Das Knochenmarktransplantationszentrum (KMT) und andere Gebäude der Uniklinik Münster werden modernisiert mithilfe des Medizinischen Modernisierungsprogramms (MedMoP) des Landes NRW.
Interdisziplinärer Erweiterungsbau am Zentralklinikum (Visualisierung: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh)

Infrastrukturfinanzierungen

Besser versorgen, besser forschen

„Mit State-of-the-Art-Medizintechnik gehört unser Knochenmarktransplantationszentrum (KMT) zu den führenden Einrichtungen seiner Art in Deutschland. Jetzt wird es im Rahmen eines umfassenden Modernisierungsprogramms erweitert, um die Patientenversorgung weiter zu optimieren“, berichtet Dr. Christoph Hoppenheit, kaufmännischer Direktor der Uniklinik Münster. Einen Teil der Mittel für dieses und weitere Bau- und Sanierungsvorhaben des Universitätsklinikums stellt die NRW.BANK im Zuge des Medizinischen Modernisierungprogramms (MedMoP) des Landes mittels Direktfinanzierung zur Verfügung.

Spezielle Schleusen für Personal und Kranke, besonders abgedichtete Abflüsse – im Knochenmarktrans-plantationszentrum der Uniklinik Münster herrscht extreme Sauberkeit. Denn jeder normale Keim kann für Transplantationspatienten tödlich sein. Schließlich ist ihr Immunsystem fast auf Null heruntergefahren, damit es die neuen Stammzellen nicht abstößt. Neben neuen Ambulanz- und Pflegebereichen bekommt das Münsteraner KMT auch eine Herstellungsanlage für Krebsmedikamente.

Dr. Christoph Hoppenheit (Foto: Uniklinik Münster) Dr. Christoph Hoppenheit (Foto: Uniklinik Münster)

Beste Bedingungen

Von den rund 2,2 Milliarden Euro, die das Land bis 2020 für alle sechs Unikliniken in NRW im Rahmen des MedMoP bereitstellt, fließen 370 Millionen Euro nach Münster. „Etwa 70 Millionen Euro davon erhalten wir über ein Förderdarlehen der NRW.BANK“, erklärt Dr. Christoph Hoppenheit. „Es bietet uns Konditionen, die wir so bei keiner anderen Bank erhalten hätten, insbesondere was die lange Laufzeit angeht. Praktisch für uns ist auch, dass wir die Raten aus dem NRW.BANK-Darlehen dann abrufen können, wenn das Geld konkret gebraucht wird.“ Anja Langa, Leiterin der Abteilung Infrastrukturfinanzierungen, der NRW.BANK legt dar: „Die Zins- und Tilgungsleistungen werden durch das Land übernommen. Die angefragten Konditionen für die Uniklinik Münster konnten durch eine eigene Refinanzierung, den NRW.BANK.Green Bond, dargestellt werden.“ Die aufgenommenen Finanzmittel aus dem NRW.BANK.Green Bond-Programm kommen ausschließlich der Refinanzierung umweltverträglicher Projekte aus Nordrhein-Westfalen zugute.

Blick in den geplanten interdisziplinären Erweiterungsbau am Zentralklinikum (Visualisierung: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh) Blick in den geplanten interdisziplinären Erweiterungsbau am Zentralklinikum (Visualisierung: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh)

Umfassende Modernisierung

Die Erweiterung des KMT ist nur eines von insgesamt elf Vorhaben, die die Uniklinik mit den MedMoP-Investitionen angeht. Dazu gehört unter anderem der Bau einer neuen Energiezentrale für Wärme, Kälte und Netzersatzstrom, wofür energieeffiziente Technik – Blockheizkraftwerk-Module und Nutzung der Abwärme – zum Tragen kommt. Den Münsteranern wird besonders die neue Fassade der fast 61 Meter hohen Bettentürme auffallen. Doch auch notwendige Maßnahmen im Verborgenen wie die Brandschutzsanierung im Zentralklinikum gehören zu den geplanten Vorhaben. Zudem wird nicht nur in eine bessere Patientversorgung investiert, sondern auch in die Forschung. „Durch neue flexible Laborflächen schaffen wir beste Bedingungen für Forschungskooperationen“, erklärt Dr. Christoph Hoppenheit.

Unikliniken stehen vor der Herausforderung, nicht nur die Spitzenbehandlung komplizierter und seltener Krankheiten voranzutreiben, sondern auch ihre Spitzenforschung. Das MedMoP ermöglicht es ihnen, dafür strukturverändernde und zukunftsweisende Projekte zu realisieren“, fasst Anja Langa zusammen.

 

Stand: 4. Juni 2018

NRW.BANK.Green Bond

Im Rahmen des MedMoP fördert die NRW.BANK nicht nur die Uniklinik Münster, sondern auch die Uniklinik Köln. Beide Darlehen refinanziert die Förderbank für Nordrhein-Westfalen über den NRW.BANK.Green Bond – so auch die Mittel für das Universitätsklinikum Münster. Den ersten Green Bond legte die NRW.BANK bereits 2013 auf und war damit die erste deutsche Förderbank mit einer grünen Anleihe ein. Das Produkt zeichnet sich durch seinen Nutzen für Umwelt und Klima aus. So verknüpft die NRW.BANK nachhaltige Förderung mit einer nachhaltigen Refinanzierung über den Kapitalmarkt.

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