Ökonomisch handeln – ökologisch denken!
Thomas Lesser (Foto: Green IT GmbH)

Gründung

Ökonomisch handeln – ökologisch denken!

Green IT Das Systemhaus GmbH wurde 2012 von Thomas Lesser, Jan Schriewer und André Dohm gegründet. Die Dortmunder verstehen sich als Pioniere im Bereich grüner IT-Lösungen, die nicht nur einzelne Services, sondern ein Gesamtpaket anbieten. Rund 100 Mitarbeiter verfolgen das gemeinsame Ziel einer emissionsfreien IT in Deutschland.

Herr Lesser, warum haben Sie sich selbstständig gemacht?

Wir haben uns selbstständig gemacht, weil wir die Motivation hatten, selbst etwas aufzubauen und zu gestalten. In unserem alten Tätigkeitsfeld haben wir dafür keine Zukunft gesehen. Wir wollten außerdem etwas Neues schaffen. Deshalb haben wir ein mittelständisches Systemhaus gegründet, das die besten ökonomischen sowie ökologischen Werte für die Kunden greifbar und die Vorteile einer solchen Verbindung für sie nutzbar macht.

Was macht Ihr Unternehmen, welche Produkte oder Dienstleistungen bietet es? Was ist das Besondere, die Idee?

Green IT arbeitet in vier Teilbereichen: Print-Services, IT-Services, Unified Communications und Managed-Document-Services. Andere Systemhäuser decken im Vergleich zu uns nur einzelne Teilbereiche ab.

Die besondere Idee hinter unserer Arbeit lautet „ökonomisch handeln – ökologisch denken“, also die Schnittmenge zwischen Ökonomie und Ökologie. Basierend auf diesem grünen Ansatz beraten wir unsere Kunden, um nachhaltige Strukturen zu schaffen und Umweltbelastungen zu verringern. Wir helfen dabei, weniger zu drucken oder den Gebrauch von Verbrauchsmaterialien zu minimieren. Unser Ziel ist es, eine emissionsfreie IT in Deutschland zu installieren. Dazu gehört eine energieeffiziente und ressourcenschonende Technik, aber auch die smartflower, die weltweit erste All-in-One-Photovoltaikanlage. Die Green IT ist einziger smartflower-Partner im Ruhrgebiet. Mit dieser Anlage können unsere Kunden ihren Energiebedarf für ihre IT-Landschaft ganz einfach und vor der eigenen Haustüre selbst erzeugen.

Was waren und sind Ihre größten Herausforderungen zu einem erfolgreichen Unternehmertum?

Die größte Herausforderung für uns ist es, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Heutzutage ist es leichter, Interessenten als Kunden zu gewinnen, als qualifizierte Kolleginnen und Kollegen zu finden. Sie müssen den Green Spirit leben. Wir brauchen ITler und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb, die voll und ganz hinter unserer Philosophie stehen. Gute Fachkräfte mit Herz, Leidenschaft und der richtigen Einstellung zu finden, ist immer eine Herausforderung.

Welche Unterstützungsangebote haben Sie genutzt? Welche waren besonders hilfreich?

Wir konnten auf vielfältige Unterstützungsangebote zurückgreifen. Sicherlich hervorzuheben sind unsere beiden Hausbanken: die Sparkasse Dortmund und die Dortmunder Volksbank. Außerdem haben wir Hilfe der Dortmunder Wirtschaftsförderung erhalten. Sie hat uns aktiv bei der Gründung von Green IT unterstützt und uns dabei geholfen, einen Unternehmenssitz zu finden. Aus der Unternehmensbetreuung der Sparkasse Dortmund und der Wirtschaftsförderung Dortmund haben wir den Hinweis erhalten, Angebote der NRW.BANK, im Speziellen die Beratung durch Frau Scho-in het Veld, in Anspruch zu nehmen.

In welcher Form engagieren Sie sich gesellschaftlich oder sozial?

Unser gesellschaftliches und soziales Engagement richtet sich vor allem an lokale Vereine. Green IT ist im Sponsoring für Sportvereine vor Ort tätig. Darüber hinaus engagieren wir uns für Kampagnen der Stiftung „Help and Hope“ und für den Dortmunder Verein Kinderlachen e.V. Über Thomas Lesser, der im Kuratorium der St. Vinzenz Jugendhilfe sitzt, sind wir auf dieses Jugendhilfe-Zentrum aufmerksam geworden.

In unserem Unternehmen legen wir ebenfalls Wert auf eine soziale und faire Umwelt. Wir bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten variable Arbeitszeiten wie Teilzeitmodelle an. Außerdem übernehmen wir Kindergartenbeiträge oder leisten Unterstützung bei sportlichen Aktivitäten. Anteilig übernehmen wir deshalb Mitgliedschaften in Fitnessstudios oder haben Partnerschaften mit einigen Studios.

Was ist für Sie der größte Unterschied in Ihrem Arbeitsalltag im Vergleich zu vorher?

Für mich ist meine jetzige Arbeit mit einer ganz anderen Form und Größe der Verantwortung verbunden. Man trägt als Gesellschafter große Verantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen sowie deren Familien. Auch gegenüber dem Unternehmen ist man verantwortlich: für dessen Entwicklung und dessen Fortbestand.

Was hat sich sonst noch verändert? Wie bewerten Sie Ihre Lebensqualität?

Meine Lebensqualität hat sich verbessert. Ich kann nur jedem raten, sich selbstständig zu machen. Die Chance zu nutzen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Es gibt nichts Schöneres, als etwas Neues zu schaffen, etwas aufzubauen oder zu sehen, wie eine motivierte, einsatzbereite und tolle Mannschaft mitzieht. Gerade auch, wenn sie sagt: „Wir machen das mit euch zusammen.“ Mit einem solchen Zuspruch hatten wir nicht gerechnet.

Der Erfolg von Green IT beruht nicht alleine auf der Leistung der Unternehmensleitung. Jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter trägt einen wichtigen Teil dazu bei.

Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen? Wo stehen Sie in 15 Jahren?

Wir möchten uns als Arbeitgebermarke positionieren. Unser Ziel ist es, der beste Arbeitgeber in der IT-Branche in unserer Region bezeihungsweise in Nordrhein-Westfalen zu sein. Wir möchten weiter gesund und solide wachsen. Das schließt für uns nicht aus, Dependancen in Deutschland zu gründen oder uns an anderen Unternehmen zu beteiligen. Uns ist es wichtig, den Gedanken von Green IT von Nordrhein-Westfalen aus in ganz Deutschland zu verankern.


Stand: 25.10.2017

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