Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, mit Thomas Lesser und Jan Schriewer, Gründer von Green IT, sowie NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (v. l. n. r., Foto: MWIDE NRW/Kolja Matzke)

Preisträger GRÜNDERPREIS NRW 2017: Green IT

„Der Preis hilft beim Recruiting von Mitarbeitern“

Green IT Das Systemhaus GmbH wurde 2012 von Thomas Lesser, Jan Schriewer und André Dohm gegründet. Die Dortmunder verstehen sich als Pioniere im Bereich grüner IT-Lösungen, die nicht nur einzelne Services, sondern Green IT als Gesamtpaket anbieten. Rund 100 Mitarbeiter verfolgen das gemeinsame Ziel einer emissionsfreien IT in Deutschland. Das Unternehmen erzielte den 2. Platz beim GRÜNDERPREIS NRW 2017.

Herr Lesser, warum haben Sie sich beim Gründerpreis beworben?

Unsere Bankberaterin hat uns auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht, ich habe mich weiter erkundigt – und musste zustimmen: Das ist eine gute Sache. Ich rechnete uns auch gute Chancen aus, denn unsere Gründung ist sehr erfolgreich und hat den Nerv der Zeit getroffen.
 
Wie haben Sie die Teilnahme beim Gründerpreis erlebt?

Das ganze Verfahren war in all seinen Facetten sehr angenehm, von der Einreichung der Bewerbungsunterlagen bis hin zur Präsentation vor der Jury. Dass wir zu den Preisträgern gehören, hat mich natürlich sehr gefreut. Bei der Preisverleihung habe ich reichlich spannende Gründer und Gründungsgeschichten kennengelernt und viele neue Kontakte geknüpft.

Was hat Ihnen die Auszeichnung gebracht?

Über uns wurden viele Artikel und Meldungen in den Medien veröffentlicht. Dadurch wurden neue Kunden auf uns aufmerksam – auch solche, die unsere Auszeichnung mit dem Gründerpreis zu Recht als Qualitätssiegel verstehen. Ganz besonders sehen wir aber die positiven Auswirkungen beim Recruiting von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Preis half uns, Green IT als attraktiven Arbeitgeber in und um Dortmund zu positionieren.

smartflower

Sonnige Effizienz am Dortmunder Unternehmenssitz: Bei Tage öffnet die „smartflower“ ihre „Blüte“, die aus Solarmodulen besteht (Foto: Green IT).

 

Blicken wir zurück auf Ihre Gründung. Warum haben Sie sich selbstständig gemacht?

Wir haben uns selbstständig gemacht, weil wir die Motivation hatten, selbst etwas aufzubauen und zu gestalten. In unserem alten Tätigkeitsfeld haben wir dafür keine Zukunft gesehen. Wir wollten außerdem etwas Neues schaffen. Deshalb haben wir ein mittelständisches Systemhaus gegründet, das die besten ökonomischen sowie ökologischen Werte für unsere Kunden greifbar und die Vorteile einer solchen Verbindung für sie nutzbar macht.

Was macht Ihr Unternehmen, welche Produkte oder Dienstleistungen bietet es? Was ist das Besondere, die Idee?

Green IT arbeitet in vier Teilbereichen: Print-Services, IT-Services, Unified Communications und Managed-Document-Services. Andere Systemhäuser decken im Vergleich zu uns nur einzelne Teilbereiche ab.

Die besondere Idee hinter unserer Arbeit lautet „ökonomisch handeln – ökologisch denken“, also die Schnittmenge zwischen Ökonomie und Ökologie. Basierend auf diesem grünen Ansatz beraten wir unsere Kunden, um nachhaltige Strukturen zu schaffen und Umweltbelastungen zu verringern. Wir helfen dabei, weniger zu drucken oder den Gebrauch von Verbrauchsmaterialien zu minimieren. Unser Ziel ist es, eine emissionsfreie IT in Deutschland zu installieren. Die entsprechenden IT-Konzepte erarbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden, dabei setzen wir stets energieeffiziente und ressourcenschonende Hardware ein.

Was waren und sind Ihre größten Herausforderungen zu einem erfolgreichen Unternehmertum?

Die größte Herausforderung für uns ist es, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Heutzutage ist es leichter, Interessenten als Kunden zu gewinnen, als qualifizierte Kolleginnen und Kollegen zu finden. Sie müssen den Green Spirit leben. Wir brauchen ITler und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb, die voll und ganz hinter unserer Philosophie stehen. Gute Fachkräfte mit Herz, Leidenschaft und der richtigen Einstellung zu finden, ist immer eine Herausforderung.

Welche Unterstützungsangebote haben Sie genutzt? Welche waren besonders hilfreich?

Wir konnten auf vielfältige Unterstützungsangebote zurückgreifen. Sicherlich hervorzuheben sind unsere beiden Hausbanken: die Sparkasse Dortmund und die Dortmunder Volksbank. Außerdem haben wir Hilfe der Dortmunder Wirtschaftsförderung erhalten. Sie hat uns aktiv bei der Gründung von Green IT unterstützt und uns dabei geholfen, einen Unternehmenssitz zu finden. Aus der Unternehmensbetreuung der Sparkasse Dortmund und der Wirtschaftsförderung Dortmund haben wir den Hinweis erhalten, Angebote der NRW.BANK, im Speziellen die Beratung durch Frau Scho-in het Veld, in Anspruch zu nehmen.

In welcher Form engagieren Sie sich gesellschaftlich oder sozial?

Unser gesellschaftliches und soziales Engagement richtet sich vor allem an lokale Vereine. Green IT ist im Sponsoring für Sportvereine vor Ort tätig. Darüber hinaus engagieren wir uns für Kampagnen der Stiftung „Help and Hope“ und für den Dortmunder Verein Kinderlachen e.V. Die Förderung junger Menschen liegt mir sehr am Herzen, daher sitze ich selbst im Kuratorium dieses Vereins.

In unserem Unternehmen legen wir ebenfalls Wert auf eine soziale und faire Umwelt. Wir bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten variable Arbeitszeiten wie Teilzeitmodelle an. Außerdem übernehmen wir Kindergartenbeiträge oder leisten Unterstützung bei sportlichen Aktivitäten.

Was ist für Sie der größte Unterschied in Ihrem Arbeitsalltag im Vergleich zu vorher?

Für mich ist meine jetzige Arbeit mit einer ganz anderen Form und Größe der Verantwortung verbunden. Man trägt als Gesellschafter große Verantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen sowie deren Familien. Auch gegenüber dem Unternehmen ist man verantwortlich: für dessen Entwicklung und dessen Fortbestand.

Was hat sich sonst noch verändert? Wie bewerten Sie Ihre Lebensqualität?

Meine Lebensqualität hat sich verbessert. Ich kann nur jedem raten, sich selbstständig zu machen. Die Chance zu nutzen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Es gibt nichts Schöneres, als etwas Neues zu schaffen, etwas aufzubauen oder zu sehen, wie eine motivierte, einsatzbereite und tolle Mannschaft mitzieht. Gerade auch, wenn sie sagt: „Wir machen das mit euch zusammen.“ Mit einem solchen Zuspruch hatten wir nicht gerechnet.

Der Erfolg von Green IT beruht nicht alleine auf der Leistung der Unternehmensleitung. Jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter trägt einen wichtigen Teil dazu bei.

Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen? Wo stehen Sie in 15 Jahren?

Wir möchten uns als Arbeitgebermarke positionieren. Unser Ziel ist es, der beste Arbeitgeber in der IT-Branche in unserer Region bezeihungsweise in Nordrhein-Westfalen zu sein. Wir möchten weiter gesund und solide wachsen. Das schließt für uns nicht aus, Dependancen in Deutschland zu gründen oder uns an anderen Unternehmen zu beteiligen. Uns ist es wichtig, den Gedanken von Green IT von Nordrhein-Westfalen aus in ganz Deutschland zu verankern.

Stand: 10. Juli 2018

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60.000 Euro Preisgelder

Die drei Gewinner vom GRÜNDERPREIS NRW 2018: Uwe D‘Agnone von Creapaper, Anna Yona von Wildling Shoes und Alexander Hoffmann von Screwerk mit Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK (Bild: F. Wiedemeier)

GRÜNDERPREIS NRW 2019: Jetzt bewerben!

Lassen Sie sich feiern! Der mit 60.000 Euro dotierte GRÜNDERPREIS NRW 2019 zeichnet die erfolgreichsten Gründerinnen und Gründer aus. Im Gespräch erklärt Claudia Brendt, Förderberaterin der NRW.BANK und Mitglied der Jury, den Wettbewerb und wie junge Unternehmen von ihm profitieren können.

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Preisträger GRÜNDERPREIS NRW 2017: IOX LAB

Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, und Thomas Geisel, Oberbürgermeister von Düsseldorf, mit Robert Jänisch von IOX LAB aus Düsseldorf sowie NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Foto: MWIDE NRW/Kolja Matzke)

„Wir gewannen durch den Preis neue Kunden“

Schnell muss es gehen bei der Digitalisierung – gerade im Zukunftsmarkt Internet of Things (IoT). 2015 machte sich Robert Jänisch mit IOX LAB selbstständig, um hier ganz vorne mitzuspielen. Gemeinsam mit 15 Mitarbeitern bietet er seinen Kunden die Entwicklung von Prototypen in Rekordzeit. Damit gewann das Düsseldorfer Unternehmen den 1. Platz beim GRÜNDERPREIS NRW 2017.

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Preisträger GRÜNDERPREIS NRW 2017: Landhotel Kallbach

NRW.BANK-Vorstandsvorsitzender Eckhard Forst (links) und NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit Preisträgerin Manuela Baier (Foto: MWIDE NRW/Kolja Matzke)

„Der Preis hat mir Respekt verschafft“

Unter der Woche sind Geschäftskunden und Messebesucher zu Gast, an den Wochenenden und in den Ferien begrüßt Manuela Baier vor allem Urlauber im Landhotel Kallbach. Außerdem lockt das Hotel mit Kallbach’s Adventure Golf Freizeitsportler in die Nordeifel. 2015 übernahm Baier das Unternehmen und beschäftigt zurzeit 30 Mitarbeiter, darunter acht Auszubildende. Ihr überzeugendes Konzept und Engagement sicherte ihr den 3. Platz beim GRÜNDERPREIS NRW 2017.

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