Die Crowd honoriert gute Geschäftsideen. Wenn noch mehr Geld benötigt wird, steht die NRW.BANK bereit (Foto: NRW.BANK / Erik Chmil)

NRW.MicroCrowd

Ergänzung zum Crowdfunding

Immer mehr Gründer setzen auf den Schwarm. Dabei finanzieren viele Menschen gemeinsam gute Geschäftsideen. Oft geht es um vergleichsweise kleine Investments. Erfolgreiche Crowdfinanzierungen, bei denen noch mehr Geld benötigt wird, unterstützt die NRW.BANK in Kooperation mit der Plattform Startnext seit dem 30. September 2020 mit dem neuen Förderprogramm NRW.MicroCrowd.

Zum Interview mit Gabriela Pantring über NRW.MicroCrowd

 

„Egal ob digitale Plattform, veganer Imbiss, trendsetzende Craft-Beer-Brauerei oder nachhaltige Schmuckmanufaktur – wenn die Idee die Crowd begeistert, lassen wir uns gerne anstecken“, erklärt Heike Laschtowitz von der NRW.BANK. Finanzieren lassen sich mit NRW.MicroCrowd Investitionen von Start-ups und bis zu fünf Jahre alten Unternehmen, die über das Crowdfunding hinausgehen, zum Beispiel weil das Projekt dank vielversprechender Reaktion der Crowd eine Nummer größer gedacht wird und mehr Mittel als ursprünglich geplant gebraucht werden. Dabei gilt, dass mindestens 20 Prozent der Gesamtinvestitionssumme aus dem Crowdfunding stammt. Die von der NRW.BANK bereitgestellte Darlehenshöchstsumme beträgt bis zu 50.000 Euro, maximal 80 Prozent der Gesamtinvestitionen.

Ideen werden von Erfolg gekrönt

Ein Antrag auf das Förderdarlehen kann gestellt werden, wenn die Gründerin ihr beziehungsweise der Gründer sein Projekt bei Startnext eingestellt, mit der Crowd-Community diskutiert und soweit finalisiert hat, dass auf der Plattform aktiv Mittel eingeworben werden können. „Über einen Link auf Startnext geht es von der Funding- in die Bankenwelt“, sagt Laschtowitz. „Der Kontakt zu einer Bank mag für die zuvor oft euphorisch von ihren Unterstützern gefeierten Gründer manchmal etwas ernüchternd sein. Wir fragen dann mit Blick auf eine tragfähige Finanzierung nach den persönlichen Verhältnissen, nach einem Businessplan und mehr – aber wir tun dies, weil wir wollen, dass tolle Ideen von Erfolg gekrönt werden.“

Lücke geschlossen

Das Darlehen kann in Raten innerhalb von zehn Jahren zurückgezahlt werden, auch eine zwischenzeitliche Rückzahlung oder Teilrückzahlung ist kostenfrei möglich – und gewährleistet den Gründern eine hohe Flexibilität. Zu den Vorteilen des digital beantragbarem Förderdarlehens gehört, dass keine Sicherheiten verlangt werden und es keine Mindestsumme gibt. Dadurch schließt das Förderprogramm auch eine Lücke in der Finanzierungslandschaft. Denn Banken und Sparkassen sind an solchen Projekten selten interessiert. Heike Laschtowitz: „Ich freue mich besonders, dass kleine Unternehmen, die nachhaltig unterwegs sind, durch NRW.MicroCrowd eine Finanzierungschance erhalten.“

Ihr Weg zu Mitteln aus dem Förderprogramm NRW.MicroCrowd

  • Einstellung des Projektes bei der Plattform Startnext für ein Crowdfunding
  • Beratung zur Präsentation des Projektes auf der Plattform durch Startnext
  • Mit Finalisierung des Projektes bei Startnext kann parallel der Finanzierungsantrag bei der NRW.BANK gestellt werden
  • Finanzierung bis zu 80 Prozent des förderfähigen Finanzierungsbedarfs, bis zu 50.000 Euro
  • Fester Zinssatz für die gesamte Laufzeit
  • Die Antragsunterlagen für die Finanzierung können über die NRW.BANK-Internetseite heruntergeladen und bearbeitet werden
  • Spätester Termin für die Antragsstellung ist drei Tage vor Ende des Fundingszeitraums für das beantragte Projekt bei Startnext
  • Prüfung der Förderfähigkeit/Tragfähigkeit des Vorhabens durch die NRW.BANK nach Eingang des Finanzierungsantrags
  • Die Zusage des Darlehens erfolgt durch die NRW.BANK
  • Rückzahlung in monatlichen Raten innerhalb von zehn Jahren, frühzeitigere Teil- oder Vollrückzahlung des Darlehens ist kostenfrei möglich

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Stand: 30. September 2020

Gabriela Pantring Gabriela Pantring, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK (Foto: NRW.BANK / Christian Lord Otto)

„Förderturbo für Crowdfunder“

Mit dem neuen Programm NRW.MicroCrowd unterstützt die NRW.BANK Projekte von Existenzgründern und jungen Unternehmen, die sich über Crowdfunding finanzieren und arbeitet dabei mit der führenden Schwarmfinanzierungs-Plattform Startnext zusammen. Gabriela Pantring, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK, erklärt die Hintergründe.

Frau Pantring, warum braucht es ein Förderprogramm für Gründer, die sich über Crowdfunding finanzieren?
Gabriela Pantring: Ein solches Förderprogramm ergänzt unser bestehendes Förderangebot für digital-affine Gründer ideal. Einige von ihnen können sich über Crowdfunding zwar eine finanzielle Grundlage, aber nicht ausreichend Kapital sichern, um ihr innovatives Projekt zu verwirklichen. Diese Lücke wollen wir mit unserer Förderung schließen, damit in NRW keine gute Idee an der Finanzierung scheitert.

Crowdfunding bedeutet, Startkapital von einem digitalen Schwarm zu sammeln. Kann das einen Kredit ersetzen?
Pantring: Ein erfolgreiches Crowdfunding ersetzt keine Kreditprüfung und ein Internetauftritt keinen Businessplan. Aber es kann dabei helfen, eine Idee frühzeitig einem Markttest zu unterziehen. Und dessen Ergebnisse können wiederum eine gute erste Basis sein für ein Gespräch mit der Bank.

Warum baut die NRW.BANK gerade ihr Angebot für digital-affine Gründer aus?  
Pantring: Start-ups und Existenzgründer sind ein wichtiger Motor für die Digitalisierung der Wirtschaft. Wie wichtig der digitale Wandel ist, hat ja nicht zuletzt die Corona-Pandemie gezeigt. Gründer setzen Impulse für Innovationen, entwickeln neue Trends und das ist gut für unser Land. Deshalb fördern wir digital-affine Gründer, wo wir können.

Was müssen Gründer aus NRW tun, um NRW.MicroCrowd zu bekommen?
Pantring: Sie präsentieren zunächst ihre Idee auf der Crowdfunding-Plattform Startnext. Kommen dort ausreichend Finanzierende zusammen und verläuft unsere Bonitätsprüfung positiv, gibt es bei uns das ergänzende Darlehen.

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