Metallverarbeitung als Handwerk mit Zukunft
Ansgar Kremer (Foto: Kremer Stahltechnik GmbH & Co. KG)

Gründung

Metallverarbeitung als Handwerk mit Zukunft

Ansgar Kremer gab 2015 seinen Job als Betriebsleiter auf, um zu gründen. Die Kremer Stahltechnik GmbH & Co. KG in Metelen beschäftigt heute 40 Mitarbeiter, darunter sechs geflüchtete Menschen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Metallverabeitung mit dem Schwerpunkt Stahl.

Herr Kremer, warum haben Sie sich selbstständig gemacht?

Ich habe mehrere Jahre in der Position des Betriebsleiters gearbeitet. Diese Arbeit und auch der Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben mir immer sehr viel Freude bereitet, somit habe ich 2015 den Entschluss gefasst, mich selbständig zu machen. Ich sah darin außerdem eine große Chance, eigene Ideen und Wünsche zu verwirklichen.

Was macht Ihr Unternehmen, welche Produkte oder Dienstleistungen bietet es? Was ist das Besondere, die Idee?

Wir sind ein metallverarbeitendes Unternehmen im Bereich der CNC-Laserschneid-, Abkant- und Roboterschweißtechnik. Wir verstehen uns als klassischer Lohnfertiger in den Bereichen Nutzfahrzeugtechnik, Windenergie, Landwirtschaftstechnik, Stalleinrichtungen, Maschinenbau, Sondermaschinenbau, Baumaschinen und vieles mehr. Das Besondere an unserem Unternehmen ist, dass wir unseren Kunden die komplette Baugruppe/das Endprodukt mit gewünschter Oberfläche (lackiert, verzinkt) liefern können. Ein Arbeits-/Fertigungsbereich bis zu einer Länge von 6.000 mm zeichnet uns außerdem aus.

Was waren und sind Ihre größten Herausforderungen zu einem erfolgreichen Unternehmertum?

Die größte Herausforderung ist für uns zurzeit der Mangel an Facharbeitern. Da wir eine Arbeitslosenquote von unter 3 Prozent haben, ist es sehr schwierig, geeignete Facharbeiter zu finden. Positiv beeindruckt sind wir von dem Versuch, Flüchtlinge innerhalb des Betriebes zu integrieren. Mittlerweile können wir sechs Flüchtlinge zu unserem Personalstamm zählen – und das mit sehr guten Leistungen.

Welche Unterstützungsangebote haben Sie genutzt? Welche waren besonders hilfreich?

Wir haben den KfW-Gründerkredit genutzt. Zudem haben wir sehr viel Unterstützung durch die Handwerkskammer Münster und die Gemeinde Metelen erhalten. Außerdem hat uns die Volksbank Ochtrup sehr gut unterstützt und beraten.

In welcher Form engagieren Sie sich gesellschaftlich oder sozial?

Wie erwähnt, sind wir stark an der Integration von Flüchtlingen interessiert. Das hat sowohl betriebliche, als auch persönliche Gründe. Dass ein vertrauensvolles Miteinander verschiedenster Kulturen so gut funktioniert, freut uns sehr. Grundsätzlich ist uns ein gesundes Arbeitsklima wichtig. Dazu gehört natürlich immer der regelmäßige Austausch zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Arbeitgeber.

Was ist für Sie der größte Unterschied in Ihrem Arbeitsalltag im Vergleich zu vorher?

Im Vergleich zu meiner vorherigen Tätigkeit trage ich deutlich mehr Verantwortung, vor allem gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zudem sind die Arbeitstage sehr viel länger. Private Bedürfnisse werden da schon eher zurückgestellt.

Was hat sich sonst noch verändert? Wie bewerten Sie Ihre Lebensqualität?

Die Lebensqualität hat sich nicht verändert. Ich bereue meine Entscheidung zu keiner Zeit. Trotz hoher Verantwortung und diversen Hindernissen bringt mir die Arbeit im eigenen Unternehmen mit all ihren Höhen und Tiefen viel Spaß. Man wächst an seinen Herausforderungen, und es ist ein schönes Gefühl, im Team zu wachsen. Die Freizeit ist jedoch deutlich eingeschränkter.

Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen? Wo stehen Sie in 15 Jahren?

Wir wollen in den nächsten Jahren weiter mit unseren Kunden wachsen, neue Projekte annehmen und wettbewerbsfähig bleiben. Wir möchten stets auf dem neuesten Stand der Entwicklung bleiben und Perspektiven für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten. Unser Ziel ist es, mit positiver Energie und dem Fortschritt von Zeit und Technik voranzugehen. Stahlverarbeitung bedeutet Zukunft, denn kaum ein anderer Rohstoff bietet so vielfältige Möglichkeiten und Innovationen.


Stand: 26.10.2017

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