eine Immobilie mit dem Charme der guten alten Zeit besonderen Wert. Viele wollen die einzigartige Atmosphäre, Authentizität und Substanz lebendig halten. Wer in ein Baudenkmal investiert, lässt sich deshalb nicht allein von ökonomischen Überlegungen leiten. „Prägende Gebäude sollen erhalten bleiben. Sie dienen als ein kulturelles Gedächtnis. Wir fördern deshalb die Sanierung, die Renovierung oder den Umbau“, sagt Ingo Tebbe, Prokurist der NRW.BANK. Jeder ist angesprochen: Mittelständische Unternehmen, gemeinnützige Einrichtungen, Vereine, Stiftungen und Religionsgemeinschaften profitieren vom Programm NRW.BANK.Baudenkmäler genauso wie private Investoren. Nur muss es sich um ein Objekt handeln, das über eine erhaltenswerte Bausubstanz verfügt oder unter Denkmalschutz steht.

In das Kirchenschiff wurde bereits eine Zwischendecke eingebaut. Auf der obeneren Ebene entsteht ein Spielbereich (Foto: NRW.BANK) In das Kirchenschiff wurde bereits eine Zwischendecke eingebaut. Auf der obeneren Ebene entsteht ein Spielbereich (Foto: NRW.BANK)

Ortshistorischer Kontext

Die NRW.BANK unterstützt mit dem Programm zum Beispiel die Neustrukturierung der Martinskirche in Beckum, Kreis Warendorf. Sie ist unter Denkmalschutz gestellt, weil sie den katholischen Kirchenbau nach 1945 dokumentiert. Beckum war Zentrum der deutschen Zementindustrie. Das spiegelt sich in der sichtbaren Betonkonstruktion, verschiedenen Sichtbetonoberflächen sowie Betonformsteinfenstern wider und zeigt den ortshistorischen Kontext, in dem die Kirche entstand.

Franz Venken, Prokurist und Vertriebsleiter bei Heckmann Bauland und Wohnen (Foto: NRW.BANK) Franz Venker, Prokurist und Vertriebsleiter bei Heckmann Bauland und Wohnraum GmbH & Co. KG (Foto: NRW.BANK)

Zentrale Lage

Im Schatten des Kirchturms baut die Heckmann Bauland und Wohnraum GmbH & Co. KG ein neues Quartier mit 56 Eigentumswohnungen auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern. „Wir haben hier eine geradezu ideale sehr zentrale Lage, fußläufig zum angrenzenden Westpark und der Innenstadt“, erklärt Franz Venker, Prokurist und Vertriebsleiter. Es lag nahe, den 2012 entweihten, gleichwohl erhaltenswerten Kirchenbau als Teil des Projekts mitzunutzen. Der Investor entschied sich, darin einen modernen Kindergarten einzurichten.

So soll das Martins Quartier Beckum aussehen (Visualisierung: Heckmann) So soll das Martins Quartier Beckum aussehen (Visualisierung: Heckmann)

Gegen den Kitamangel

Der Hort bietet ab August 2019 dann 65 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren einen Krippenplatz. „Wir tragen dazu bei, dem Mangel an Kitas entgegenzuwirken“, betont Venker. Drei Gruppenräume mit großen Fenstern von 42 bis 44 Quadratmetern sind geplant. Von jedem dieser Zimmer öffnet sich eine Terrassentür zum Garten mit Spielplatz. Außerdem wird es zwei Schlafräume, eine Küche mit Essbereich und neue sanitäre Einrichtungen geben. „Wir ziehen eine Zwischendecke ein, um die Höhe der Kirche auszunutzen. Damit entsteht eine begehbare Aufenthaltsfläche“, erläutert Venker. Bei Regenwetter können sich die Kleinen dort austoben.

Günstige Konditionen

Die Neugestaltung und Sanierung kostet Heckmann Bauland und Wohnraum GmbH & Co. KG rund 1,5 Millionen Euro, finanziert mit dem Programm NRW.BANK.Baudenkmäler über eine Laufzeit von 20 Jahren. „Wenn eine denkmalgeschützte Kirche weiter genutzt wird, ist das für uns ein tolles Projekt und eine gute Lösung, die wir mitfinanzieren“, erklärt Ingo Tebbe.

NRW.BANK.Baudenkmäler – Vorteile auf einen Blick

  • Förderung von Investitionen zum Erhalt denkmalgeschützter oder besonders erhaltenswerter Bausubstanz
  • Flexible Einsatzmöglichkeiten für Sanierung, Renovierung oder Umbau
  • Finanzierung bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
  • Darlehen von 25.000 Euro bis 2 Millionen Euro, im Einzelfall auch darüber hinaus
  • Günstige, auch langfristige Konditionen durch Zinsverbilligung der NRW.BANK
  • Festzins über die gesamte Laufzeit
  • 100 Prozent Auszahlung
  • Abruffrist bis zu 24 Monate
  • Keine Bereitstellungsprovision
  • Keine Vorfälligkeitsentschädigung
  • Kombinierbar mit weiteren Förderprodukten
  • Antragstellung bei der Hausbank
 

Stand: 6. November 2018

Die Heckmann Bauland und Wohnraum GmbH & Co. KG wurde gefördert mit dem Programm

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