Das digitale Start-up profitierte vom Sieg des GRÜNDERPREISES NRW 2017
Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, und Thomas Geisel, Oberbürgermeister von Düsseldorf, mit Robert Jänisch von IOX LAB aus Düsseldorf sowie NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Foto: MWIDE NRW/Kolja Matzke)

Preisträger GRÜNDERPREIS NRW 2017: IOX LAB

„Wir gewannen durch den Preis neue Kunden“

Schnell muss es gehen bei der Digitalisierung – gerade im Zukunftsmarkt Internet of Things (IoT). 2015 machte sich Robert Jänisch mit IOX LAB selbstständig, um hier ganz vorne mitzuspielen. Gemeinsam mit 15 Mitarbeitern bietet er seinen Kunden die Entwicklung von Prototypen in Rekordzeit. Damit gewann das Düsseldorfer Unternehmen den 1. Platz beim GRÜNDERPREIS NRW 2017.

Herr Jänisch, warum haben Sie sich beim Gründerpreis beworben?

Ich wurde damals auf den Wettbewerb hingewiesen und fand es spannend herauszufinden, wo wir im Vergleich zu anderen Start-ups stehen und ob wir auf einem guten Weg sind. Zudem war der Bewerbungsprozess recht unkompliziert.
 
Wie haben Sie die Teilnahme beim Gründerpreis erlebt?

Bei der Bewerbung habe ich tatsächlich noch gar nicht mit dem Gedanken gespielt, dass wir den Wettbewerb gewinnen könnten. Erst bei den Pitches der letzten zehn Start-ups ist mir bewusst geworden, was wir schon erreicht hatten. Das war super aufregend. Am Abend der Preisverleihung hatte ich dann natürlich die Hoffnung, auf einem der ersten drei Plätze zu landen. Und dann kam die große Überraschung. Der Moment als klar wurde, dass wir gewonnen haben, war richtig emotional für mich. Es war ein tolles Gefühl zu wissen, dass wir mit dem Start-up einen guten Weg eingeschlagen haben. Auch war es nicht nur für mich, sondern für das ganze Team eine große Wertschätzung und Motivation.
 
Was hat Ihnen der Sieg des Gründerpreises gebracht?

Zunächst haben wir durch den Gründerpreis eine ganze Menge Aufmerksamkeit erhalten. Wir konnten neue Kunden gewinnen und profitieren bis heute von der Reputation. Wenn wir in einem Sales Pitch von unserem Erfolg beim Gründerpreis erzählen, dann fühlt es sich ein bisschen an wie ein Ritterschlag. Hinzu kommt noch das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro. Für ein Start-up ist das natürlich eine ganze Menge Geld.

Bob

Bob, der Roboter aus dem 3D-Drucker. Er erkennt Gesichter sowie Emotionen und interagiert mit Menschen (Foto: Jakob Wagner).

 

Blicken wir zurück auf Ihre Gründung. Warum haben Sie sich selbstständig gemacht?

Ich habe mich vor allem aus einem Grund selbstständig gemacht: Mir ist es wichtig, die Freiheit zu haben, wirklich kreativ arbeiten zu können. Bei IOX LAB gelingt mir das sehr gut, weil ich die Abläufe nach meinen Bedingungen selbst bestimmen kann.

Was macht Ihr Unternehmen, welche Produkte oder Dienstleistungen bietet es? Was ist das Besondere, die Idee?

IOX LAB bietet eine besondere Dienstleistung an. Wir fertigen innerhalb von nur 30 Tagen Prototypen im Bereich IoT (Internet of Things). Uns gelingt es auf diese Art und Weise, schneller als andere Anbieter in der Umsetzung zu sein. Dabei gehen wir noch weiter und helfen sowohl mit Hilfe von Workshops bei der Ideen- beziehungsweise Innovationsfindung, als auch bei der weiteren Produktion und Integration des neuen Produktes. Dieses umfassende Angebot macht uns als Unternehmen aus. Wir sind sozusagen ein Labor für neue Ideen und deren Umsetzung, ein Ideenlabor also.

Was waren und sind Ihre größten Herausforderungen zu einem erfolgreichen Unternehmertum?

Vor einer der größten Herausforderung standen wir, als wir passende Kunden für unser Angebot suchen mussten. Eine zweite Herausforderung war und ist es, passende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Sie unterstützen unsere Kunden dabei, ihre Überlegungen voranzutreiben und umzusetzen, weshalb sie sich auf ihrem Gebiet sehr gut auskennen müssen. Gleichzeitig müssen Sie in der Lage sein, interdisziplinär zu denken und somit ein perfektes Team zu bilden.

Welche Unterstützungsangebote haben Sie genutzt? Welche waren besonders hilfreich?

Als wir IOX LAB gegründet haben, bekamen wir keine Finanzierungsunterstützung. Allerdings sind Dr. Lorenz Gräf vom Startplatz sowie die Wirtschaftsförderung Düsseldorf für uns große Unterstützer. Sie haben uns nicht nur mit großen Unternehmen zusammengebracht, sondern auch bei Fragen immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden und haben uns so großartig geholfen. Das ist auch heute noch der Fall.

In welcher Form engagieren Sie sich gesellschaftlich oder sozial?

Wir sind Teil einer Maker-Community. Durch unsere kostenlosen monatlichen Meet-ups und die von uns organisierte Maker-Messe dieses Jahr tragen wir zur Vernetzung verschiedenster Akteure bei. In unseren Räumen in Düsseldorf finden Schulungen der Hochbegabtenförderung statt – aktuell wird unser Roboter Bob dort nachgebaut. Eines unserer Produkte, der Chatbot, wird bald für die Suche nach vermissten Kindern eingesetzt werden.

Was ist für Sie der größte Unterschied in Ihrem Arbeitsalltag im Vergleich zu vorher?

Vor meiner Selbstständigkeit hatte ich wenig Gestaltungsspielraum bezüglich der Unternehmensentwicklung. Jetzt ist das ganz anders: Bei IOX LAB gestalte ich selbst alle Abläufe und die DNA des Unternehmens zusammen mit den Mitarbeitern. Mir gefällt es, dass ich jetzt viel mehr mit Menschen arbeite. Auch die neu hinzugekommenen Führungsaufgaben gefallen mir, obwohl sie auch Verantwortung mit sich bringen.

Was hat sich sonst noch verändert? Wie bewerten Sie Ihre Lebensqualität?

Trotz meiner Selbstständigkeit ist meine Arbeit nach wie vor mit der Familie vereinbar. Ich kann mir meine Arbeitszeit jetzt flexibler einteilen, was der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zugute kommt. Meine Lebensqualität hat sich verbessert, weil ich in meinem Arbeiten weniger fremdbestimmt bin. Außerdem hänge ich emotional an der Firma.

Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen? Wo stehen Sie in 15 Jahren?

Unser Ziel für die nächsten 15 Jahre ist es, der größte Technologie- und Innovationshub der Welt zu werden.

Stand: 10. Juli 2018

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GRÜNDERPREIS NRW 2018

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