Der Verein Angekommen e. V. aus Bochum gewann den zweiten Platz beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017 mit dem Magazin „here“
Redaktionssitzung von „here“ (Bild: Angekommen e.V.)

NRW.BANK.Ideenwettbewerb 2015-2017

here - Onlinemagazin für Flüchtlinge von Flüchtlingen

Ohne Information keine Integration – dieser Leitsatz bildet die Basis für das Magazin „here“ für Flüchtlinge von Flüchtlingen in Bochum. Das Online-Magazin informiert Flüchtlinge und zugleich kommen sie als Teil der Redaktion selbst aktiv zu Wort. Am 20. Juni 2016, am Weltflüchtlingstag, ging „here“ online mit dem Ziel, die Integration zu unterstützen. Mit dieser Idee gewann die Bochumer Bürgerinitiative „Angekommen e. V.“ sowohl den zweiten Preis als auch den Publikumspreis des NRW.BANK.Ideenwettbewerbs 2015-2017.

„Bei uns kann jeder mitmachen und seinen Platz in der Redaktion finden“, erklärt Vicki Marschall, die das Magazin mit einer Reihe von Mitstreiterinnen und Mitstreitern in Leben rief. „here“ soll nachhaltige Integrationsarbeit leisten und den interkulturellen Austausch fördern: Flüchtlinge finden einen Weg, gehört zu werden, Bürger lernen sie als Mitmenschen kennen. Die Redaktion besteht aus interessierten Geflüchteten, ehrenamtlichen Mitarbeitern und Medienexperten.

/bildergalerie/themen/Ideenwettbewerb2015-2017/0674_Bochum.jpg Von Flüchtlingen für Flüchtlinge: Die Redaktion des Magazins „here“ erhielt nicht nur den zweiten Preis des Ideenwettbewerbs aus der Hand von NRW.BANK-Vorstandsvorsitzenden Eckhard Forst, sondern auch den Publikumspreis.
 

Vorbildlicher Charakter

Das Onlinemagazin „here“ brachte für den Verein Angekommen e. V. den zweiten Platz beim NRW.BANK.Ideenwettbewerb. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem vorbildlichen Charakter des Projekts für die Integration von Flüchtlingen. Durch die redaktionelle Mitarbeit seien sie nicht nur in konsequenter Weise eingebunden, sondern erhielten auch einen Ideenraum, in dem sie sich mitteilen und einbringen können. Ferner hob die Jury hervor, dass das Projekt einfach auf andere Städte und Kommunen übertragbar sei. Unabhängig von der Jury wählte das Publikum den Verein zum Sieger des Publikumpreises. Somit können die Bochumer insgesamt 11.000 Euro in die Weiterentwicklung ihres Magazins stecken.

Wie werden die Neuankömmlinge Teil der Bochumer Gesellschaft? In Reportagen, Homestorys, Interviews, Songtexten, Gedichten, Fotostrecken und Filmen sollen sie über ihr Leben in Bochum, ihr Schicksal und ihre Interessen berichten. Gleichzeitig informiert das Redaktionsteam über aktuelle Angebote wie Sprach- und Integrationskurse. Alle Inhalte von „here“ werden mehrsprachig angeboten: Die Texte in dem Magazin erscheinen sowohl auf Deutsch als auch soweit wie möglich auf Englisch, Französisch und Arabisch. Alle zwei Monate erscheint zudem eine mehrsprachige Printausgabe mit ausgewählten Geschichten aus dem Online-Auftritt.

Geringer Kostenaufwand

„here“ ist gratis und als Online-Medium in der ganzen Stadt zugänglich. Der Kostenaufwand ist gering. Die Verbreitung des Online-Magazins funktioniert über eine Website problemlos, da die Mehrheit der Flüchtlinge bereits Online-Zugang hat. Räumlichkeiten, Computer und Software stellt ein Verlag gegen eine kleine monatliche Pauschale zur Verfügung.

Auf dem Ideenmining der Westfälischen Wilhelms-Universität wurde insbesondere an der Struktur der Zusammenarbeit gearbeitet. „Wir haben Wege gefunden, besser unsere Zielgruppen zu erreichen. So wollen wir Begegnungsfeste organisieren“, sagt Vicki Marschall. Zudem wird darüber nachgedacht, Audio-Beiträge im Magazin zu integrieren.

Rund um den Globus

„Die Geflüchteten haben durch den zweiten Platz beim Ideenwettbewerb eine unglaubliche Wertschätzung erfahren“, gibt Marschall die Stimmung unter den mitgereisten Redakteuren wieder. Die Nachricht über den Sieg des zweiten Platzes habe sich zudem schnell über soziale Netzwerke rund um den Globus bis in die Heimatländer verbreitetet. Das Preisgeld soll nun unter anderem in Notebooks investiert werden, die sich die Flüchtlinge zum Schreiben ausleihen können. Apropos Freigiebigkeit: Vicki Marschall bietet an, dass Vereine in anderen Städten – sofern sie vergleichbare Online-Magazine gründen – kostenlos das Webgerüst von „here“ nutzen dürfen, damit die Integration von Flüchtlingen in ganz Nordrhein-Westfalen gelingt.

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