An der Uniklinik Köln entsteht ein Neues Eltern-Kind-Zentrum  (Visualisierung: Uniklinik Köln)

Infrastrukturfinanzierungen

Uniklinik Köln investiert in medizinische Innovation

„Unsere Bauprojekte ähneln dem Kölner Dom. Allerdings wird beim Dom Historisches erhalten, bei uns wird Zukunft gestaltet“, so Dipl.-Kaufmann Günter Zwilling, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Kaufmännischer Direktor der Uniklinik Köln. Derzeit führt seine Einrichtung zahlreiche Bauvorhaben im Rahmen des vom Land unterstützten medizinischen Modernisierungsprogramms (MedMoP) durch – eins davon mittels Direktfinanzierung durch die NRW.BANK.

Günter Zwilling (Foto: Uniklinik Köln) Günter Zwilling (Foto: Uniklinik Köln)

Knapp 350 Millionen Euro investiert das Land NRW im Zuge des MedMoP auf dem Campus der Uniklinik Köln. Bis 2020 sollen hier ein neues Ambulanzgebäude für das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO), ein weiterer Hybrid-OP, also ein Operationssaal mit bildgebenden Verfahren wie Computertomografie zum Steuern und Kontrollieren der Eingriffe, eine Kindertagesstätte, ein neues Forschungsgebäude sowie ein neues Eltern-Kind-Zentrum entstehen. „Mit rund 2.300 Geburten im Jahr 2017 ist unsere Uniklinik die geburtenstärkste Klinik im Raum Köln mit einem Schwerpunkt auf der Behandlung von Risikoschwangerschaften und Frühgeborenen“, erklärt Günter Zwilling. Für das neue Eltern-Kind-Zentrum müssen zunächst mehrere Gebäude abgerissen werden, bevor mit dem Bau begonnen wird. „Auf einer Nutzfläche von etwa 21.000 Quadratmetern versammelt das neue Gebäude in Zukunft die zentrale Notfallaufnahme, weitere OP-Einheiten, die Kindernotfallambulanz und -radiologie, die Geburtshilfe sowie die Kinderklinik. Einen Teil der Kosten für das neue Eltern-Kind-Zentrum bestreitet das Universitätsklinikum Köln über ein Förderdarlehen der NRW.BANK in Höhe von 180 Millionen Euro.“

Der Neubau für das Centrum für Integrierte Onkologie Köln (CIO) gehört zu den Vorhaben, die durch MedMoP finanziert werden konnten (Foto: Uniklinik Köln) Neubau für das Centrum für Integrierte Onkologie Köln (CIO) (Foto: Uniklinik Köln)

Schnelles Prozedere

Zu Beginn des Jahres 2016 stellten alle Unikliniken in NRW ihre Bauprojekte, die Teil des MedMoP sind, bei der NRW.BANK in Düsseldorf vor. „Vier davon, darunter auch Köln, haben im Rahmen des MedMoPs eine Finanzierung bei uns angefragt und wir konnten das passendste Angebot, insbesondere im Hinblick auf die lange Laufzeit, unterbreiten“, berichtet Anja Langa, Leiterin der Abteilung Infrastrukturfinanzierungen der NRW.BANK. „Jedes einzelne Haus hat daraufhin einen Kreditvertrag direkt mit der NRW.BANK abgeschlossen. Die Zins- und Tilgungsleistungen werden durch das Land NRW übernommen.“ Günter Zwilling ergänzt: „Ein besonders vorteilhaftes Kriterium des NRW.BANK-Darlehens für uns ist, dass die Bank für 25 Jahre eine Zinsfestschreibung garantiert.“

Nachdem alle von der Uniklinik Köln erforderlichen Unterlagen wie eine Kostenschätzung geprüft waren, wurde Ende 2016 der Vertrag über das Förderdarlehen unterschrieben, das von Januar 2017 bis Januar 2020 in vier Tranchen ausgezahlt wird.

Forschungsgebäude 2. Bauabschnitt (Visualisierung: Uniklinik Köln) Geplantes Forschungsgebäude an der Robert-Koch-Straße (Visualisierung: Uniklinik Köln)

Kurze Wege für Versorgung und Forschung

Für die Uniklinik Köln bedeutet die Förderung durch das MedMoP und damit durch die NRW.BANK eine Stärkung ihrer Innovationskraft. Nicht nur, weil Gebäude naturgemäß in die Jahre kommen und daher modernisiert werden müssen, es werden auch Synergien geschaffen. „Im Sinne einer noch patienten-orientierteren Versorgung fassen wir mit unseren Bauprojekten vorher dezentrale Einrichtungen unter einem Dach zusammen – wie im Eltern-Kind-Zentrum. Damit werden die bis jetzt räumlich getrennte Frauen- und Kinderklinik in einem Bau vereint“, führt Zwilling aus. „Zudem schaffen wir neuen Raum für Forschung und damit auch dafür, Forschungsergebnisse schnell in die Versorgung der Bevölkerung zu übertragen.“

Stand: 26. Juni 2018

Das MedMoP

Rund 2,2 Milliarden Euro stellen die NRW-Ministerien für Wissenschaft und Finanzen bis zum Jahr 2020 im Rahmen des MedMoP für die Modernisierung der sechs Unikliniken in Nordrhein-Westfalen bereit. Rund 516 Millionen Euro davon hat die NRW.BANK über Förderdarlehen vergeben. Neben Köln profitieren auch die Unikliniken in Bonn, Münster und Aachen vom Engagement der Förderbank für Nordrhein-Westfalen für die medizinische Infrastrukur des Landes.

Fördermöglichkeiten für Ihr Vorhaben finden

Ich suche Fördermöglichkeiten für
im Förderthema

Eine vollständige Übersicht der Auswahlkriterien bietet Ihnen die  Produktsuche

Infrastruktur

Harald Hauke (links) und Andreas Hauke modernisieren das St. Sixtus-Hospital in Haltern (Bild: NRW.BANK / Lord Otto)

St. Sixtus-Hospital modernisiert mit NRW.BANK.Baudenkmäler

Die demografische Entwicklung und die Energiewende stellen neue Anforderungen an die Infrastrukturen der kommunalen Daseinsvorsorge – beispielsweise Altenheime und Krankenhäuser. In die Jahre gekommene Gebäude müssen energetisch und barrierefrei modernisiert werden. Träger, die über einen historischen Gebäudebestand verfügen, können für entsprechende Investitionen auch das Programm NRW.BANK.Baudenkmäler einsetzen. Auf diese Weise stemmte das 150 Jahre alte St. Sixtus-Hospital in Haltern einen Teil der Kosten für die Modernisierung.

Weiterlesen

Infrastrukturfinanzierungen

Interdisziplinärer Erweiterungsbau am Zentralklinikum (Visualisierung: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh)

Besser versorgen, besser forschen

„Mit State-of-the-Art-Medizintechnik gehört unser Knochenmarktransplantationszentrum (KMT) zu den führenden Einrichtungen seiner Art in Deutschland. Jetzt wird es im Rahmen eines umfassenden Modernisierungsprogramms erweitert, um die Patientenversorgung weiter zu optimieren“, berichtet Dr. Christoph Hoppenheit, kaufmännischer Direktor der Uniklinik Münster. Einen Teil der Mittel für dieses und weitere Bau- und Sanierungsvorhaben des Universitätsklinikums stellt die NRW.BANK im Zuge des Medizinischen Modernisierungprogramms (MedMoP) des Landes mittels Direktfinanzierung zur Verfügung.

Weiterlesen

Ihre Anfrage

* Pflichtfelder Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers/der Empfänger werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und anschließend gelöscht.

Feedback

Ihre Bewertung der Seite

Haben Sie ein Anliegen und möchten lieber persönlich in Kontakt mit der NRW.BANK treten? Dann nutzen Sie bitte unsere Kontaktmöglichkeiten.